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                                    ich«</title><title level="a">Clara Katharina Pollaczek an Arthur Schnitzler, 14. September 1929</title><title type="alternative" when-iso="1929-09-14"/><author ref="#12435">Pollaczek, Clara Katharina</author><editor><name>Müller, Martin Anton</name><name>Untner, Laura</name></editor><funder><name>FWF - Der Wissenschaftsfonds</name><address><street>Sensengasse 1</street><postCode>1090 Wien</postCode><placeName><country>A</country><settlement>Wien</settlement></placeName></address></funder></titleStmt><editionStmt><edition>CKP</edition><respStmt><resp>Transkription</resp><name>Müller, Martin Anton</name><name>Untner, Laura</name><name>Mangel, Michael</name></respStmt></editionStmt><publicationStmt><publisher>Austrian Centre for Digital Humanities and Cultural
                                    Heritage</publisher><pubPlace>Vienna</pubPlace><date when="2023">2023</date><availability><licence target="https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/deed.de"><p>Sie dürfen: Teilen — das Material in jedwedem Format oder
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                                            einsetzen, die anderen rechtlich irgendetwas untersagen,
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                                    Schnitzler</p></seriesStmt><sourceDesc><listWit><witness n="1"><msDesc><msIdentifier><country>A</country><settlement>Wien</settlement><repository>Wienbibliothek</repository><idno>H.I.N. 155550</idno></msIdentifier></msDesc></witness></listWit></sourceDesc></fileDesc><profileDesc><langUsage><language ident="de-AT">German</language></langUsage></profileDesc><revisionDesc status="proposed"><change who="LU" when="2022-12-25">Angelegt</change></revisionDesc></teiHeader><facsimile><graphic url="ckp726"/></facsimile><text><body><div type="writingSession" n="1"><p>
      <lb n="01"/><hi rend="underline" n="">zu</hi> liebenswürdig. Dass die meisten Weiber doch immer <hi rend="underline" n="">zu</hi> sind!
      <lb n="02" type="paragraph-begin"/>Dann fuhr ich in die Stadt und besprach mit dem Fleischhauer
      <lb n="03"/>und Selcher Hieblinger in der Stallburggasse die Fleischbelieferung,
      <lb n="04"/>sein Wagen kommt jeden Morgen in das Cottage (oder sagt man den Cot¬
      <lb n="05"/>tage?), ich glaub nicht. Er ist um ein paar Groschen teuerer, aber er
      <lb n="06"/>hat das beste und verlässlichste Fleisch in Wien und den schönsten
      <lb n="07"/>Schinken. Ich würde ihn Dir auch empfehlen.
      <lb n="08" type="paragraph-begin"/>Ich bin schon sehr neugierig auf Deinen ersten ausführlichen
      <lb n="09"/>Bericht und schreibe Dir dann jedesfalls noch einmal und dann kommst
      <lb n="10"/>Du selbst – - – Ichfreue mich schon so darauf! Ich habe Deine Parfum¬
      <lb n="11"/>flaschen in meiner Reisetasche mitgenommen, ich hoffe, Du vermisst
      <lb n="12"/>sie nicht, erstens brauchst Du Dich nicht zu parfümieren, wenn ich
      <lb n="13"/>nicht dabei bin und zweitens macht es mir Vergnügen hie und da an
      <lb n="14"/>ihnen zu schnüffeln, sie erinnern an Dich und mancherlei.
      <lb n="15" type="paragraph-begin"/>Das Wetter ist andauernd wundervoll, ich schreibe Dir auf
      <lb n="16"/>meiner Terrasse, in dem Dir bekannten weissen ärmellosen Kleid und
      <lb n="17"/>friere ausnahmsweise <hi rend="underline" n="">nicht</hi>.
      <lb n="18" type="paragraph-begin"/>Haben Beer-Hofmanns nach mir gefragt? Und was hast Du ihnen
      <lb n="19"/>gesagt? Du wirst wohl in Ma. noch andere Bekannte zufällig treffen.
      <lb n="20"/>Ich habe mich ausser bei den Geschwistern noch nirgends gemeldet.
      <lb n="21"/>Frieda soll heute ankommen und vielleicht sehe ich sie morgen. Gestern
      <lb n="22"/>vor dem Einschlafen las ich wieder im »Spiel der Sommerlüfte« und fand es
      <lb n="23"/>noch schöner. Nur die Stelle mit der Beichte und dem Zweifel im 2.
      <lb n="24"/>Akt störte mich wieder. Es müsste dasselbe ein wenig anders, vielleicht
      <lb n="25"/>stärker gesagt werden und der Schluss dieses Aktes ist um ein oder zwei
      <lb n="26"/>Repliken zu kurz, zu plötzlich.
      <lb n="27" type="paragraph-begin"/>Jetzt will ich diesen Brief persönlich in einen Kasten
      <lb n="28"/>werfen und ein wenig spazierenbummeln, dann arbeite ich noch ein wenig
      <lb n="29"/>und dann kommen Otto und Emmi zum Nachtmahl. Und dann ist wieder ein
      <lb n="30"/>Tag um und nur noch drei Tage bis Du da bist. Freust Du Dich auch?
      <lb n="31" type="paragraph-begin"/>Ich umarme Dich.Deine C.K.</p></div></body></text></TEI>