<?xml version='1.0' encoding='UTF-8'?>
<TEI xmlns:xsi="http://www.w3.org/2001/XMLSchema-instance" xmlns="http://www.tei-c.org/ns/1.0" xml:id="ckp664.xml" xml:base="https://id.acdh.oeaw.ac.at.at/ckp" prev="https://id.acdh.oeaw.ac.at.at/ckp/ckp663.xml" next="https://id.acdh.oeaw.ac.at.at/ckp/ckp665.xml"><teiHeader><fileDesc><titleStmt><title level="s">Clara Katharina Pollaczek: »Arthur Schnitzler und
                                    ich«</title><title level="a">Arthur Schnitzler an Clara Katharina Pollaczek, 18. März 1929</title><title type="alternative" when-iso="1929-03-18"/><author ref="#12435">Pollaczek, Clara Katharina</author><editor><name>Müller, Martin Anton</name><name>Untner, Laura</name></editor><funder><name>FWF - Der Wissenschaftsfonds</name><address><street>Sensengasse 1</street><postCode>1090 Wien</postCode><placeName><country>A</country><settlement>Wien</settlement></placeName></address></funder></titleStmt><editionStmt><edition>CKP</edition><respStmt><resp>Transkription</resp><name>Müller, Martin Anton</name><name>Untner, Laura</name><name>Mangel, Michael</name></respStmt></editionStmt><publicationStmt><publisher>Austrian Centre for Digital Humanities and Cultural
                                    Heritage</publisher><pubPlace>Vienna</pubPlace><date when="2023">2023</date><availability><licence target="https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/deed.de"><p>Sie dürfen: Teilen — das Material in jedwedem Format oder
                                            Medium vervielfältigen und weiterverbreiten Bearbeiten —
                                            das Material remixen, verändern und darauf aufbauen und
                                            zwar für beliebige Zwecke, sogar kommerziell.</p><p>Der Lizenzgeber kann diese Freiheiten nicht widerrufen
                                            solange Sie sich an die Lizenzbedingungen halten. Unter
                                            folgenden Bedingungen:</p><p>Namensnennung — Sie müssen angemessene Urheber- und
                                            Rechteangaben machen, einen Link zur Lizenz beifügen und
                                            angeben, ob Änderungen vorgenommen wurden. Diese Angaben
                                            dürfen in jeder angemessenen Art und Weise gemacht
                                            werden, allerdings nicht so, dass der Eindruck entsteht,
                                            der Lizenzgeber unterstütze gerade Sie oder Ihre Nutzung
                                            besonders. Keine weiteren Einschränkungen — Sie dürfen
                                            keine zusätzlichen Klauseln oder technische Verfahren
                                            einsetzen, die anderen rechtlich irgendetwas untersagen,
                                            was die Lizenz erlaubt.</p><p>Hinweise:</p><p>Sie müssen sich nicht an diese Lizenz halten hinsichtlich
                                            solcher Teile des Materials, die gemeinfrei sind, oder
                                            soweit Ihre Nutzungshandlungen durch Ausnahmen und
                                            Schranken des Urheberrechts gedeckt sind. Es werden
                                            keine Garantien gegeben und auch keine Gewähr geleistet.
                                            Die Lizenz verschafft Ihnen möglicherweise nicht alle
                                            Erlaubnisse, die Sie für die jeweilige Nutzung brauchen.
                                            Es können beispielsweise andere Rechte wie
                                            Persönlichkeits- und Datenschutzrechte zu beachten sein,
                                            die Ihre Nutzung des Materials entsprechend
                                            beschränken.</p></licence></availability><idno type="handle"/></publicationStmt><seriesStmt><p>Machine-Readable Transcriptions of the Correspondences of Arthur
                                    Schnitzler</p></seriesStmt><sourceDesc><listWit><witness n="1"><msDesc><msIdentifier><country>A</country><settlement>Wien</settlement><repository>Wienbibliothek</repository><idno>H.I.N. 155550</idno></msIdentifier></msDesc></witness></listWit></sourceDesc></fileDesc><profileDesc><langUsage><language ident="de-AT">German</language></langUsage></profileDesc><revisionDesc status="proposed"><change who="LU" when="2022-12-25">Angelegt</change></revisionDesc></teiHeader><facsimile><graphic url="ckp664"/></facsimile><text><body><div type="writingSession" n="1"><p>
      <lb n="01" type="paragraph-begin"/>Fischer zeigte sich in der Duninsache (Weg ins Freie) geneigter.-
      <lb n="02" type="paragraph-begin"/>Heute Vormittag habe ich wieder im Bureau eine Besprechung. Dieses Hin
      <lb n="03"/>und Herr, dieses Auf und Ab (»Ich schwanke noch«) ist meinen Nerven
      <lb n="04"/>nicht sehr zuträglich. Jede Sache erfordert die dreifache Zeit. Persön¬
      <lb n="05"/>lich war und ist er wieder von grösster Liebenswürdigkeit.-
      <lb n="06" type="paragraph-begin"/>Am Abend las ich O. Heini das Spiel der Morgenlüfte vor;
      <lb n="07"/>besonders der erste Akt gefiel – der zweite Aktschluss erregte die
      <lb n="08"/>erwarteten Bedenken; noch stärkere Einwendungen wurden gegen den drit¬
      <lb n="09"/>ten Akt erhoben; darunter einige sehr kluge. Die Aenderungen werden
      <lb n="10"/>nicht allzu schwer zu machen sein; – das schwerigste ist und bleibt
      <lb n="11"/>der Schluss des zweiten Aktes. Aber da ich nun entschlossen bin den
      <lb n="12"/>Kaplan »unvesehrt«, zwar nicht aus der Discussion, aber aus den Versuchun¬
      <lb n="13"/>gen hervorgehen zu lassen, – wird auch diese Schwierigkeit zu überwinden
      <lb n="14"/>sein.
      <lb n="15" type="paragraph-begin"/>Heute kam die von Kolap nachgewandte Post an; – Wiegler hat sich also
      <lb n="16"/>noch nicht gerührt. So werde ich mich allerspätestens Donnerstag bei
      <lb n="17"/>ihm selbst melden. Donnerstag Morgens will ich Dich auch antelefonie¬
      <lb n="18"/>ren, da werde ich hoffentlich schon was bestimmteres vielleicht
      <lb n="19"/>auch über meine Rückkunft sagen können. – Und nun, mein geliebtes Kind,
      <lb n="20"/>sage ich Dir für heute Lebwohl. Zu Mittag bin ich heute bei Dora;
      <lb n="21"/>Nachmittag will ich Correspondenz erledigen und mich Abend so früh
      <lb n="22"/>als möglich niederlegen. Mein Befinden ist im ganzen gut, ich bin frisch; -
      <lb n="23"/>aber dazwischen gibt es sehr tiefe Ermüdungen.
      <lb n="24" type="paragraph-begin"/>Lebwohl noch einmal, freu Dich des Frühlingwetters und benütz es so gut
      <lb n="25"/>es geht. Ich küsse Dich von ganzem Herzen und ganzer Seele. Dein A.</p></div></body></text></TEI>