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                                    ich«</title><title level="a">Tagebuch von Clara Katharina Pollaczek, 24.–27. August 1929</title><title type="alternative" when-iso="1929-08-24"/><title type="alternative" when-iso="1929-08-25"/><title type="alternative" when-iso="1929-08-26"/><title type="alternative" when-iso="1929-08-27"/><author ref="#12435">Pollaczek, Clara Katharina</author><editor><name>Müller, Martin Anton</name><name>Untner, Laura</name></editor><funder><name>FWF - Der Wissenschaftsfonds</name><address><street>Sensengasse 1</street><postCode>1090 Wien</postCode><placeName><country>A</country><settlement>Wien</settlement></placeName></address></funder></titleStmt><editionStmt><edition>CKP</edition><respStmt><resp>Transkription</resp><name>Müller, Martin Anton</name><name>Untner, Laura</name><name>Mangel, Michael</name></respStmt></editionStmt><publicationStmt><publisher>Austrian Centre for Digital Humanities and Cultural
                                    Heritage</publisher><pubPlace>Vienna</pubPlace><date when="2023">2023</date><availability><licence target="https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/deed.de"><p>Sie dürfen: Teilen — das Material in jedwedem Format oder
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                                    Schnitzler</p></seriesStmt><sourceDesc><listWit><witness n="1"><msDesc><msIdentifier><country>A</country><settlement>Wien</settlement><repository>Wienbibliothek</repository><idno>H.I.N. 155550</idno></msIdentifier></msDesc></witness></listWit></sourceDesc></fileDesc><profileDesc><langUsage><language ident="de-AT">German</language></langUsage></profileDesc><revisionDesc status="proposed"><change who="LU" when="2022-12-25">Angelegt</change></revisionDesc></teiHeader><facsimile><graphic url="ckp716"/></facsimile><text><body><div type="writingSession" n="1"><p>
      <lb n="01"/>machen soll.
      <lb n="02" type="paragraph-begin"/>25.8. Gestern schöner Abend. Zum Souper A. Smoking, ich schwarzes Spitzen¬
      <lb n="03"/>kleid und Samtmantel. Man sieht uns immer an, wenn wir in den Speise¬
      <lb n="04"/>saal kommen. Nachher mit ihm von meinem Zimmer aus auf den dunklen See
      <lb n="05"/>und die Lichter von Montreux und Territet hinuntergesehen. Wundervolle
      <lb n="06"/>Nacht.
      <lb n="07" type="paragraph-begin"/>A. <supplied>h</supplied>eute beim Frühstück in meinem Erker plötzlich in der Erinnerung
      <lb n="08"/>an Lili geweint. Wir haben uns verstanden. Wir alten Menschen genies¬
      <lb n="09"/>sen und dieses arme Kind ist tot. Er tat mir unendlich leid und ich
      <lb n="10"/>weinte mit ihm.
      <lb n="11" type="paragraph-begin"/>Spaziergang gegen Rocher de Nay. A. liebevoll und gut zu mir. Und
      <lb n="12"/>zu denken, dass er von mir zu dieser Frau gehen wird. Ich verstehe ja
      <lb n="13"/>gar nicht, dass sie es <hi rend="underline" n="">wünscht</hi>, wo sie doch genau weiss, dass er hier mit
      <lb n="14"/><hi rend="underline" n="">mir</hi> ist. Vielleicht nur, weil sie damit ihre Macht beweisen will. Ach,
      <lb n="15"/>ich verstehe nichts von solchen Verworrenheiten.
      <lb n="16" type="paragraph-begin"/>26.8. Ausflug zu den Rochers de Nay. Nicht sehr lohnend, Aussicht durch
      <lb n="17"/>Nebel verhüllt, aber Stimmung ausgezeichnet. A. wird immer liebevoller.
      <lb n="18"/>Ich habe ihn noch <hi rend="underline" n="">nie</hi> so gesehen.
      <lb n="19" type="paragraph-begin"/>Briefe von Carry, Herry hat sich entlobt. Auf Carry bin ich stolz, er
      <lb n="20"/>war der Situation als Vertreter der Familie durchaus gewachsen.
      <lb n="21" type="paragraph-begin"/>27.8. Heute Früh Gespräch über O. A. sagte, es würde ihm nicht einfallen
      <lb n="22"/>sie zu besuchen, wenn sie nicht nach dieser Operation wäre. Das Zusammen¬
      <lb n="23"/>sein mit ihr bedeute ihm nicht mehr als das mit irgend einem nännlichen
      <lb n="24"/>Wesen, mit dem er fallweise zu sprechen wünsche. Sie sei eine alte lei¬
      <lb n="25"/>dende Frau und wenn auch nicht den Jahren nach, so doch viel älter als
      <lb n="26"/>ich. Sein Widerstand gegen ihr Wesen sei jetzt so <hi rend="underline" n="">gross</hi>, dass es ihn
      <lb n="27"/>schon fast ungerecht gegen sie mache etc. Zu mir ist er von einer
      <lb n="28"/>schrankenlosen Zärtlichkeit, wie noch <hi rend="underline" n="">nie</hi> in diesen Jahren.–Es be¬</p></div></body></text></TEI>