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                                    ich«</title><title level="a">Tagebuch von Clara Katharina Pollaczek, 27.–30. Juni 1931</title><title type="alternative" when-iso="1931-06-27"/><title type="alternative" when-iso="1931-06-28"/><title type="alternative" when-iso="1931-06-29"/><title type="alternative" when-iso="1931-06-30"/><author ref="#12435">Pollaczek, Clara Katharina</author><editor><name>Müller, Martin Anton</name><name>Untner, Laura</name></editor><funder><name>FWF - Der Wissenschaftsfonds</name><address><street>Sensengasse 1</street><postCode>1090 Wien</postCode><placeName><country>A</country><settlement>Wien</settlement></placeName></address></funder></titleStmt><editionStmt><edition>CKP</edition><respStmt><resp>Transkription</resp><name>Müller, Martin Anton</name><name>Untner, Laura</name><name>Mangel, Michael</name></respStmt></editionStmt><publicationStmt><publisher>Austrian Centre for Digital Humanities and Cultural
                                    Heritage</publisher><pubPlace>Vienna</pubPlace><date when="2023">2023</date><availability><licence target="https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/deed.de"><p>Sie dürfen: Teilen — das Material in jedwedem Format oder
                                            Medium vervielfältigen und weiterverbreiten Bearbeiten —
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                                            solange Sie sich an die Lizenzbedingungen halten. Unter
                                            folgenden Bedingungen:</p><p>Namensnennung — Sie müssen angemessene Urheber- und
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                                            angeben, ob Änderungen vorgenommen wurden. Diese Angaben
                                            dürfen in jeder angemessenen Art und Weise gemacht
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                                            besonders. Keine weiteren Einschränkungen — Sie dürfen
                                            keine zusätzlichen Klauseln oder technische Verfahren
                                            einsetzen, die anderen rechtlich irgendetwas untersagen,
                                            was die Lizenz erlaubt.</p><p>Hinweise:</p><p>Sie müssen sich nicht an diese Lizenz halten hinsichtlich
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                                            soweit Ihre Nutzungshandlungen durch Ausnahmen und
                                            Schranken des Urheberrechts gedeckt sind. Es werden
                                            keine Garantien gegeben und auch keine Gewähr geleistet.
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                                            Persönlichkeits- und Datenschutzrechte zu beachten sein,
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                                            beschränken.</p></licence></availability><idno type="handle"/></publicationStmt><seriesStmt><p>Machine-Readable Transcriptions of the Correspondences of Arthur
                                    Schnitzler</p></seriesStmt><sourceDesc><listWit><witness n="1"><msDesc><msIdentifier><country>A</country><settlement>Wien</settlement><repository>Wienbibliothek</repository><idno>H.I.N. 155550</idno></msIdentifier></msDesc></witness></listWit></sourceDesc></fileDesc><profileDesc><langUsage><language ident="de-AT">German</language></langUsage></profileDesc><revisionDesc status="proposed"><change who="LU" when="2022-12-25">Angelegt</change></revisionDesc></teiHeader><facsimile><graphic url="ckp932"/></facsimile><text><body><div type="writingSession" n="1"><p>
      <lb n="01"/>Ich bringe kein Wort mehr über die Lippen. Zuhause Harry: »Wie siehst
      <lb n="02"/>du aus? Kann ich dir helfen?« 4 Allonal. Jetzt seit 6 Uhr wach.
      <lb n="03" type="paragraph-begin"/>Mit A. kurzes Telefongespräch, will morgen über den Sommer weiter
      <lb n="04"/>reden. Ich reagiere nicht. Abend die Kinder bei mir, letztes gemeinsa¬
      <lb n="05"/>mes Abendessen. Nachmittag war Melingo da beim Einpacken helfen. In
      <lb n="06"/>2 Stunden war es erledigt. Dann fuhren er und Harry gleich zur Bahn
      <lb n="07"/>das Gepäck absenden.
      <lb n="08" type="paragraph-begin"/>28.6. Vormittag mit A. Autofahrt. Er möchte eventuell nach Hofgastein.
      <lb n="09"/>Ich sage, dass ich natürlich auch nach Hofgastein gehe, wenn es ihm lie¬
      <lb n="10"/>ber ist und er mit mir zusammen sein will. Er antwortet: »Nein, es ist
      <lb n="11"/>mir lieber, wenn du nach Bad Gastein gehst«, ein Zusammensein am selben
      <lb n="12"/>Ort scheine ihm nicht wünschenswert. <hi rend="underline" n="">Das</hi> muss man sich sagen lassen!
      <lb n="13"/>Dann will er ein paar Tage ganz allein wo anders hin, ohne jede Ver¬
      <lb n="14"/>pflichtung. Dann Heini, O. und Arnoldo treffen und schliesslich auch
      <lb n="15"/>mich. <hi rend="underline" n="">Nein</hi>, auf eine solche Einstellung werde ich meine Zukunft nicht
      <lb n="16"/>aufbauen, nein, nein, nein!
      <lb n="17" type="paragraph-begin"/>Abend »Komparserie« in einer Loge mit A. und dem alten Schwarzkopf,
      <lb n="18"/>den man von allen Seiten stützen muss, damit er nicht umfällt. Nachher
      <lb n="19"/>ödes Nachtmahl bei Schöner mit Heini. Ich habe ein Gefühl, als ob ich
      <lb n="20"/>selbst in den letzten Zügen läge – und morgen fährt Harry fort. Heute
      <lb n="21"/>ist er den ganzen Tag an der Donau gewesen mit Thea Graf, er lag ganz
      <lb n="22"/>braun gebraunt im Bett, als ich heimkam. Wie fühle ich in diesen Tagen,
      <lb n="23"/>dass er <hi rend="underline" n="">mein Kind</hi> ist. Mein Weg ist nicht mehr lang.
      <lb n="24" type="paragraph-begin"/>29.6. Abend. Harry fort. Ich kann nicht mehr.
      <lb n="25" type="paragraph-begin"/>30.6. Ich sehe aus wie eine Wasserleiche. A. Vormittag bei mir im
      <lb n="26"/>Garten. Neuer Vorschlag; zusammen am 15. auf den Semmering, dann er
      <lb n="27"/>allein, eventuelle kurze Zusammenkunft mit O., dann wieder ich, aber
      <lb n="28"/>er kann keinerlei Versprechungen machen, was seine Stimmung oder sein
      <lb n="29"/>Wesen anbelangt.–Ich sagte sehr wenig, weil ich viel zu müde bin und es</p></div></body></text></TEI>