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                                    ich«</title><title level="a">Clara Katharina Pollaczek an Ferdinand Donath, 9. August 1931</title><title type="alternative" when-iso="1931-08-09"/><author ref="#12435">Pollaczek, Clara Katharina</author><editor><name>Müller, Martin Anton</name><name>Untner, Laura</name></editor><funder><name>FWF - Der Wissenschaftsfonds</name><address><street>Sensengasse 1</street><postCode>1090 Wien</postCode><placeName><country>A</country><settlement>Wien</settlement></placeName></address></funder></titleStmt><editionStmt><edition>CKP</edition><respStmt><resp>Transkription</resp><name>Müller, Martin Anton</name><name>Untner, Laura</name><name>Mangel, Michael</name></respStmt></editionStmt><publicationStmt><publisher>Austrian Centre for Digital Humanities and Cultural
                                    Heritage</publisher><pubPlace>Vienna</pubPlace><date when="2023">2023</date><availability><licence target="https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/deed.de"><p>Sie dürfen: Teilen — das Material in jedwedem Format oder
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                                            beschränken.</p></licence></availability><idno type="handle"/></publicationStmt><seriesStmt><p>Machine-Readable Transcriptions of the Correspondences of Arthur
                                    Schnitzler</p></seriesStmt><sourceDesc><listWit><witness n="1"><msDesc><msIdentifier><country>A</country><settlement>Wien</settlement><repository>Wienbibliothek</repository><idno>H.I.N. 155550</idno></msIdentifier></msDesc></witness></listWit></sourceDesc></fileDesc><profileDesc><langUsage><language ident="de-AT">German</language></langUsage></profileDesc><revisionDesc status="proposed"><change who="LU" when="2022-12-25">Angelegt</change></revisionDesc></teiHeader><facsimile><graphic url="ckp951"/></facsimile><text><body><div type="writingSession" n="1"><p>
      <lb n="01"/>ihm gefrühstückt (Frl. Frieda wurde fortgeschickt] – und ich habe
      <lb n="02"/>dazu gelächelt- ich kränke mich <hi rend="underline" n="">nur</hi> wenn ich Unaufrichtigkeit Lüge und
      <lb n="03"/>Heimlichkeit fühle, die jene »Interessen« bedingen die über einem »<hi rend="underline" n="">Gedan¬</hi>
      <lb n="04"/><hi rend="underline" n="">kenaustausch</hi>« und eine <hi rend="underline" n="">harmlose »Anregung«</hi> wie sie es nennen eben hinaus¬
      <lb n="05"/>gehen. Und diese Kränkungen nimmt man mir übel – lösen Verstimmungen u.
      <lb n="06"/>Scenen aus und haben diese Zweisamkeit die das Schönste und Beglückendste
      <lb n="07"/>hätte sein können zerstört. – <hi rend="underline" n="">Glauben Sie mir</hi>, dass seine Nerven sein
      <lb n="08"/>Übelbefinden, nicht auf meine s. g. Undulsamkeit zurückzuführen sind
      <lb n="09"/>sondern auf das schlechte Gewissen das er mir gegenüber hat auf die inne¬
      <lb n="10"/>ren Konflikte die er sich überflüssiger weise schafft.–Er schreit immer,
      <lb n="11"/>er brauche »Einsamkeit«. Glauben Sie <hi rend="underline" n="">ernsthaft</hi>, dass ich es ihm verüble
      <lb n="12"/>wenn er allein zu Hause sein will, oder allein für ein paar Tage auf den
      <lb n="13"/>Semmering geht? – Er schützt diese Einsamkeit vor, um allein aus dem Haus
      <lb n="14"/>zu gehen oder »Jemand« bei sich zu sehn oder ungestürt telefonieren zu kön¬
      <lb n="15"/>nen und er fährt fort wenn er sich von <hi rend="underline" n="">mir</hi> entfernen will. Nie ist er
      <lb n="16"/>so einsam, wie ich es Tage – Monatelang ja wie sich es seit ein und einem
      <lb n="17"/>halben Jahr bin und am einsamsten, wenn ich an diesen entset<supplied>z</supplied>lichen Aben¬
      <lb n="18"/>den des heurigen Winters, mit ihm- <hi rend="underline" n="">zusammen</hi> war.
      <lb n="19" type="paragraph-begin"/>Nein ich brauche kein Mitleid und von <hi rend="underline" n="">ihm</hi> auch keine Anerkennung meiner
      <lb n="20"/>paar guten Eigenschaften, die für ihn doch nur eine Unbequehmlichkeit
      <lb n="21"/>sind, mit der kann man eine Wirtschafterin engagieren, aber damit kann
      <lb n="22"/>man keine Beziehung wie die unsre weiter führen
      <lb n="23" type="paragraph-begin"/>Fragment des Konzepts eines Briefes den ich von Gastein an Dr. D. schrieb
      <lb n="24"/>der sich aber merkwürdigerweise nicht, (wie meine anderen 2 Briefe an Dr.
      <lb n="25"/>D) unter meinen Briefen an Arthur vorfand, obwol Dr. D. behauptet, ihn
      <lb n="26"/>auch A. gegeben zu haben. folgt meine eigenhändige Unterschrift zum Zei¬
      <lb n="27"/>chen dass ich selbst diese Abschrift machte.
      <lb n="28" type="paragraph-begin"/>Clarakatharina Pollaczek.</p></div></body></text></TEI>