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                                    ich«</title><title level="a">Tagebuch von Clara Katharina Pollaczek, 23.–27. September 1930</title><title type="alternative" when-iso="1930-09-23"/><title type="alternative" when-iso="1930-09-24"/><title type="alternative" when-iso="1930-09-25"/><title type="alternative" when-iso="1930-09-26"/><title type="alternative" when-iso="1930-09-27"/><author ref="#12435">Pollaczek, Clara Katharina</author><editor><name>Müller, Martin Anton</name><name>Untner, Laura</name></editor><funder><name>FWF - Der Wissenschaftsfonds</name><address><street>Sensengasse 1</street><postCode>1090 Wien</postCode><placeName><country>A</country><settlement>Wien</settlement></placeName></address></funder></titleStmt><editionStmt><edition>CKP</edition><respStmt><resp>Transkription</resp><name>Müller, Martin Anton</name><name>Untner, Laura</name><name>Mangel, Michael</name></respStmt></editionStmt><publicationStmt><publisher>Austrian Centre for Digital Humanities and Cultural
                                    Heritage</publisher><pubPlace>Vienna</pubPlace><date when="2023">2023</date><availability><licence target="https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/deed.de"><p>Sie dürfen: Teilen — das Material in jedwedem Format oder
                                            Medium vervielfältigen und weiterverbreiten Bearbeiten —
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                                            besonders. Keine weiteren Einschränkungen — Sie dürfen
                                            keine zusätzlichen Klauseln oder technische Verfahren
                                            einsetzen, die anderen rechtlich irgendetwas untersagen,
                                            was die Lizenz erlaubt.</p><p>Hinweise:</p><p>Sie müssen sich nicht an diese Lizenz halten hinsichtlich
                                            solcher Teile des Materials, die gemeinfrei sind, oder
                                            soweit Ihre Nutzungshandlungen durch Ausnahmen und
                                            Schranken des Urheberrechts gedeckt sind. Es werden
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                                            Persönlichkeits- und Datenschutzrechte zu beachten sein,
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                                            beschränken.</p></licence></availability><idno type="handle"/></publicationStmt><seriesStmt><p>Machine-Readable Transcriptions of the Correspondences of Arthur
                                    Schnitzler</p></seriesStmt><sourceDesc><listWit><witness n="1"><msDesc><msIdentifier><country>A</country><settlement>Wien</settlement><repository>Wienbibliothek</repository><idno>H.I.N. 155550</idno></msIdentifier></msDesc></witness></listWit></sourceDesc></fileDesc><profileDesc><langUsage><language ident="de-AT">German</language></langUsage></profileDesc><revisionDesc status="proposed"><change who="LU" when="2022-12-25">Angelegt</change></revisionDesc></teiHeader><facsimile><graphic url="ckp834"/></facsimile><text><body><div type="writingSession" n="1"><p>
      <lb n="01" type="paragraph-begin"/>23.9. Wir sollen am Abend in ein Variété gehen uns aufheitern. A. will
      <lb n="02"/>Karten zu Ronacher nehmen.
      <lb n="03" type="paragraph-begin"/>24.9. Mädchenscherereien, suche eine neue. Nachmittag kurzer Spazier¬
      <lb n="04"/>gang mit A. A. sehr beflissen und irgendwie verlegen, ich weiss nicht wa¬
      <lb n="05"/>rum. Abend bin ich bei Otto, Emy.
      <lb n="06" type="paragraph-begin"/>25.9. A. telefoniert, dass er heute Abend bei Georgette Boner im Hotel
      <lb n="07"/>nachtmahlt. Freiheit! Ich bin gleichmässig heiter und freundlich. Ich
      <lb n="08"/>esse Mittag bei ihm, da das neue Mädchen erst, morgen kommt. Bin heiter,
      <lb n="09"/>gesprächig. Im Abend bei Tante Clara, dann Hummel in der Stadt. (Demission
      <lb n="10"/>Cabinet Schober). Man wird es bereuen.
      <lb n="11" type="paragraph-begin"/>Baronin Guthmann ruft mich an, sie sei vorübergehend in Wien, ob ich nicht
      <lb n="12"/>für ein paar Tage mit auf ihr Gut möchte. Wie gerne möche ich gerade
      <lb n="13"/>jetzt, aber ich kann das Haus nicht mit einem neuen Mädchen allein las¬
      <lb n="14"/>sen. Pech! Es wäre gesund für A., wenn ich fortführe – -
      <lb n="15" type="paragraph-begin"/>26.9. A. Anruf von grosser Freundlichkett, fragt, was ich gestern getan
      <lb n="16"/>habe. Antwort: Ich war in der Stadt und bin nach 9 Uhr nachhause ge¬
      <lb n="17"/>kommen. Er: Unbegreiflich, was macht man so lang am Abend in der Stadt?
      <lb n="18"/>Ich: Bummeln. Dann erzählte ich von der Aufforderung Guttmans und dass
      <lb n="19"/>ich wohl später nach Zalamber fahren dürfte.
      <lb n="20" type="paragraph-begin"/>Vormittag mit A. Maria Theresien-Ausstellung. Mir kamen Thränen in
      <lb n="21"/>die Augen als ich das Schlafzimmer Kaiser Franz Josephs betrat. Welche
      <lb n="22"/>Einfachheit zwischen all dem Prunk.
      <lb n="23" type="paragraph-begin"/>A. von grosser Beflissenheit und Aufmerksamkeit, hinter der bestimmt
      <lb n="24"/>irgend eine kleine Falschheit steckt. Er kauft mir Kavier und Näschereien.
      <lb n="25"/>Ich bin <hi rend="underline" n="">sehr freundlich</hi> und lasse mir nichts anmerken. Abend Kino, dann
      <lb n="26"/>Imperial.
      <lb n="27" type="paragraph-begin"/>27.9. Mittag die Kinder. Nachmittag holt A. mich zum Spazierengehen. Er
      <lb n="28"/>ist sichtlich nervös und befangen. Ich wette, er hat für Abend etwas
      <lb n="29"/>vor. Er erzählt mir, dass Frau Schmidl, (Schwester der Dora M.) ihn zum
      <lb n="30"/>Nachtmahl gebeten, daß er aber abgesagt hat.</p></div></body></text></TEI>