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                                    ich«</title><title level="a">Tagebuch von Clara Katharina Pollaczek, 21.–24. August 1929</title><title type="alternative" when-iso="1929-08-21"/><title type="alternative" when-iso="1929-08-23"/><title type="alternative" when-iso="1929-08-24"/><author ref="#12435">Pollaczek, Clara Katharina</author><editor><name>Müller, Martin Anton</name><name>Untner, Laura</name></editor><funder><name>FWF - Der Wissenschaftsfonds</name><address><street>Sensengasse 1</street><postCode>1090 Wien</postCode><placeName><country>A</country><settlement>Wien</settlement></placeName></address></funder></titleStmt><editionStmt><edition>CKP</edition><respStmt><resp>Transkription</resp><name>Müller, Martin Anton</name><name>Untner, Laura</name><name>Mangel, Michael</name></respStmt></editionStmt><publicationStmt><publisher>Austrian Centre for Digital Humanities and Cultural
                                    Heritage</publisher><pubPlace>Vienna</pubPlace><date when="2023">2023</date><availability><licence target="https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/deed.de"><p>Sie dürfen: Teilen — das Material in jedwedem Format oder
                                            Medium vervielfältigen und weiterverbreiten Bearbeiten —
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                                            solange Sie sich an die Lizenzbedingungen halten. Unter
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                                            angeben, ob Änderungen vorgenommen wurden. Diese Angaben
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                                            besonders. Keine weiteren Einschränkungen — Sie dürfen
                                            keine zusätzlichen Klauseln oder technische Verfahren
                                            einsetzen, die anderen rechtlich irgendetwas untersagen,
                                            was die Lizenz erlaubt.</p><p>Hinweise:</p><p>Sie müssen sich nicht an diese Lizenz halten hinsichtlich
                                            solcher Teile des Materials, die gemeinfrei sind, oder
                                            soweit Ihre Nutzungshandlungen durch Ausnahmen und
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                                            keine Garantien gegeben und auch keine Gewähr geleistet.
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                                            Persönlichkeits- und Datenschutzrechte zu beachten sein,
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                                            beschränken.</p></licence></availability><idno type="handle"/></publicationStmt><seriesStmt><p>Machine-Readable Transcriptions of the Correspondences of Arthur
                                    Schnitzler</p></seriesStmt><sourceDesc><listWit><witness n="1"><msDesc><msIdentifier><country>A</country><settlement>Wien</settlement><repository>Wienbibliothek</repository><idno>H.I.N. 155550</idno></msIdentifier></msDesc></witness></listWit></sourceDesc></fileDesc><profileDesc><langUsage><language ident="de-AT">German</language></langUsage></profileDesc><revisionDesc status="proposed"><change who="LU" when="2022-12-25">Angelegt</change></revisionDesc></teiHeader><facsimile><graphic url="ckp715"/></facsimile><text><body><div type="writingSession" n="1"><p>
      <lb n="01"/>Tränen ergriffen. Der Gedanke des Todes wird ganz unwichtig. A. hält
      <lb n="02"/>liebevoll meine Hand. Ach, wie verworren und unbegreiflich ist alles.-
      <lb n="03"/>Hotel hier in Ouchy sehr prunkvoll, aber unsere Zimmer schlecht, das Es¬
      <lb n="04"/>sen mässig. Mein Befinden nicht gut. Hatte auch während des Fluges viel
      <lb n="05"/>Herzbeschwerden.
      <lb n="06" type="paragraph-begin"/>23.8. Caux. Nach einer Autoinspektionsfahrt über Mont Pelerin, Les Avants,
      <lb n="07"/>Glion, Territet gestern Abend noch hier gelandet. Am Nachmittag in Ouchy
      <lb n="08"/>das Gepäck abgeholt, seit ½8 Uhr Abend hier. Wundervolle Lage, ausge¬
      <lb n="09"/>zeichnetes Hotel, ideale Zimmer, jedes mit einem Bad. Wie schön, wie
      <lb n="10"/>zauberhaft könnte das alles sein!
      <lb n="11" type="paragraph-begin"/>A. gestern Abend sehr zärtlich. Ich versuche ihm meine Empfindungen
      <lb n="12"/>klar zu machen. Er versteht mich nicht; seine Beziehung zur O. völlig
      <lb n="13"/>belanglos, zählt als Frau nicht, empfindet eigentlich Widerwillen gegen
      <lb n="14"/>ihr Wesen, Zusammenhang nur durch die Kinder. Und gerade das ist gar
      <lb n="15"/>nicht zu verstehen bei einer Frau, die so wenig eine Mutter war.-
      <lb n="16"/>Wetter leider kühl und trüb.
      <lb n="17" type="paragraph-begin"/>24.8. Und jetzt ist das Wetter ideal. A. lieb und zärtlich und meist
      <lb n="18"/>kindlich heiter. Ich gebe mir Mühe nicht zu denken und ihm den Aufent¬
      <lb n="19"/>halt angenehm zu machen. In der Früh Frührtück in meinem Erker, hoch
      <lb n="20"/>Über dem strahlend blauen See, der tief drunten liegt. Ich im Pygama, A.
      <lb n="21"/>im Kimono. Später Spaziergang. Gestern nur über das Regina-Hotel hinaus
      <lb n="22"/>in der Richtung gegen Les Avants, heute gegen Sochaux. Wir sind beide
      <lb n="23"/>fast übermütig. A. sagte bei Tisch, nachdem ich seine Blicke lange auf
      <lb n="24"/>mir gefühlt: »Was für ein nettes Wesen Du doch bist, von allen Deinen
      <lb n="25"/>sonstigen guten Eigenschaften ganz abgesehen.« Ich dachte, er meine meine
      <lb n="26"/>Ordnungsliebe. Aber er sagte: »Die gehört wohl auch dazu. Aber ich meine
      <lb n="27"/>Deine innere und äussere Reinlichkeit.« Er sieht so frisch aus wie nie
      <lb n="28"/>in Wien. Sah Nachm. mein Stück durch, ohne recht zu wissen, was ich damit</p></div></body></text></TEI>