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                                    ich«</title><title level="a">Tagebuch von Clara Katharina Pollaczek, 14.–16. Juni 1931</title><title type="alternative" when-iso="1931-06-14"/><title type="alternative" when-iso="1931-06-16"/><author ref="#12435">Pollaczek, Clara Katharina</author><editor><name>Müller, Martin Anton</name><name>Untner, Laura</name></editor><funder><name>FWF - Der Wissenschaftsfonds</name><address><street>Sensengasse 1</street><postCode>1090 Wien</postCode><placeName><country>A</country><settlement>Wien</settlement></placeName></address></funder></titleStmt><editionStmt><edition>CKP</edition><respStmt><resp>Transkription</resp><name>Müller, Martin Anton</name><name>Untner, Laura</name><name>Mangel, Michael</name></respStmt></editionStmt><publicationStmt><publisher>Austrian Centre for Digital Humanities and Cultural
                                    Heritage</publisher><pubPlace>Vienna</pubPlace><date when="2023">2023</date><availability><licence target="https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/deed.de"><p>Sie dürfen: Teilen — das Material in jedwedem Format oder
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                                    Schnitzler</p></seriesStmt><sourceDesc><listWit><witness n="1"><msDesc><msIdentifier><country>A</country><settlement>Wien</settlement><repository>Wienbibliothek</repository><idno>H.I.N. 155550</idno></msIdentifier></msDesc></witness></listWit></sourceDesc></fileDesc><profileDesc><langUsage><language ident="de-AT">German</language></langUsage></profileDesc><revisionDesc status="proposed"><change who="LU" when="2022-12-25">Angelegt</change></revisionDesc></teiHeader><facsimile><graphic url="ckp923"/></facsimile><text><body><div type="writingSession" n="1"><p>
      <lb n="01"/>sehr genau, dass ich mich da ganz seinen Wünschen füge und jedesfalls
      <lb n="02"/>müsste man fragen, was seiner Gesundheit nützlich sei. Das Wohin sei kei¬
      <lb n="03"/>nesfalls der springende Punkt für uns. Ich hatte Abend wieder Gallenbe¬
      <lb n="04"/>schwerden und eine sehr schlechte Nacht.
      <lb n="05" type="paragraph-begin"/>Heute Mittag bei Else im Spital, die mir unbeschreiblich leid tut. Lag
      <lb n="06"/>dann eine halbe Stunde bei Garry im Zimmer mit Herzbeschwerden und sprach
      <lb n="07"/>mit ihm über mein Elend wie mit einem Freund.
      <lb n="08" type="paragraph-begin"/>Abend mit A. bei »Amphytrion 38« mit der Bergner. Das Stück in der Ueber¬
      <lb n="09"/>setzung nicht so gut wie im Französischen, aber doch mehr reizvoll. Die
      <lb n="10"/>Bergner unbeschreiblich gut. Sie ist doch das grösste lebende Theater¬
      <lb n="11"/>genie. Nachher im Krantz soupiert. A. nahm beim Fortgehen vom Theater
      <lb n="12"/>bei Uebergängen ein paar Mal meinen Arm, wodurch eine etwas bessere Stimmung geschaf¬
      <lb n="13"/>fen war. Die O. kommt übrigens <hi rend="underline" n="">nicht</hi> und A. behauptet, er sei sehr zu¬
      <lb n="14"/>frieden damit. Aber ob es nicht nur ein Aufschub ist, um sie später irgend¬
      <lb n="15"/>wo zu treffen--?
      <lb n="16" type="paragraph-begin"/>Morgen ist A. bei Trebitsch zu Mittag mit der Bergner zusammen. Ich
      <lb n="17"/>finde es ist sehr ungezogen von diesen Leuten <hi rend="underline" n="">mich</hi> nicht einzuladen, da
      <lb n="18"/>sie mir Revanche schuldig sind und das Ekel Siegfried <hi rend="underline" n="">mir</hi>, als A. und
      <lb n="19"/>ich ihn gemeinsam in der Stadt trafen, direkt sagte, »ich hoffe <hi rend="underline" n="">Sie Beide</hi>
      <lb n="20"/>noch vor dem Sommer bei mir zu sehen.« A. meint, die Bergner habe sicher
      <lb n="21"/><hi rend="underline" n="">gewünscht möglichst</hi> allein zu sein. Von mir aus, -ich hab andere Sorgen!
      <lb n="22"/>16.6. A. in der Früh <hi rend="underline" n="">besonders</hi> kurz und unfreundlich beim Telefon. Ich
      <lb n="23"/>dann in der Stadt beim Friseur, weil wir Abend bei Alma und Werfel in ihrer
      <lb n="24"/>neuen Villa auf der Hohen Warte geladen sind.
      <lb n="25" type="paragraph-begin"/>Nachmittag. Nein, nein, so wird es <hi rend="underline" n="">nicht</hi> weiter gehen. Ich möchte nur durch¬
      <lb n="26"/>halten bis Harry fort ist. A. rief mich um ½5 an, erzählte, bei Trebitsch
      <lb n="27"/>seien 15 Personen gewesen ausser der Bergner, der französische Botschaf¬
      <lb n="28"/>ter, Schneiderhan, Bertha Z., Alma und Werfel etc. Als ich mir zu sagen er¬
      <lb n="29"/>laubte, dass es ein Affront und eine Frechheit von Trebitsch sei mich nicht
      <lb n="30"/>eingeladen zu haben, wurde er sofort wütend, erklärte, es bestehe gar keine</p></div></body></text></TEI>