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                                    ich«</title><title level="a">Tagebuch von Clara Katharina Pollaczek, 18.–21. Oktober 1931</title><title type="alternative" when-iso="1931-10-18"/><title type="alternative" when-iso="1931-10-19"/><title type="alternative" when-iso="1931-10-20"/><title type="alternative" when-iso="1931-10-21"/><author ref="#12435">Pollaczek, Clara Katharina</author><editor><name>Müller, Martin Anton</name><name>Untner, Laura</name></editor><funder><name>FWF - Der Wissenschaftsfonds</name><address><street>Sensengasse 1</street><postCode>1090 Wien</postCode><placeName><country>A</country><settlement>Wien</settlement></placeName></address></funder></titleStmt><editionStmt><edition>CKP</edition><respStmt><resp>Transkription</resp><name>Müller, Martin Anton</name><name>Untner, Laura</name><name>Mangel, Michael</name></respStmt></editionStmt><publicationStmt><publisher>Austrian Centre for Digital Humanities and Cultural
                                    Heritage</publisher><pubPlace>Vienna</pubPlace><date when="2023">2023</date><availability><licence target="https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/deed.de"><p>Sie dürfen: Teilen — das Material in jedwedem Format oder
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                                            einsetzen, die anderen rechtlich irgendetwas untersagen,
                                            was die Lizenz erlaubt.</p><p>Hinweise:</p><p>Sie müssen sich nicht an diese Lizenz halten hinsichtlich
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                                            beschränken.</p></licence></availability><idno type="handle"/></publicationStmt><seriesStmt><p>Machine-Readable Transcriptions of the Correspondences of Arthur
                                    Schnitzler</p></seriesStmt><sourceDesc><listWit><witness n="1"><msDesc><msIdentifier><country>A</country><settlement>Wien</settlement><repository>Wienbibliothek</repository><idno>H.I.N. 155550</idno></msIdentifier></msDesc></witness></listWit></sourceDesc></fileDesc><profileDesc><langUsage><language ident="de-AT">German</language></langUsage></profileDesc><revisionDesc status="proposed"><change who="LU" when="2022-12-25">Angelegt</change></revisionDesc></teiHeader><facsimile><graphic url="ckp988"/></facsimile><text><body><div type="writingSession" n="1"><p>
      <lb n="01"/>zu »Leutnant Komma« v. Marr (eine Fr. Dr. Meller) Es soll angeblich
      <lb n="02"/>ein ganz gutes Stück sein. Es sind noch Stunden bis zum Abend. Lang und
      <lb n="03"/>einsam sind oft diese Sonntage– Die Stille im Hause oft beängstigend.
      <lb n="04"/>Gottlob guter Brief von Hery.
      <lb n="05" type="paragraph-begin"/>19ten Okt. – Gestern Abend sehr dürftiges Stück in hübscher Aufmachung
      <lb n="06"/>A. schlief zumeist. Sein Aussehen furchtbar. Mein Herz setzte oft aus
      <lb n="07"/>vor Angst. Nachher im »Vindobona« genachtmahlt. A. wurde nachdem er ge¬
      <lb n="08"/>gessen hatte viel frischer. Er betrachtete mit lächelndem Mistrauen ei¬
      <lb n="09"/>nen blauen Fleck auf meinem nackten Arm. Ich leide seit August an einer
      <lb n="10"/>Angio Neurose wie Dr Bl. diese kleinen blauen Beulen nennt und Folge der
      <lb n="11"/>Aufregungen sind<supplied>,</supplied> aber ich liess ihm sein Mistrauen und lächelte eben so
      <lb n="12"/>listig zurück. Vielleicht besser so. Er sah immer wieder hin – – Fand mich
      <lb n="13"/>übrigens gut und hübsch aussehend und sagte es mir.
      <lb n="14" type="paragraph-begin"/>Heute Abend um ½7 rief A. mich an (obwol er gesagt hatte dass er zu Hau¬
      <lb n="15"/>se bleiben wird) ob ich mit ihm ins Kino gehen will. Ich sagte sehr glück¬
      <lb n="16"/>lich: »Ich bin ja froh wenn du mit mir gehen willst« aber er reagierte
      <lb n="17"/>eher kühl und befangen so als ob jemand bei ihm im Zimmer währe – Viell¬
      <lb n="18"/>leicht Einbildung. Er holte mich ab. »Caffee Paradiso« Spannender Film.
      <lb n="19" type="paragraph-begin"/>20ten Heute Vor-Mittag hat A. angeblich in der Stadt, Credit<supplied>-</supplied>Anstalt zu
      <lb n="20"/>tun und will dann bei seiner Schwester essen, wie er mir sagt. Immer ist
      <lb n="21"/>er unterwegs und sieht aus dass einem das Herz still steht bei seinem
      <lb n="22"/>Anblick.
      <lb n="23" type="paragraph-begin"/>Ich hab das Gefühl dass er die Cl. trifft aber ich bin zu müd um zu for¬
      <lb n="24"/>schen und zu sehr in Angst um ihn, als dass ich anderes denken könnte.
      <lb n="25"/>Abend sollen wir ins Theater gehen
      <lb n="26" type="paragraph-begin"/>21ten Oktober. Gestern Abend in der Komödie beim »Gerichtsvollzieher«
      <lb n="27"/>ein Schand-Stück. Karlweis und Sybille Binder spielten. B. enttäuschte
      <lb n="28"/>uns diesmal. Wir haben uns Beide für sie geschämt dass sie in so einer
      <lb n="29"/>Rolle spielt</p></div></body></text></TEI>