<?xml version='1.0' encoding='UTF-8'?>
<TEI xmlns:xsi="http://www.w3.org/2001/XMLSchema-instance" xmlns="http://www.tei-c.org/ns/1.0" xml:id="ckp862.xml" xml:base="https://id.acdh.oeaw.ac.at.at/ckp" prev="https://id.acdh.oeaw.ac.at.at/ckp/ckp861.xml" next="https://id.acdh.oeaw.ac.at.at/ckp/ckp863.xml"><teiHeader><fileDesc><titleStmt><title level="s">Clara Katharina Pollaczek: »Arthur Schnitzler und
                                    ich«</title><title level="a">Tagebuch von Clara Katharina Pollaczek, 5.–8. Dezember 1930</title><title type="alternative" when-iso="1930-12-05"/><title type="alternative" when-iso="1930-12-06"/><title type="alternative" when-iso="1930-12-07"/><title type="alternative" when-iso="1930-12-08"/><author ref="#12435">Pollaczek, Clara Katharina</author><editor><name>Müller, Martin Anton</name><name>Untner, Laura</name></editor><funder><name>FWF - Der Wissenschaftsfonds</name><address><street>Sensengasse 1</street><postCode>1090 Wien</postCode><placeName><country>A</country><settlement>Wien</settlement></placeName></address></funder></titleStmt><editionStmt><edition>CKP</edition><respStmt><resp>Transkription</resp><name>Müller, Martin Anton</name><name>Untner, Laura</name><name>Mangel, Michael</name></respStmt></editionStmt><publicationStmt><publisher>Austrian Centre for Digital Humanities and Cultural
                                    Heritage</publisher><pubPlace>Vienna</pubPlace><date when="2023">2023</date><availability><licence target="https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/deed.de"><p>Sie dürfen: Teilen — das Material in jedwedem Format oder
                                            Medium vervielfältigen und weiterverbreiten Bearbeiten —
                                            das Material remixen, verändern und darauf aufbauen und
                                            zwar für beliebige Zwecke, sogar kommerziell.</p><p>Der Lizenzgeber kann diese Freiheiten nicht widerrufen
                                            solange Sie sich an die Lizenzbedingungen halten. Unter
                                            folgenden Bedingungen:</p><p>Namensnennung — Sie müssen angemessene Urheber- und
                                            Rechteangaben machen, einen Link zur Lizenz beifügen und
                                            angeben, ob Änderungen vorgenommen wurden. Diese Angaben
                                            dürfen in jeder angemessenen Art und Weise gemacht
                                            werden, allerdings nicht so, dass der Eindruck entsteht,
                                            der Lizenzgeber unterstütze gerade Sie oder Ihre Nutzung
                                            besonders. Keine weiteren Einschränkungen — Sie dürfen
                                            keine zusätzlichen Klauseln oder technische Verfahren
                                            einsetzen, die anderen rechtlich irgendetwas untersagen,
                                            was die Lizenz erlaubt.</p><p>Hinweise:</p><p>Sie müssen sich nicht an diese Lizenz halten hinsichtlich
                                            solcher Teile des Materials, die gemeinfrei sind, oder
                                            soweit Ihre Nutzungshandlungen durch Ausnahmen und
                                            Schranken des Urheberrechts gedeckt sind. Es werden
                                            keine Garantien gegeben und auch keine Gewähr geleistet.
                                            Die Lizenz verschafft Ihnen möglicherweise nicht alle
                                            Erlaubnisse, die Sie für die jeweilige Nutzung brauchen.
                                            Es können beispielsweise andere Rechte wie
                                            Persönlichkeits- und Datenschutzrechte zu beachten sein,
                                            die Ihre Nutzung des Materials entsprechend
                                            beschränken.</p></licence></availability><idno type="handle"/></publicationStmt><seriesStmt><p>Machine-Readable Transcriptions of the Correspondences of Arthur
                                    Schnitzler</p></seriesStmt><sourceDesc><listWit><witness n="1"><msDesc><msIdentifier><country>A</country><settlement>Wien</settlement><repository>Wienbibliothek</repository><idno>H.I.N. 155550</idno></msIdentifier></msDesc></witness></listWit></sourceDesc></fileDesc><profileDesc><langUsage><language ident="de-AT">German</language></langUsage></profileDesc><revisionDesc status="proposed"><change who="LU" when="2022-12-25">Angelegt</change></revisionDesc></teiHeader><facsimile><graphic url="ckp862"/></facsimile><text><body><div type="writingSession" n="1"><p>
      <lb n="01"/>zende Person, völlig aus der Taussig-Art geschlagen. A. am Abend
      <lb n="02"/>bei Clauser eingeladen. Ich ärgere mich nicht mehr.
      <lb n="03" type="paragraph-begin"/>6.12. Mittag Harry, Fredi, dann Hagenbunderöffnung. Fredi 9 sehr hüb¬
      <lb n="04"/>sche Aquarelle. Abend allein zuhause. A. angeblich auch zuhause.
      <lb n="05"/>Ich weiss nichts von ihm und wage nicht anzurufen, da er es als
      <lb n="06"/>Kontrolle auslegt. Ich war die ganze Woche <hi rend="underline" n="">einmal</hi> mit ihm zusammen.
      <lb n="07" type="paragraph-begin"/>7.12. Mittag mit Jakob und Martha Wassermann zu Tisch bei A. Ich
      <lb n="08"/><hi rend="underline" n="">sehr</hi> gesprächig, obwohl mir beide nicht sehr sympathisch sind.
      <lb n="09"/>Am Abend mit Donath auch dort. Am Heimweg sagte mir D. A. habe ihm
      <lb n="10"/>gesagt, er hätte Herzbeschwerden, er soll mir aber ja nichts davon
      <lb n="11"/>sagen. Ich antwortete ihm, ich hätte ihn ja unlängst schon angerufen,
      <lb n="12"/>weil ich die Magenüblichkeiten nicht für harmlose halte. D. behaup¬
      <lb n="13"/>tet, die hätten mit dem Herzen nichts zu tun. Auch findet er es <hi rend="underline" n="">be</hi>¬
      <lb n="14"/><hi rend="underline" n="">langlos</hi>, wenn A. wie heute <hi rend="underline" n="">drei</hi> Tassen schwarzen Kaffee trinkt.–Das
      <lb n="15"/>versteh ich nicht. Ich mache mir Sorgen und bin doch nicht ganz über¬
      <lb n="16"/>zeugt, dass ich nicht angeschwindelt werde, um A.'s Wesen und Benehmen
      <lb n="17"/>gegen mich zu entschuldigen. Vielleicht von ihm – vielleicht von D.
      <lb n="18"/>8.12. Heute Mittag mit A. bei Emma Sachs. A. kam mich holen und er¬
      <lb n="19"/>zählte mir gleich, dass er Dr. D. gestern gesagt habe,dass er öfters
      <lb n="20"/>an Herzzuständen leide (und der sollte es angeblich mir <hi rend="underline" n="">nicht</hi>
      <lb n="21"/>sagen) und D. will diese Woche eine Röntgenaufnahme von ihm machen
      <lb n="22"/>und eventuell wieder einen Aderlass.
      <lb n="23" type="paragraph-begin"/>Ich sagte ihm, ich verstehe nicht, dass er bei Herzklopfen etc. so viel
      <lb n="24"/>schwarzen Kaffee trinkt, in der Früh einen <hi rend="underline" n="">Theeextrakt</hi>, wie sonst
      <lb n="25"/>kein Mensch und eine Havannah nach Tisch raucht. Antwort: »Es schmeckt
      <lb n="26"/>mir!« Ich rede wie mit einem kleinen Kind; dass sich doch jüngere Men¬
      <lb n="27"/>schen auch an Diäten und kleine Entbehrungen gewöhnen müssen. Er
      <lb n="28"/>gibt mir recht, trinkt aber nach Tisch doch wieder schwarzen Kaffee.
      <lb n="29"/>Sonst war es dort sehr nett. Der Haussohn sympathisch, Else Wohlgemuth
      <lb n="30"/>mit Gatten (Graf Thun) höchst angenehme Menschen. Ich bespreche mit</p></div></body></text></TEI>