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                                    ich«</title><title level="a">Arthur Schnitzler an Clara Katharina Pollaczek, 8. August 1931</title><title type="alternative" when-iso="1931-08-08"/><author ref="#12435">Pollaczek, Clara Katharina</author><editor><name>Müller, Martin Anton</name><name>Untner, Laura</name></editor><funder><name>FWF - Der Wissenschaftsfonds</name><address><street>Sensengasse 1</street><postCode>1090 Wien</postCode><placeName><country>A</country><settlement>Wien</settlement></placeName></address></funder></titleStmt><editionStmt><edition>CKP</edition><respStmt><resp>Transkription</resp><name>Müller, Martin Anton</name><name>Untner, Laura</name><name>Mangel, Michael</name></respStmt></editionStmt><publicationStmt><publisher>Austrian Centre for Digital Humanities and Cultural
                                    Heritage</publisher><pubPlace>Vienna</pubPlace><date when="2023">2023</date><availability><licence target="https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/deed.de"><p>Sie dürfen: Teilen — das Material in jedwedem Format oder
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                                    Schnitzler</p></seriesStmt><sourceDesc><listWit><witness n="1"><msDesc><msIdentifier><country>A</country><settlement>Wien</settlement><repository>Wienbibliothek</repository><idno>H.I.N. 155550</idno></msIdentifier></msDesc></witness></listWit></sourceDesc></fileDesc><profileDesc><langUsage><language ident="de-AT">German</language></langUsage></profileDesc><revisionDesc status="proposed"><change who="LU" when="2022-12-25">Angelegt</change></revisionDesc></teiHeader><facsimile><graphic url="ckp948"/></facsimile><text><body><div type="writingSession" n="1"><p>
      <lb n="01" type="paragraph-begin"/>Gmunden, 8.8.1931.
      <lb n="02" type="paragraph-begin"/>(nach Gastein)
      <lb n="03" type="paragraph-begin"/>Liebe, Dein Brief ist gestern gekommen, ungefähr zugleich mit mir. Ich
      <lb n="04"/>danke Dir sehr und finde Deine Stimmung, wenn
      <lb n="05"/>du es auch nicht geradezu aussprichst, etwas besser und fast glaube
      <lb n="06"/>ich, dass auch Dein Befinden aufwärts geht; allerdings schreibst Du
      <lb n="07"/>mir über Deinen körperlichen Zustand allzu wenig. Dr. W. musst Du hin¬
      <lb n="08"/>nehmen wie er ist: gutmütig und guten Willens ist er gewiss- jedenfalls
      <lb n="09"/>bitte ich Dich ihn wieder einmal von mir zu grüssen. Sonderbarerweise
      <lb n="10"/>hab ich die Zimmer bei ihm (ich habe in Gastein niemals wo anders ge¬
      <lb n="11"/>wohnt) als sehr behaglich im Gedächtnis.
      <lb n="12" type="paragraph-begin"/>Was mich anbelangt, so glaub ich in Gmunden in jedem Sinn gut getrof¬
      <lb n="13"/>fen zu haben. Die Landschaft noch schöner als ich sie im Gedächtnis
      <lb n="14"/>gehabt hab (es geht mir jetzt immer so). Der Ort so rührend österrei¬
      <lb n="15"/>chisch; ziemlich leer. Es riecht so nach fin de saison. Das Hotel
      <lb n="16"/>Austria eines der ersten, das ich überhaupt bewohnt hatte. (Es ist
      <lb n="17"/>über 60 Jahre alt). Gewiss Platz für 200 Leute, jetzt auf der Höhe
      <lb n="18"/>der Reise-und Kurzeit – keine 40 Gäste. In dem schönen Restaurations¬
      <lb n="19"/>garten ein halbes Dutzend Tische besetzt, mein Zimmer mit kleinem Bal¬
      <lb n="20"/>kon, Blick auf den See, geräumig, altmodisch, mit einem Divan, auf dem
      <lb n="21"/>man nicht liegen kann, eine Kommode, an der die Schlösser nicht prak¬
      <lb n="22"/>tikabel sind; fliessendes Wasser – das kalte wird erst nach einer
      <lb n="23"/>Viertelstunde kalt, das warme erst nach einer Viertelstunde warm, aber
      <lb n="24"/>nur nach 7 Uhr Abend und Früh von 8-9. Einen ordentlichen Tisch, auf
      <lb n="25"/>dem man schreiben kann, habe ich mir auch erst allmählich beschafft.
      <lb n="26"/>Die Bedienung sehr beflissen und gut. Das Zimmer (zweibettig als ein¬
      <lb n="27"/>bettig gerechnet) 10 S. Bekannte bisher nur Müller (der Klimbacher
      <lb n="28"/>Bruder), wohnt mit Gattin in einem Zimmer um 4 S. per Tag. (4 weitere
      <lb n="29"/>Burgkollegen, – sie spielen hier Theater, heute z. E. Olympia – und ver¬
      <lb n="30"/>dienen sich ihren Sommeraufenthalt.–Heute Vormittag war ich im Strand¬
      <lb n="31"/>bad, das vorzüglich angelegt ist – im Wasser – 20 Grad, war ich nur
      <lb n="32"/>10 Minuten<supplied>.) </supplied>– O. war schon da, als ich ankam; wir begegneten uns auf der</p></div></body></text></TEI>