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                                    ich«</title><title level="a">Tagebuch von Clara Katharina Pollaczek, 16.–20. April 1931</title><title type="alternative" when-iso="1931-04-16"/><title type="alternative" when-iso="1931-04-17"/><title type="alternative" when-iso="1931-04-18"/><title type="alternative" when-iso="1931-04-20"/><author ref="#12435">Pollaczek, Clara Katharina</author><editor><name>Müller, Martin Anton</name><name>Untner, Laura</name></editor><funder><name>FWF - Der Wissenschaftsfonds</name><address><street>Sensengasse 1</street><postCode>1090 Wien</postCode><placeName><country>A</country><settlement>Wien</settlement></placeName></address></funder></titleStmt><editionStmt><edition>CKP</edition><respStmt><resp>Transkription</resp><name>Müller, Martin Anton</name><name>Untner, Laura</name><name>Mangel, Michael</name></respStmt></editionStmt><publicationStmt><publisher>Austrian Centre for Digital Humanities and Cultural
                                    Heritage</publisher><pubPlace>Vienna</pubPlace><date when="2023">2023</date><availability><licence target="https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/deed.de"><p>Sie dürfen: Teilen — das Material in jedwedem Format oder
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                                            einsetzen, die anderen rechtlich irgendetwas untersagen,
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                                            soweit Ihre Nutzungshandlungen durch Ausnahmen und
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                                            Persönlichkeits- und Datenschutzrechte zu beachten sein,
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                                            beschränken.</p></licence></availability><idno type="handle"/></publicationStmt><seriesStmt><p>Machine-Readable Transcriptions of the Correspondences of Arthur
                                    Schnitzler</p></seriesStmt><sourceDesc><listWit><witness n="1"><msDesc><msIdentifier><country>A</country><settlement>Wien</settlement><repository>Wienbibliothek</repository><idno>H.I.N. 155550</idno></msIdentifier></msDesc></witness></listWit></sourceDesc></fileDesc><profileDesc><langUsage><language ident="de-AT">German</language></langUsage></profileDesc><revisionDesc status="proposed"><change who="LU" when="2022-12-25">Angelegt</change></revisionDesc></teiHeader><facsimile><graphic url="ckp899"/></facsimile><text><body><div type="writingSession" n="1"><p>
      <lb n="01"/>gut geht, aber ich bin doch so entsetzlich müd, dass ich am liebsten im
      <lb n="02"/>Bett liegen und schlafen möchte. Und dabei <hi rend="underline" n="">sehne</hi> ich mich nach Leben
      <lb n="03"/>und Bewegung, ich <hi rend="underline" n="">kann</hi> nur nicht mehr weiter.
      <lb n="04" type="paragraph-begin"/>17.4. Vorm. Friedhof, Sterbetag meines Mannes, ich gehe hin, weil nie¬
      <lb n="05"/>mand mehr sich um ihn den »Vielgeliebten« kümmert und er mir leid tut.
      <lb n="06"/>Dann bei Carry, der in strahlender Stimmung ist, gestern eine Stunde
      <lb n="07"/>ausser Bett, heute schon Vor- und Nachmittag.
      <lb n="08" type="paragraph-begin"/>Habe heute Früh endlich Clausers eingeladen für Mittwoch oder Freitag
      <lb n="09"/>Abend (wann der Mann eben frei ist), nachdem ich mich Auernheimers
      <lb n="10"/>versichert habe, da A. diese Zusammenstellung endlich billigte. Am
      <lb n="11"/>Nachmittag teilt mir A. mit, dass er Auernheimers für mich ausgeladen
      <lb n="12"/>und für übermorgen Sonntag zu sich gebeten hat und ich soll Clausers
      <lb n="13"/>auch zu ihm bitten. Dieses Vorgehen ist unwahrscheinlich, denn er weiss
      <lb n="14"/>sehr genau, dass der Mann der Cl. am Sonntag fast sicher auf der Jagd
      <lb n="15"/>ist und ausserdem hindert er mich seit vorigem Winter mich bei diesen
      <lb n="16"/>Leuten zu revanchieren. Ich sehe Sinn und Zweck nicht, aber ich sage
      <lb n="17"/>nichts mehr, ich bin <hi rend="underline" n="">zu</hi> müd. – Abend im Kino »Oberst Redl«, dann Re¬
      <lb n="18"/>staurant Weisser Hahn. Kein Wort über Einladung gesprochen, wozu?
      <lb n="19" type="paragraph-begin"/>18.4. Mit Frau Clauser telefoniert, ihr gesagt, was A. getan hat, dass
      <lb n="20"/>ich völlig unschuldig bin und nicht klar in der Sache sehe, aber dass
      <lb n="21"/>ich jede Aufregung vermeiden will wegen A.'s Nerven, vielleicht finde
      <lb n="22"/>er es bequemer so. Sie sagte, es sei ihr ein wenig unangenehm wegen
      <lb n="23"/>ihres Mannes, der wirklich am Sonntag auf der Jagd sei und denken könn¬
      <lb n="24"/>te, A. wollte ihn nicht sehen, aber sie komme und betrachte sich als von
      <lb n="25"/><hi rend="underline" n="">mir</hi> bei A. eingeladen. Ist sie falsch, – was ich noch nicht glauben will -
      <lb n="26"/>dann die Hundspeitsche! -Regen, Kälte. -Gottseidank Cary geht es <hi rend="underline" n="">gut</hi>.
      <lb n="27"/>Harry zu Tisch bei mir. Wir haben uns nicht viel zu sagen.
      <lb n="28" type="paragraph-begin"/>20.4. Gestriges Mittagessen bei A. (Frau Clauser ohne Gatten), Auernhei¬
      <lb n="29"/>mers, Beer-Hofmanns. Frau Clausser wurde bei Tisch schwindlig. Ich</p></div></body></text></TEI>