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                                    ich«</title><title level="a">Tagebuch von Clara Katharina Pollaczek, 21.–23. Januar 1931</title><title type="alternative" when-iso="1931-01-21"/><title type="alternative" when-iso="1931-01-22"/><title type="alternative" when-iso="1931-01-23"/><author ref="#12435">Pollaczek, Clara Katharina</author><editor><name>Müller, Martin Anton</name><name>Untner, Laura</name></editor><funder><name>FWF - Der Wissenschaftsfonds</name><address><street>Sensengasse 1</street><postCode>1090 Wien</postCode><placeName><country>A</country><settlement>Wien</settlement></placeName></address></funder></titleStmt><editionStmt><edition>CKP</edition><respStmt><resp>Transkription</resp><name>Müller, Martin Anton</name><name>Untner, Laura</name><name>Mangel, Michael</name></respStmt></editionStmt><publicationStmt><publisher>Austrian Centre for Digital Humanities and Cultural
                                    Heritage</publisher><pubPlace>Vienna</pubPlace><date when="2023">2023</date><availability><licence target="https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/deed.de"><p>Sie dürfen: Teilen — das Material in jedwedem Format oder
                                            Medium vervielfältigen und weiterverbreiten Bearbeiten —
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                                            solange Sie sich an die Lizenzbedingungen halten. Unter
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                                            der Lizenzgeber unterstütze gerade Sie oder Ihre Nutzung
                                            besonders. Keine weiteren Einschränkungen — Sie dürfen
                                            keine zusätzlichen Klauseln oder technische Verfahren
                                            einsetzen, die anderen rechtlich irgendetwas untersagen,
                                            was die Lizenz erlaubt.</p><p>Hinweise:</p><p>Sie müssen sich nicht an diese Lizenz halten hinsichtlich
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                                            Persönlichkeits- und Datenschutzrechte zu beachten sein,
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                                            beschränken.</p></licence></availability><idno type="handle"/></publicationStmt><seriesStmt><p>Machine-Readable Transcriptions of the Correspondences of Arthur
                                    Schnitzler</p></seriesStmt><sourceDesc><listWit><witness n="1"><msDesc><msIdentifier><country>A</country><settlement>Wien</settlement><repository>Wienbibliothek</repository><idno>H.I.N. 155550</idno></msIdentifier></msDesc></witness></listWit></sourceDesc></fileDesc><profileDesc><langUsage><language ident="de-AT">German</language></langUsage></profileDesc><revisionDesc status="proposed"><change who="LU" when="2022-12-25">Angelegt</change></revisionDesc></teiHeader><facsimile><graphic url="ckp879"/></facsimile><text><body><div type="writingSession" n="1"><p>
      <lb n="01"/> mit A. ins Theater ( Neues Schauspielhaus)
      <lb n="02" type="paragraph-begin"/>A. V. Mittag wieder Probe.
      <lb n="03" type="paragraph-begin"/>Gestern in der Stadt einen alten Flirt – Teschenberg – getroffen. Wie
      <lb n="04"/>lang ist das her wie alt wie müd bin ich seither geworden. Staune dass
      <lb n="05"/>es andere nicht merken.
      <lb n="06" type="paragraph-begin"/><hi rend="underline" n="">22ten I.</hi> Gestern »Neues Schauspielhaus« – Bobby weint und Bobby lacht-
      <lb n="07"/>mit Harald Paulsen. Schwacher und schwachsinniger Abklatsch der Drei¬
      <lb n="08"/>groschen- Oper. A. gespensterhaft schlecht aussehend. Kühl fast unfreund¬
      <lb n="09"/>lich zu mir, obwo<supplied>h</supplied>l ich von der grössten Herzlichkeit bin. Ob wirklich
      <lb n="10"/>nur sein Befinden schuld ist? oft ist mir als m<supplied>ü</supplied>sste ich um Hilfe sch<supplied>r</supplied>ein-
      <lb n="11"/>Sieht und hört denn niemand!
      <lb n="12" type="paragraph-begin"/>23ten N. M. Thee mit Musik bei Königswarters dann mit A. bei »Die Rot<supplied>h</supplied>¬
      <lb n="13"/>schilds« v. Sassmann. Ein paar kluge Aussprüche einige geschickte
      <lb n="14"/>Scenen aber keine Handlung und eigentlich langweilig. Beim Fortgehen
      <lb n="15"/>strauchelte A. auf der Treppe. Ich streckte meine Hand aus wie ich es
      <lb n="16"/>unwillkürlich für jeden getan hätte, er brü<supplied>l</supplied>lt mich grob an; Weg! -
      <lb n="17"/>Nachher schämte e<supplied>r</supplied> sich und bat mich ihm zu verzeihen.
      <lb n="18" type="paragraph-begin"/>Beim Nachtmahl (Meissl u. Sch.) ass er einen grossen Teller Kraft- Sup¬
      <lb n="19"/>pe trank Bier und Orangen-Bitter. Ich traute mich nicht etwas zu sagen
      <lb n="20"/>aber ich werde Dr. D. anrufen und ihm mitteilen dass A. keinerlei Diät
      <lb n="21"/>hält.
      <lb n="22" type="paragraph-begin"/>V. M. A. in der Stadt getroffen der besonders frisch schien. Wir besuch¬
      <lb n="23"/>ten zusammen Schwarzkopf. Dann fuhr ich mit A. in einem Taxy bis zu
      <lb n="24"/>seinem Bruder Julius ( wo A. speist) und allein nach hause.
      <lb n="25" type="paragraph-begin"/>Mit Dr D. telefonisch gesprochen der <hi rend="underline" n="">unbedingt</hi> gegen die vielen Flüssig¬
      <lb n="26"/>keiten und den Alkohol ist. Komisch dass ich ihn immer erst bitten muss,
      <lb n="27"/>sich um seinen Patienten zu kümmern.
      <lb n="28" type="paragraph-begin"/>Heute Abend soll ich mit A. zu »<hi rend="underline" n="">Bocca Negro</hi>« gehen ( Oper v. Verd<supplied>i </supplied>Text v.
      <lb n="29"/>Werfel) A. wird böse sein dass ich Dr D. anrief, aber mir blieb nichts</p></div></body></text></TEI>