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                                    ich«</title><title level="a">Tagebuch von Clara Katharina Pollaczek, 15.–18. Oktober 1931</title><title type="alternative" when-iso="1931-10-15"/><title type="alternative" when-iso="1931-10-16"/><title type="alternative" when-iso="1931-10-17"/><title type="alternative" when-iso="1931-10-18"/><author ref="#12435">Pollaczek, Clara Katharina</author><editor><name>Müller, Martin Anton</name><name>Untner, Laura</name></editor><funder><name>FWF - Der Wissenschaftsfonds</name><address><street>Sensengasse 1</street><postCode>1090 Wien</postCode><placeName><country>A</country><settlement>Wien</settlement></placeName></address></funder></titleStmt><editionStmt><edition>CKP</edition><respStmt><resp>Transkription</resp><name>Müller, Martin Anton</name><name>Untner, Laura</name><name>Mangel, Michael</name></respStmt></editionStmt><publicationStmt><publisher>Austrian Centre for Digital Humanities and Cultural
                                    Heritage</publisher><pubPlace>Vienna</pubPlace><date when="2023">2023</date><availability><licence target="https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/deed.de"><p>Sie dürfen: Teilen — das Material in jedwedem Format oder
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                                            beschränken.</p></licence></availability><idno type="handle"/></publicationStmt><seriesStmt><p>Machine-Readable Transcriptions of the Correspondences of Arthur
                                    Schnitzler</p></seriesStmt><sourceDesc><listWit><witness n="1"><msDesc><msIdentifier><country>A</country><settlement>Wien</settlement><repository>Wienbibliothek</repository><idno>H.I.N. 155550</idno></msIdentifier></msDesc></witness></listWit></sourceDesc></fileDesc><profileDesc><langUsage><language ident="de-AT">German</language></langUsage></profileDesc><revisionDesc status="proposed"><change who="LU" when="2022-12-25">Angelegt</change></revisionDesc></teiHeader><facsimile><graphic url="ckp987"/></facsimile><text><body><div type="writingSession" n="1"><p>
      <lb n="01" type="paragraph-begin"/><hi rend="underline" n="">15. Oktober</hi>
      <lb n="02" type="paragraph-begin"/>Sonderbarer Traum von A. Von einer Wiese auf der ich mit ihm und meinen Bu¬
      <lb n="03"/>ben (die 4 und 6 <supplied>J</supplied>ahre alt waren) sass und wo es von Marien-Käfern wimmel¬
      <lb n="04"/>te. Ich sagte: <supplied>»</supplied>Schau wie schön, das bringt Glück!« Die Gegend war der Sem¬
      <lb n="05"/>mering meiner Jugend.–
      <lb n="06" type="paragraph-begin"/>Heute N. M. Fr von Schaible bei mir, die mir von der bevorstehenden Schei¬
      <lb n="07"/>dung ihrer Tochter erzählte. Besonders liebe gute Frau. – Einsamer Abend
      <lb n="08"/>zeitlich zu Bett, um nicht an A ’s Zusammensein mit Fr. Cl. zu denken.
      <lb n="09" type="paragraph-begin"/><hi rend="underline" n="">16 ten</hi>. Mit A. V. M. spazieren gegangen. Nur kurze Zeit. N. M. am Roman gearbeit¬
      <lb n="10"/>tet. Abend mit A. im Kino. »Der Blitzer« sehr fader Film. Dann »Weingartel«
      <lb n="11"/>genachtmahlt. A. sprach schon Vor-Mittag viel über den gestrigen Opern-¬
      <lb n="12"/>Abend aber ich reagierte nicht. Zwischen den zahllosen Briefen auf den Sem¬
      <lb n="13"/>m<supplied>e</supplied>ring und diesen angeblich so seltenen Zusammenkünften, liegt zu viel
      <lb n="14"/>Unaufrichtiges und Ungeklärtes. (Nach seinen Mitteilungen hätte er sie in
      <lb n="15"/>diesen 4 Wochen 2mal gesehen – Ich <hi rend="underline" n="">weiss</hi> es ist nicht wahr, aber ich schwei¬
      <lb n="16"/>ge.<supplied>)</supplied> – Die Oper soll sehr schön gewesen sein der Bub sehr begeistert, und
      <lb n="17"/>er hat mit dem <hi rend="underline" n="">Gatten</hi> über die finanzielle Lage gesprochen. Nachher hat er
      <lb n="18"/>allein im »Meissl« genachtmahlt.
      <lb n="19" type="paragraph-begin"/><hi rend="underline" n="">17ten</hi> V. M. bei schönen Wetter kurzer Spaziergang mit A. dann ich in die Stadt
      <lb n="20"/>und A. nach Hause. Ich Mittag bei meiner Schwester, wo es ganz gemütlich war.
      <lb n="21"/>Maria die ganze Zeit anwesend (sie ist netter geworden) und daher Fra¬
      <lb n="22"/>gen und Antworten gottlob nicht möglich. Abend A. wieder bei mir Radio hö¬
      <lb n="23"/>ren. Er schlief viel und war im ganzen weniger wol und weniger freundlich,
      <lb n="24"/>ich desto netter zu ihm. Ich sass still und liess seinen Kopf an meiner Schul¬
      <lb n="25"/>ter ruhen. Ich bin Traurig.
      <lb n="26" type="paragraph-begin"/>18ten Oktober – Wunderschöner Herbst – Sonntag aber A. will einen Besuch bei
      <lb n="27"/>einer alten Dame (Fr. Singer die ihn einmal unglücklich liebte) in einem
      <lb n="28"/>Nerven-Sanatorium (neue Klinik) machen. Ich gieng allein spazieren, traf
      <lb n="29"/>ihn zufällig am Weg zur Ellektrischen in der Türkensch. Str. und begleitete
      <lb n="30"/>ihn bis zur Haltestelle. Ich bummelte allein weiter und trug später rote
      <lb n="31"/>Rosen zu ihm. (Ehe er zu Hause war).
      <lb n="32" type="paragraph-begin"/>Abend gehen wir ins Akad. Theater,</p></div></body></text></TEI>