<?xml version='1.0' encoding='UTF-8'?>
<TEI xmlns:xsi="http://www.w3.org/2001/XMLSchema-instance" xmlns="http://www.tei-c.org/ns/1.0" xml:id="ckp939.xml" xml:base="https://id.acdh.oeaw.ac.at.at/ckp" prev="https://id.acdh.oeaw.ac.at.at/ckp/ckp938.xml" next="https://id.acdh.oeaw.ac.at.at/ckp/ckp940.xml"><teiHeader><fileDesc><titleStmt><title level="s">Clara Katharina Pollaczek: »Arthur Schnitzler und
                                    ich«</title><title level="a">Tagebuch von Clara Katharina Pollaczek, 28. Juli 1931</title><title type="alternative" when-iso="1931-07-28"/><author ref="#12435">Pollaczek, Clara Katharina</author><editor><name>Müller, Martin Anton</name><name>Untner, Laura</name></editor><funder><name>FWF - Der Wissenschaftsfonds</name><address><street>Sensengasse 1</street><postCode>1090 Wien</postCode><placeName><country>A</country><settlement>Wien</settlement></placeName></address></funder></titleStmt><editionStmt><edition>CKP</edition><respStmt><resp>Transkription</resp><name>Müller, Martin Anton</name><name>Untner, Laura</name><name>Mangel, Michael</name></respStmt></editionStmt><publicationStmt><publisher>Austrian Centre for Digital Humanities and Cultural
                                    Heritage</publisher><pubPlace>Vienna</pubPlace><date when="2023">2023</date><availability><licence target="https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/deed.de"><p>Sie dürfen: Teilen — das Material in jedwedem Format oder
                                            Medium vervielfältigen und weiterverbreiten Bearbeiten —
                                            das Material remixen, verändern und darauf aufbauen und
                                            zwar für beliebige Zwecke, sogar kommerziell.</p><p>Der Lizenzgeber kann diese Freiheiten nicht widerrufen
                                            solange Sie sich an die Lizenzbedingungen halten. Unter
                                            folgenden Bedingungen:</p><p>Namensnennung — Sie müssen angemessene Urheber- und
                                            Rechteangaben machen, einen Link zur Lizenz beifügen und
                                            angeben, ob Änderungen vorgenommen wurden. Diese Angaben
                                            dürfen in jeder angemessenen Art und Weise gemacht
                                            werden, allerdings nicht so, dass der Eindruck entsteht,
                                            der Lizenzgeber unterstütze gerade Sie oder Ihre Nutzung
                                            besonders. Keine weiteren Einschränkungen — Sie dürfen
                                            keine zusätzlichen Klauseln oder technische Verfahren
                                            einsetzen, die anderen rechtlich irgendetwas untersagen,
                                            was die Lizenz erlaubt.</p><p>Hinweise:</p><p>Sie müssen sich nicht an diese Lizenz halten hinsichtlich
                                            solcher Teile des Materials, die gemeinfrei sind, oder
                                            soweit Ihre Nutzungshandlungen durch Ausnahmen und
                                            Schranken des Urheberrechts gedeckt sind. Es werden
                                            keine Garantien gegeben und auch keine Gewähr geleistet.
                                            Die Lizenz verschafft Ihnen möglicherweise nicht alle
                                            Erlaubnisse, die Sie für die jeweilige Nutzung brauchen.
                                            Es können beispielsweise andere Rechte wie
                                            Persönlichkeits- und Datenschutzrechte zu beachten sein,
                                            die Ihre Nutzung des Materials entsprechend
                                            beschränken.</p></licence></availability><idno type="handle"/></publicationStmt><seriesStmt><p>Machine-Readable Transcriptions of the Correspondences of Arthur
                                    Schnitzler</p></seriesStmt><sourceDesc><listWit><witness n="1"><msDesc><msIdentifier><country>A</country><settlement>Wien</settlement><repository>Wienbibliothek</repository><idno>H.I.N. 155550</idno></msIdentifier></msDesc></witness></listWit></sourceDesc></fileDesc><profileDesc><langUsage><language ident="de-AT">German</language></langUsage></profileDesc><revisionDesc status="proposed"><change who="LU" when="2022-12-25">Angelegt</change></revisionDesc></teiHeader><facsimile><graphic url="ckp939"/></facsimile><text><body><div type="writingSession" n="1"><p>
      <lb n="01"/>endlich wissen, dass mein <hi rend="underline" n="">Wesen</hi> so ist – ich kann nicht mehr Wärme geben als
      <lb n="02"/>ich habe.
      <lb n="03" type="paragraph-begin"/><hi rend="underline" n="">Ich</hi>: Ja – aber du teilst noch das wenige mein Kind.
      <lb n="04" type="paragraph-begin"/><hi rend="underline" n="">Er</hi>: Ach die dummen Eifersüchteleien. Einst war es die Vilma L. dann war es die O. und jetzt
      <lb n="05"/>ist es die Cl.
      <lb n="06" type="paragraph-begin"/><hi rend="underline" n="">Ich</hi>: Ich habe die Cl. nicht genannt – aber es <hi rend="underline" n="">Ist</hi> die <hi rend="underline" n="">Cl</hi>.
      <lb n="07" type="paragraph-begin"/><hi rend="underline" n="">Er</hi>: Mein Gott, ich leugne nicht dass ich mit ihr recht befreundet bin, aber
      <lb n="08"/>das ist auch Alles.
      <lb n="09" type="paragraph-begin"/><hi rend="underline" n="">Ich </hi>(sehr Freundlich) Immerhin eine etwas merkwürdige Freundschaft, da sie
      <lb n="10"/>dir nahezu täglich schreibt.
      <lb n="11" type="paragraph-begin"/><hi rend="underline" n="">Er</hi>: (feierlich) Ich schwöre dir bei allem was mir heilig ist, ich habe 1 Br.
      <lb n="12"/>und eine Karte von ihr hierher bekommen
      <lb n="13" type="paragraph-begin"/><hi rend="underline" n="">Ich</hi>: (nehme seine Hand) Schau Kind, es ist unserer unwürdig falsch zu
      <lb n="14"/>schwören- ich <hi rend="underline" n="">weiss</hi> dass es in 7 Tg 6 Briefe waren-
      <lb n="15" type="paragraph-begin"/><hi rend="underline" n="">Er</hi>: Du hast gesehen dass ich Briefe aus der Tschechslowakei bekam, aber es
      <lb n="16"/>waren Bankbriefe.
      <lb n="17" type="paragraph-begin"/><hi rend="underline" n="">Ich </hi>: Nein es war der Stempel Z. darauf
      <lb n="18" type="paragraph-begin"/><hi rend="underline" n="">Er</hi>: (ausser sich) Diese Spioniererei- (drohend) Wage es nich gegen diese
      <lb n="19"/>Frau etwas zu unternehmen.
      <lb n="20" type="paragraph-begin"/><hi rend="underline" n="">Ich</hi>: Nein ich werde sie nicht erschiessen ich werde ihrem Mann keinen
      <lb n="21"/>anonymen Brief schreiben- ich gehe und wie ich mich mit ihr auseinandersetze
      <lb n="22"/>ist meine Sache. Du bist frei und ich bin es auch.
      <lb n="23" type="paragraph-begin"/>Ich habe gepackt Carry angerufen. Dazwischen Gespräche mit A. Er ist be¬
      <lb n="24"/>sorgt um meine Pekuniäre Notlage. Ich lehne Alles ab. Zum Schluss ver¬
      <lb n="25"/>sichert er mich dass sein Interesse an mir nie abgenommen hat- Ich sage
      <lb n="26"/>ihm lebwol – er »auf Wiedersehen«
      <lb n="27" type="paragraph-begin"/><hi rend="underline" n="">Er</hi>: Glaub mir du hast keinen Grund mir böse zu sein.
      <lb n="28" type="paragraph-begin"/><hi rend="underline" n="">Ich</hi>: Ich bin nicht böse ich hasse Dich nicht, Ich gebe Dir nur den Weg
      <lb n="29"/>frei.
      <lb n="30" type="paragraph-begin"/><hi rend="underline" n="">Er</hi>: Heute vor 3 Jahren ist July von mir gegangen.
      <lb n="31" type="paragraph-begin"/><hi rend="underline" n="">Ich </hi>: Ich habe schon heute früh daran gedacht-
      <lb n="32" type="paragraph-begin"/>Er bittet mich ihn Mittwoch Früh anzurufen, ich werde es nicht tun.</p></div></body></text></TEI>