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                                    ich«</title><title level="a">Tagebuch von Clara Katharina Pollaczek, 30. April – 4. Mai 1929</title><title type="alternative" when-iso="1929-04-30"/><title type="alternative" when-iso="1929-05-01"/><title type="alternative" when-iso="1929-05-03"/><title type="alternative" when-iso="1929-05-04"/><author ref="#12435">Pollaczek, Clara Katharina</author><editor><name>Müller, Martin Anton</name><name>Untner, Laura</name></editor><funder><name>FWF - Der Wissenschaftsfonds</name><address><street>Sensengasse 1</street><postCode>1090 Wien</postCode><placeName><country>A</country><settlement>Wien</settlement></placeName></address></funder></titleStmt><editionStmt><edition>CKP</edition><respStmt><resp>Transkription</resp><name>Müller, Martin Anton</name><name>Untner, Laura</name><name>Mangel, Michael</name></respStmt></editionStmt><publicationStmt><publisher>Austrian Centre for Digital Humanities and Cultural
                                    Heritage</publisher><pubPlace>Vienna</pubPlace><date when="2023">2023</date><availability><licence target="https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/deed.de"><p>Sie dürfen: Teilen — das Material in jedwedem Format oder
                                            Medium vervielfältigen und weiterverbreiten Bearbeiten —
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                                            besonders. Keine weiteren Einschränkungen — Sie dürfen
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                                            einsetzen, die anderen rechtlich irgendetwas untersagen,
                                            was die Lizenz erlaubt.</p><p>Hinweise:</p><p>Sie müssen sich nicht an diese Lizenz halten hinsichtlich
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                                            beschränken.</p></licence></availability><idno type="handle"/></publicationStmt><seriesStmt><p>Machine-Readable Transcriptions of the Correspondences of Arthur
                                    Schnitzler</p></seriesStmt><sourceDesc><listWit><witness n="1"><msDesc><msIdentifier><country>A</country><settlement>Wien</settlement><repository>Wienbibliothek</repository><idno>H.I.N. 155550</idno></msIdentifier></msDesc></witness></listWit></sourceDesc></fileDesc><profileDesc><langUsage><language ident="de-AT">German</language></langUsage></profileDesc><revisionDesc status="proposed"><change who="LU" when="2022-12-25">Angelegt</change></revisionDesc></teiHeader><facsimile><graphic url="ckp683"/></facsimile><text><body><div type="writingSession" n="1"><p>
      <lb n="01"/>Abend bei »Verbrecher«. Interessant und begabt, wenn auch kein Kunst¬
      <lb n="02"/>werk. Spiel und Inszenierung fabelhaft. Nachher mit A. und Horch in
      <lb n="03"/>der »Linde« genachtmahlt. Beim Gedränge des Ausgangs hatte ich einen
      <lb n="04"/>Augenblick den Wunsch mich einfach zu verlieren, wortlos zu verschwin¬
      <lb n="05"/>den. Aber sie bemerkten schliesslich mein Zurückbleiben.
      <lb n="06"/>Forsierte Konversation beim Abendessen.
      <lb n="07" type="paragraph-begin"/>Heute Abend Alma, Werfel, Hofrätin Z. und ich in der Sternwartestrasse
      <lb n="08"/>bei A. Ich werde Nerven brauchen.
      <lb n="09" type="paragraph-begin"/>1. Mai. Mit 2 Tabletten Kola und viel Alkohol ist es gegangen. Ich
      <lb n="10"/>war sehr heiter, der Abend sehr animiert A. sah <hi rend="underline" n="">elend</hi> aus. Hinter
      <lb n="11"/>seiner guten Stimmung war Trauer. Alma bestätigte mir heute telefonisch
      <lb n="12"/>diesen Eindruck. Sie sagte, sie will an A. schreiben, um ihm zu erklä¬
      <lb n="13"/>ren, warum sie jetzt in Berlin die O. nicht besucht hat. Sie <hi rend="underline" n="">kann</hi>
      <lb n="14"/>einfach nicht. Sie sagt, seit Lilis Tod sei sie mit der O. fertig.
      <lb n="15"/>Ich erzählte ihr nichts von A.'s Reiseplänen mit der O. und Arnoldo,
      <lb n="16"/>denn ich habe das Gefühl, ich mache ihn lächerlich.
      <lb n="17" type="paragraph-begin"/>Heute Abend soll ich zu A. Ich fürchte dieses Tête-à -tête. Gott,
      <lb n="18"/>wenn nicht Mitleid und Zärtlichkeit in mir vorhanden wäre ginge ich
      <lb n="19"/>ja auf und davon.
      <lb n="20" type="paragraph-begin"/><hi rend="underline" n="">3.5.</hi> Den ganzen Tag an einem Brief an A. geschrieben, dass es ja das
      <lb n="21"/>Beste ist, wenn ich gehe. Nicht wegen der 8 Tage am Wörbhersee, son¬
      <lb n="22"/>dern wegen allem, was schon war und noch sein wird. Um 6 Uhr kam er
      <lb n="23"/>herüber und sagte sehr liebevoll, mich beim Kinn nehmend: »Nun, schon
      <lb n="24"/>vernünftiger?« Ich antwortete, das hat mit Vernunft nichts zu tun. Und
      <lb n="25"/>in einem dummen Impuls gab ich ihm den Brief. Er las ihn, war sehr er¬
      <lb n="26"/>griffen, aber es ändert nichts. Ich soll einsehen, ich soll ver<supplied>s</supplied>tehen.
      <lb n="27" type="paragraph-begin"/>4.5. Heute Nachmittag bei Alma. Natürlich wieder Gespräch über A. und
      <lb n="28"/>die O. Alma weiss schon von seiner Reise an den Wörthersee, versteht</p></div></body></text></TEI>