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                                    ich«</title><title level="a">Tagebuch von Clara Katharina Pollaczek, 18.–24. März 1931</title><title type="alternative" when-iso="1931-03-18"/><title type="alternative" when-iso="1931-03-19"/><title type="alternative" when-iso="1931-03-20"/><title type="alternative" when-iso="1931-03-21"/><title type="alternative" when-iso="1931-03-22"/><title type="alternative" when-iso="1931-03-23"/><title type="alternative" when-iso="1931-03-24"/><author ref="#12435">Pollaczek, Clara Katharina</author><editor><name>Müller, Martin Anton</name><name>Untner, Laura</name></editor><funder><name>FWF - Der Wissenschaftsfonds</name><address><street>Sensengasse 1</street><postCode>1090 Wien</postCode><placeName><country>A</country><settlement>Wien</settlement></placeName></address></funder></titleStmt><editionStmt><edition>CKP</edition><respStmt><resp>Transkription</resp><name>Müller, Martin Anton</name><name>Untner, Laura</name><name>Mangel, Michael</name></respStmt></editionStmt><publicationStmt><publisher>Austrian Centre for Digital Humanities and Cultural
                                    Heritage</publisher><pubPlace>Vienna</pubPlace><date when="2023">2023</date><availability><licence target="https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/deed.de"><p>Sie dürfen: Teilen — das Material in jedwedem Format oder
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                                            solange Sie sich an die Lizenzbedingungen halten. Unter
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                                            besonders. Keine weiteren Einschränkungen — Sie dürfen
                                            keine zusätzlichen Klauseln oder technische Verfahren
                                            einsetzen, die anderen rechtlich irgendetwas untersagen,
                                            was die Lizenz erlaubt.</p><p>Hinweise:</p><p>Sie müssen sich nicht an diese Lizenz halten hinsichtlich
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                                            Persönlichkeits- und Datenschutzrechte zu beachten sein,
                                            die Ihre Nutzung des Materials entsprechend
                                            beschränken.</p></licence></availability><idno type="handle"/></publicationStmt><seriesStmt><p>Machine-Readable Transcriptions of the Correspondences of Arthur
                                    Schnitzler</p></seriesStmt><sourceDesc><listWit><witness n="1"><msDesc><msIdentifier><country>A</country><settlement>Wien</settlement><repository>Wienbibliothek</repository><idno>H.I.N. 155550</idno></msIdentifier></msDesc></witness></listWit></sourceDesc></fileDesc><profileDesc><langUsage><language ident="de-AT">German</language></langUsage></profileDesc><revisionDesc status="proposed"><change who="LU" when="2022-12-25">Angelegt</change></revisionDesc></teiHeader><facsimile><graphic url="ckp894"/></facsimile><text><body><div type="writingSession" n="1"><p>
      <lb n="01"/>Abends A. zuliebe im Kino »Stürme über dem Mont Blanc«, so traurig
      <lb n="02"/>und trostlos wie das Leben. Dann allein nach Hause.
      <lb n="03" type="paragraph-begin"/>19.3. Cary Bluttransfusion, nachher Schüttelfpost, 40 Grad, gegen Abend
      <lb n="04"/>Besserung, 36.9. Wenn ich nur hoffen könnte.
      <lb n="05" type="paragraph-begin"/>Bei A., der <hi rend="underline" n="">sehr</hi> lieb zu mir war. Musste so <hi rend="underline" n="">viel</hi> geschehen, um sein
      <lb n="06"/>Herz aufzurütteln.
      <lb n="07" type="paragraph-begin"/>20.3. Morgens Schüttelfrost, 40 Grad, sehr schlecht. Ich bin in Verzweif¬
      <lb n="08"/>lung. Abend 39.9. A. kurz bei mir. Ich wollte allein sein.
      <lb n="09" type="paragraph-begin"/>21.3. Besserer Morgenbericht, gut geschlafen, 38 Grad.–Mittag wieder
      <lb n="10"/>39.5 -, Brechreiz. Abend allein. Erster Frühlingstag!! Laue Luft, Sonne,
      <lb n="11"/>und dabei so schmerzlich.
      <lb n="12" type="paragraph-begin"/>22.3. Morgentemperatur 37.9 und grosse Mattigkeit. Gegen Mittag mit
      <lb n="13"/>A. kurzer Spaziergang, dann zu Carry, der frischer ist, Temperatur 38.3.
      <lb n="14"/>A. wieder zur Clauser, wo er zu Tisch gebeten ist, zum zweiten Mal in
      <lb n="15"/>dieser Woche! Aber alles was er tut liegt meinen Sorgen und meinem
      <lb n="16"/>Kummer zu fern. Er kann mir nichts nehmen, aber auch nicht mehr geben,
      <lb n="17"/>trotz aller Aufmerksamkeit und Liebenswürdigkeit- <hi rend="underline" n="">nichts.</hi> Es kommt
      <lb n="18"/>nichts aus dem Herzen, nur aus dem Gefühl von Schuld und Verpflichtung.
      <lb n="19"/>Ich täusche mich nur manchmal und dann fühle ich doch wieder die Wirk¬
      <lb n="20"/>lichkeit. Mein lieber Gott, mach Carry gesund!
      <lb n="21" type="paragraph-begin"/>23.3. Carry Morgentemperatur 37.9. Schwips mit Tokayer 1874 von einem
      <lb n="22"/>anonymen Spender, ich glaube von meinem alten Freund Globoznik, aber
      <lb n="23"/>Carry lacht mich aus und sagt: »Von einem einfachen Mann aus dem Ambu¬
      <lb n="24"/>latorium.«
      <lb n="25" type="paragraph-begin"/>Mittag 39 -39.2, leichte Uebelkeit. Im Ganzen Besserung. Am Abend mit
      <lb n="26"/>A. Kino »Afrika spricht«, dann allein nach Haus.
      <lb n="27" type="paragraph-begin"/>24.3. Früh 38.2-Mittag 39.5, aber Appetit und Allgemeinbefinden sehr
      <lb n="28"/>gut. Abend A. bei mir, sehr ermüdet von Filmgesprächen, Radio zuge¬
      <lb n="29"/>hört. Am 21. Mai sollen Heini und Ruth für 6 Wochen herkommen. Was steht
      <lb n="30"/>mir da wieder bevor. Auf Heini würde ich mich sehr freuen,obwohl</p></div></body></text></TEI>