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                                    ich«</title><title level="a">Tagebuch von Clara Katharina Pollaczek, 2.–8. April 1929</title><title type="alternative" when-iso="1929-04-02"/><title type="alternative" when-iso="1929-04-03"/><title type="alternative" when-iso="1929-04-04"/><title type="alternative" when-iso="1929-04-05"/><title type="alternative" when-iso="1929-04-06"/><title type="alternative" when-iso="1929-04-07"/><title type="alternative" when-iso="1929-04-08"/><author ref="#12435">Pollaczek, Clara Katharina</author><editor><name>Müller, Martin Anton</name><name>Untner, Laura</name></editor><funder><name>FWF - Der Wissenschaftsfonds</name><address><street>Sensengasse 1</street><postCode>1090 Wien</postCode><placeName><country>A</country><settlement>Wien</settlement></placeName></address></funder></titleStmt><editionStmt><edition>CKP</edition><respStmt><resp>Transkription</resp><name>Müller, Martin Anton</name><name>Untner, Laura</name><name>Mangel, Michael</name></respStmt></editionStmt><publicationStmt><publisher>Austrian Centre for Digital Humanities and Cultural
                                    Heritage</publisher><pubPlace>Vienna</pubPlace><date when="2023">2023</date><availability><licence target="https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/deed.de"><p>Sie dürfen: Teilen — das Material in jedwedem Format oder
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                                    Schnitzler</p></seriesStmt><sourceDesc><listWit><witness n="1"><msDesc><msIdentifier><country>A</country><settlement>Wien</settlement><repository>Wienbibliothek</repository><idno>H.I.N. 155550</idno></msIdentifier></msDesc></witness></listWit></sourceDesc></fileDesc><profileDesc><langUsage><language ident="de-AT">German</language></langUsage></profileDesc><revisionDesc status="proposed"><change who="LU" when="2022-12-25">Angelegt</change></revisionDesc></teiHeader><facsimile><graphic url="ckp678"/></facsimile><text><body><div type="writingSession" n="1"><p>
      <lb n="01" type="paragraph-begin"/>2.4. Bei einem unerträglichen Stück von Lenormand »Magische Liebe«. Dann
      <lb n="02"/>in der »Linde« genachtmahlt. Gutes Einvernehmen.
      <lb n="03" type="paragraph-begin"/>3.4. Wetter weiter grauslich, trotzdem winzige grüne Spitzen an den Sträuchen
      <lb n="04"/>Man kann es kaum glauben. Vormittag brachte mich A. mit Auto zu Anna. Abend
      <lb n="05"/>sollen A. und Schwarzkopf bei mir nachtmahlen.
      <lb n="06" type="paragraph-begin"/>4.4. Der Abend wäre sehr nett gewesen, aber A. fühlte sich physisch nicht
      <lb n="07"/>wohl, musste immer ans offene Fenster, Kongestionen, Schweiss, schlechtes Aus¬
      <lb n="08"/>sehen etc. Ich mache mir Sorgen. – Schnee auf allen Bäumen – ein ewiger
      <lb n="09"/>Winter. Harry hat Heiratsabsichten. Es wäre ja sehr gut für ihn, aber ich
      <lb n="10"/>fürchte, das Mädel wird mir nicht gefallen. – Viel Biographisch gearbeitet.
      <lb n="11"/>A. gegen Abend auf einen Sprung bei mir. Sehr lieb.
      <lb n="12" type="paragraph-begin"/>5.4. Vormittag mit A. im Künstlerhaus (Liebermann etc.) Mittag bei ihm.
      <lb n="13"/>Abend bei Dreigproschen-Oper, bin <hi rend="underline" n="">sehr impressioniert</hi>, dann in der »Linde«.
      <lb n="14"/>Besonders guter Tag. A. besonders lieb zu mir, sagt mir unausgesetzt, wie
      <lb n="15"/>gut und elegant ich aussehe. <hi rend="underline" n="">Flitterwochenstimmung.</hi>
      <lb n="16" type="paragraph-begin"/>6.4. Harry verlobt. Das war rasch. Ich erwarte ihn eben mit seiner Braut.
      <lb n="17"/>Ich bin nicht sicher, dass sie mir gefallen wird – -
      <lb n="18"/>Alles ist weiss von Schnee und 3 Grad Kälte in der Früh. Was für ein son¬
      <lb n="19"/>derbares Jahr.
      <lb n="20" type="paragraph-begin"/>7.4. Also, ich bin flau auf die Sache. Das Mädchen ist nicht unsympathisch,
      <lb n="21"/>sehr lebendig (arisches Bürgertum), nur zu Chick sein wollend. Die Sache
      <lb n="22"/>scheint vor allem pekuniär nicht fundiert.
      <lb n="23" type="paragraph-begin"/>Abend bei A. Er ist lieb und zärtlich, aber gleichzeitig müd und traurig.
      <lb n="24"/>Erfreulich ist es nicht.
      <lb n="25" type="paragraph-begin"/>8.4. War bei Turnowskys. Vater sehr nett, Mutter hübsch, <hi rend="underline" n="">will</hi> chick, elegant
      <lb n="26"/>und gebildet scheinen, aber ich glaub ihr das alles nicht. Mädi frecher
      <lb n="27"/>Fratz und sehr verwöhnt.
      <lb n="28" type="paragraph-begin"/>Abend mit A. im Kino »Sturm über Asien«. Dann »Linde«. A. etwas heiterer
      <lb n="29"/>und sehr zärtlich.</p></div></body></text></TEI>