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                                    ich«</title><title level="a">Tagebuch von Clara Katharina Pollaczek, 29.–30. Mai 1931</title><title type="alternative" when-iso="1931-05-29"/><title type="alternative" when-iso="1931-05-30"/><author ref="#12435">Pollaczek, Clara Katharina</author><editor><name>Müller, Martin Anton</name><name>Untner, Laura</name></editor><funder><name>FWF - Der Wissenschaftsfonds</name><address><street>Sensengasse 1</street><postCode>1090 Wien</postCode><placeName><country>A</country><settlement>Wien</settlement></placeName></address></funder></titleStmt><editionStmt><edition>CKP</edition><respStmt><resp>Transkription</resp><name>Müller, Martin Anton</name><name>Untner, Laura</name><name>Mangel, Michael</name></respStmt></editionStmt><publicationStmt><publisher>Austrian Centre for Digital Humanities and Cultural
                                    Heritage</publisher><pubPlace>Vienna</pubPlace><date when="2023">2023</date><availability><licence target="https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/deed.de"><p>Sie dürfen: Teilen — das Material in jedwedem Format oder
                                            Medium vervielfältigen und weiterverbreiten Bearbeiten —
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                                            solange Sie sich an die Lizenzbedingungen halten. Unter
                                            folgenden Bedingungen:</p><p>Namensnennung — Sie müssen angemessene Urheber- und
                                            Rechteangaben machen, einen Link zur Lizenz beifügen und
                                            angeben, ob Änderungen vorgenommen wurden. Diese Angaben
                                            dürfen in jeder angemessenen Art und Weise gemacht
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                                            der Lizenzgeber unterstütze gerade Sie oder Ihre Nutzung
                                            besonders. Keine weiteren Einschränkungen — Sie dürfen
                                            keine zusätzlichen Klauseln oder technische Verfahren
                                            einsetzen, die anderen rechtlich irgendetwas untersagen,
                                            was die Lizenz erlaubt.</p><p>Hinweise:</p><p>Sie müssen sich nicht an diese Lizenz halten hinsichtlich
                                            solcher Teile des Materials, die gemeinfrei sind, oder
                                            soweit Ihre Nutzungshandlungen durch Ausnahmen und
                                            Schranken des Urheberrechts gedeckt sind. Es werden
                                            keine Garantien gegeben und auch keine Gewähr geleistet.
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                                            Persönlichkeits- und Datenschutzrechte zu beachten sein,
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                                            beschränken.</p></licence></availability><idno type="handle"/></publicationStmt><seriesStmt><p>Machine-Readable Transcriptions of the Correspondences of Arthur
                                    Schnitzler</p></seriesStmt><sourceDesc><listWit><witness n="1"><msDesc><msIdentifier><country>A</country><settlement>Wien</settlement><repository>Wienbibliothek</repository><idno>H.I.N. 155550</idno></msIdentifier></msDesc></witness></listWit></sourceDesc></fileDesc><profileDesc><langUsage><language ident="de-AT">German</language></langUsage></profileDesc><revisionDesc status="proposed"><change who="LU" when="2022-12-25">Angelegt</change></revisionDesc></teiHeader><facsimile><graphic url="ckp915"/></facsimile><text><body><div type="writingSession" n="1"><p>
      <lb n="01"/>stumm neben jemand im Kino sitzen oder nachtmahlen zu dürfen, das sei doch
      <lb n="02"/>zu wenig, um es lächelnd zu ertragen. Ich liess mich leider hinreissen, ihm
      <lb n="03"/>die Szene wegen der Masseurin zu erzählen, d.h. er erpresste die Nennung des
      <lb n="04"/>Namens, indem er mir drohte, er werde <hi rend="underline" n="">A. fragen</hi>, warum und um wen ich ihm miss¬
      <lb n="05"/>traue.
      <lb n="06" type="paragraph-begin"/>Wenn er sich lieber anstatt sich so gegen mich zu benehmen um A. gesundheit¬
      <lb n="07"/>lich mehr bemühte. Er hat ihm eine Mischung von Digitalis und Diuretin ge¬
      <lb n="08"/>gegeben, ohne eine Diät zu verordnen. A. hat gestern Mittag Marillenknödel,
      <lb n="09"/>zur Jause Annanaserdbeeren und zum Nachtmahl Gansl, Gurke und Bier genommen.
      <lb n="10"/>Er leidet heute am Durchfall und sehr üblen Befinden. A. rief bei Dr. D.an,
      <lb n="11"/>während ich bei ihm war (bei Dr. D.). D. verordnete Sistierung des Medikaments,
      <lb n="12"/>bis der Darm sich beruhigt hat.
      <lb n="13" type="paragraph-begin"/>29.5. Ich flehte D.heute telefonisch an sich mehr um A. zu kümmern.–Am
      <lb n="14"/>Abend mit Beer-Hofmann und Direktor Geyer drüben zum Nachtmahl. A. sah elend
      <lb n="15"/>aus. Am Heimweg bat ich Beer-Hofmann beim Direktor Geyer zu erreichen.
      <lb n="16"/>dass Heini den Theodor in der »Liebelei« spielt, die zur Feier des 70. Ge¬
      <lb n="17"/>burtstags A.'s bei Reinhardt aufgeführt werden soll. Ich weiss es würde A.
      <lb n="18"/>freuen.-
      <lb n="19" type="paragraph-begin"/>Cary und Magdi aus der Schweiz zurück, waren heute Nachmittag bei mir; sehr
      <lb n="20"/>herzig.
      <lb n="21" type="paragraph-begin"/>30.5. Kurzes telefonisches Gespräch mit A., aus dem Uebelbefinden und Un¬
      <lb n="22"/>aufrichtigkeit spricht. Er bleibt Abend mit Heini allein zuhaus. Das sagt
      <lb n="23"/>er mir schon dreimal und immer ist Heini dann im Theater und nicht zuhau¬
      <lb n="24"/>se gewesen. Auch ein guter Sohn! Ich glaube die Ruth hatte Recht, dass sie
      <lb n="25"/>dieser Familie entflohen ist.
      <lb n="26" type="paragraph-begin"/>Mittag meine Kinder, Cary, Magdi, Harry. Beide, Cary und Magdi sehen sehr gut
      <lb n="27"/>aus, aber nicht so gut, als ich erhofft habe. Harry eigentlich an besten.
      <lb n="28" type="paragraph-begin"/>Ich war schon drei Tage nicht in der Stadt, liege in der Sonne, um abzubren¬
      <lb n="29"/>nen, und nur, wenn mein Herz zu stark reagiert, gehe ich ins Haus.</p></div></body></text></TEI>