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                                    ich«</title><title level="a">Arthur Schnitzler an Clara Katharina Pollaczek, 2. Januar 1930</title><title type="alternative" when-iso="1930-01-02"/><author ref="#12435">Pollaczek, Clara Katharina</author><editor><name>Müller, Martin Anton</name><name>Untner, Laura</name></editor><funder><name>FWF - Der Wissenschaftsfonds</name><address><street>Sensengasse 1</street><postCode>1090 Wien</postCode><placeName><country>A</country><settlement>Wien</settlement></placeName></address></funder></titleStmt><editionStmt><edition>CKP</edition><respStmt><resp>Transkription</resp><name>Müller, Martin Anton</name><name>Untner, Laura</name><name>Mangel, Michael</name></respStmt></editionStmt><publicationStmt><publisher>Austrian Centre for Digital Humanities and Cultural
                                    Heritage</publisher><pubPlace>Vienna</pubPlace><date when="2023">2023</date><availability><licence target="https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/deed.de"><p>Sie dürfen: Teilen — das Material in jedwedem Format oder
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                                    Schnitzler</p></seriesStmt><sourceDesc><listWit><witness n="1"><msDesc><msIdentifier><country>A</country><settlement>Wien</settlement><repository>Wienbibliothek</repository><idno>H.I.N. 155550</idno></msIdentifier></msDesc></witness></listWit></sourceDesc></fileDesc><profileDesc><langUsage><language ident="de-AT">German</language></langUsage></profileDesc><revisionDesc status="proposed"><change who="LU" when="2022-12-25">Angelegt</change></revisionDesc></teiHeader><facsimile><graphic url="ckp748"/></facsimile><text><body><div type="writingSession" n="1"><p>
      <lb n="01"/>legenheit nicht eben hoffnungsvoller gestaltet. Und die Carrière
      <lb n="02"/>von Arnoldo – die ist überhaupt ein Capitel für sich. – Auch Viki und
      <lb n="03"/>Mimi befinden sich nicht in sehr tröstlichen Umständen; und auch wenn
      <lb n="04"/>die Erbschaft endlich liquidiert werden sollte, schaut nicht viel he¬
      <lb n="05"/>raus.
      <lb n="06" type="paragraph-begin"/>In meinen Angelegenheiten gibt es nocht nichts Neues. Von Bernhardi
      <lb n="07"/>Überhaupt keine Rede mehr. Von <hi rend="underline" n="">Elisabeth</hi> noch nichts gehört. Morgen
      <lb n="08"/>seh ich sie im <hi rend="underline" n="">Zwischenspiel</hi>. <hi rend="underline" n="">Klein</hi> hab ich telefonisch gesprochen,
      <lb n="09"/>er ist nach einer Verkühlung für ein paar Tage fort. Sonntag wieder
      <lb n="10"/>da und ich spreche dann mit ihm ausführlicher. – Paul Marx, heute über
      <lb n="11"/>50 nach einer 30jährigen Theaterlaufbahn – ist von März an ohne En¬
      <lb n="12"/>gagement. Es sind trostlose Verhältnisse.–Um das »Spiel« kümmert
      <lb n="13"/>sich natürlich kein Mensch, – wie ich vorausgesehen – trotzdem der
      <lb n="14"/>Wiener Erfolg nicht bestritten wird. Aber die Direktoren greifen immer
      <lb n="15"/>noch lieber nach einem englischen Reisser – der dann doch nicht reisst-
      <lb n="16"/>als nach einem »stillen Stück«, eines nicht unbekannten, jedoch deut¬
      <lb n="17"/>schen, ja sogar österreichischen Autors (von gestern).
      <lb n="18" type="paragraph-begin"/>Heute Abend waren Heini, Arnoldo, Paul Marx, Dora und ihr Mann, sowie
      <lb n="19"/>Ephraim Frisch bei O; – Heini spielte Klavier. Das Wetter ist nicht übel,
      <lb n="20"/>das Hotel angenehm wie immer, mein Befinden ganz gut. Morgens nehm
      <lb n="21"/>ich immer nur Thee mit Zwieback.
      <lb n="22" type="paragraph-begin"/>Fischer ist nach St. Moritz; – Bermanns haben ihn bis München begleitet,
      <lb n="23"/>kommen morgen; ich verschiebe meinen Besuch im Verlag bis dahin, denn
      <lb n="24"/>die Unterredungen mit Maril allein haben überhaupt keinen Sinn. Es wäre
      <lb n="25"/>lieb, wenn Du mir unbeeinflusst von der Flüchtigkeit und Talentlosig¬
      <lb n="26"/>keit meiner Briefe öfter und bald hätt ich gesagt freundlicher schriebst<supplied>.</supplied>
      <lb n="27"/>Das bezieht sich übrigens auf den nur kurzen Brief, der deinem schrift¬
      <lb n="28"/>stellerischen Versuch beilag. So wohl gelungen dieser ist; – einem voll¬
      <lb n="29"/>wertigen Ersatz für einen wirklichen Clara-Katharina-Brief bedeutet er
      <lb n="30"/>mir nicht.–Für heute, mein Liebes, Lebwohl und sei tausendmal umarmt.
      <lb n="31" type="paragraph-begin"/>Dein A.</p></div></body></text></TEI>