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                                    ich«</title><title level="a">Tagebuch von Clara Katharina Pollaczek, 13.–18. Februar 1931</title><title type="alternative" when-iso="1931-02-13"/><title type="alternative" when-iso="1931-02-15"/><title type="alternative" when-iso="1931-02-16"/><title type="alternative" when-iso="1931-02-17"/><title type="alternative" when-iso="1931-02-18"/><author ref="#12435">Pollaczek, Clara Katharina</author><editor><name>Müller, Martin Anton</name><name>Untner, Laura</name></editor><funder><name>FWF - Der Wissenschaftsfonds</name><address><street>Sensengasse 1</street><postCode>1090 Wien</postCode><placeName><country>A</country><settlement>Wien</settlement></placeName></address></funder></titleStmt><editionStmt><edition>CKP</edition><respStmt><resp>Transkription</resp><name>Müller, Martin Anton</name><name>Untner, Laura</name><name>Mangel, Michael</name></respStmt></editionStmt><publicationStmt><publisher>Austrian Centre for Digital Humanities and Cultural
                                    Heritage</publisher><pubPlace>Vienna</pubPlace><date when="2023">2023</date><availability><licence target="https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/deed.de"><p>Sie dürfen: Teilen — das Material in jedwedem Format oder
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                                            solange Sie sich an die Lizenzbedingungen halten. Unter
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                                            besonders. Keine weiteren Einschränkungen — Sie dürfen
                                            keine zusätzlichen Klauseln oder technische Verfahren
                                            einsetzen, die anderen rechtlich irgendetwas untersagen,
                                            was die Lizenz erlaubt.</p><p>Hinweise:</p><p>Sie müssen sich nicht an diese Lizenz halten hinsichtlich
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                                            Schranken des Urheberrechts gedeckt sind. Es werden
                                            keine Garantien gegeben und auch keine Gewähr geleistet.
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                                            beschränken.</p></licence></availability><idno type="handle"/></publicationStmt><seriesStmt><p>Machine-Readable Transcriptions of the Correspondences of Arthur
                                    Schnitzler</p></seriesStmt><sourceDesc><listWit><witness n="1"><msDesc><msIdentifier><country>A</country><settlement>Wien</settlement><repository>Wienbibliothek</repository><idno>H.I.N. 155550</idno></msIdentifier></msDesc></witness></listWit></sourceDesc></fileDesc><profileDesc><langUsage><language ident="de-AT">German</language></langUsage></profileDesc><revisionDesc status="proposed"><change who="LU" when="2022-12-25">Angelegt</change></revisionDesc></teiHeader><facsimile><graphic url="ckp888"/></facsimile><text><body><div type="writingSession" n="1"><p>
      <lb n="01"/>kennen! Gestern Mittag nach der Probe ass er bei mir. Als ich ihm beim
      <lb n="02"/>Fortgehen die Hand gab, zog er mich zärtlich an sich, küsste mich und
      <lb n="03"/>dankte mir für all meine Ratschläge. Am Abend rief er mich noch an.
      <lb n="04" type="paragraph-begin"/>15.2.1931. Gestriger Erfolg viel grösser als ich zu hoffen gewagt. Wenn
      <lb n="05"/>er mir gefolgt und die paar allzu peinlichen Stellen geändert hätte,
      <lb n="06"/>besonders den Schluss, dann wäre es bestimmt einer der grössten Erfolge
      <lb n="07"/>gewesen, die man sich denken kann.
      <lb n="08" type="paragraph-begin"/>Mit Dr. D. und Anny in der Loge. Nachher alle bei A. genachtmahlt.
      <lb n="09"/>A. <hi rend="underline" n="">sehr</hi> müde. Keine Premierenstimmung. Und doch war der Erfolg unum¬
      <lb n="10"/>stritten da.
      <lb n="11" type="paragraph-begin"/>Viele Anrufe. Die ersten Kritiken sehr gut. Hofrätin Z. rief mich mit
      <lb n="12"/>grosser Herzlichkeit an. Sie sagte: »Wer denn verdient heute angeru¬
      <lb n="13"/>fen zu werden, wenn nicht <hi rend="underline" n="">Sie</hi>.« Man ist wirklich schon erstaunt,wenn
      <lb n="14"/>ein Mensch Herz hat. Prof. Julius S. war gesern einen Moment in der Lo¬
      <lb n="15"/>ge, kühl und fremd zu mir wie immer. Vormittag mit A. kurze Zeit spa¬
      <lb n="16"/>zieren. Abend im Kino. Dann bei ihm. Er zeigte mir die ersten Entwür¬
      <lb n="17"/>fe zum Gang zum Weiher. Seine Art zu arbeiten ist merkwürdig.
      <lb n="18" type="paragraph-begin"/>Ich führte das ganze Stück auf ein Erlebnis in Schweden zurück, wo
      <lb n="19"/>er einem jungen ahnungslosen Mädchen beim Baden in Meer zusah. Er meint,
      <lb n="20"/>ich habe vielleicht Recht, obwohl ihm der Zusammenhang dieses Erlebnis¬
      <lb n="21"/>ses, das er auch in der Traumnovelle erwähnt nicht bewusst war.
      <lb n="22" type="paragraph-begin"/>Ich fühle mich physisch nicht sehr wohl.
      <lb n="23" type="paragraph-begin"/>16.2.1931. Carry Magdi zu Tisch.Garry mit einer Furunkel den ganzen
      <lb n="24"/>Nachmittag bei mir gelegen. Thermophor auf der Wange. Wenn Aerzte krank
      <lb n="25"/>sind behandeln sie sich besonders dumm. Ich müde bis zur Bewusstlosig¬
      <lb n="26"/>keit.
      <lb n="27" type="paragraph-begin"/>17.2.1931. Vormittag nur bei Marfeld wegen Film. Abend mit A.
      <lb n="28" type="paragraph-begin"/>18.2.1931. Mit A. bei Gie und Giin, Gastspiel Palasty, die gut tanzt,
      <lb n="29"/>sonst ungarisch und mies ist. Nachher Weissen Hahn genachtmahlt.</p></div></body></text></TEI>