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                                    ich«</title><title level="a">Clara Katharina Pollaczek an Arthur Schnitzler, 1. Januar 1929</title><title type="alternative" when-iso="1929-01-01"/><author ref="#12435">Pollaczek, Clara Katharina</author><editor><name>Müller, Martin Anton</name><name>Untner, Laura</name></editor><funder><name>FWF - Der Wissenschaftsfonds</name><address><street>Sensengasse 1</street><postCode>1090 Wien</postCode><placeName><country>A</country><settlement>Wien</settlement></placeName></address></funder></titleStmt><editionStmt><edition>CKP</edition><respStmt><resp>Transkription</resp><name>Müller, Martin Anton</name><name>Untner, Laura</name><name>Mangel, Michael</name></respStmt></editionStmt><publicationStmt><publisher>Austrian Centre for Digital Humanities and Cultural
                                    Heritage</publisher><pubPlace>Vienna</pubPlace><date when="2023">2023</date><availability><licence target="https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/deed.de"><p>Sie dürfen: Teilen — das Material in jedwedem Format oder
                                            Medium vervielfältigen und weiterverbreiten Bearbeiten —
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                                            solange Sie sich an die Lizenzbedingungen halten. Unter
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                                            dürfen in jeder angemessenen Art und Weise gemacht
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                                            der Lizenzgeber unterstütze gerade Sie oder Ihre Nutzung
                                            besonders. Keine weiteren Einschränkungen — Sie dürfen
                                            keine zusätzlichen Klauseln oder technische Verfahren
                                            einsetzen, die anderen rechtlich irgendetwas untersagen,
                                            was die Lizenz erlaubt.</p><p>Hinweise:</p><p>Sie müssen sich nicht an diese Lizenz halten hinsichtlich
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                                            beschränken.</p></licence></availability><idno type="handle"/></publicationStmt><seriesStmt><p>Machine-Readable Transcriptions of the Correspondences of Arthur
                                    Schnitzler</p></seriesStmt><sourceDesc><listWit><witness n="1"><msDesc><msIdentifier><country>A</country><settlement>Wien</settlement><repository>Wienbibliothek</repository><idno>H.I.N. 155550</idno></msIdentifier></msDesc></witness></listWit></sourceDesc></fileDesc><profileDesc><langUsage><language ident="de-AT">German</language></langUsage></profileDesc><revisionDesc status="proposed"><change who="LU" when="2022-12-25">Angelegt</change></revisionDesc></teiHeader><facsimile><graphic url="ckp632"/></facsimile><text><body><div type="writingSession" n="1"><p>
      <lb n="01"/>»Kammerdiener« weitergeschrieben, nur um irgendwie ins Arbeiten hi¬
      <lb n="02"/>neinzukommen, aber ich war bald müde. Immerhin hat diese Novelle momentan die
      <lb n="03"/>meisten Chancen. Alles in allem kein Jahresanfang, der mich sehr freut.
      <lb n="04"/>Ich will mich sicher nicht beklagen und undankbar sein, weiss, dass
      <lb n="05"/>es anderen Menschen viel schlechter geht, wenn man hier von »schlecht
      <lb n="06"/>gehen« überhaupt reden darf. Aber manches Mal (bitte lache nicht)
      <lb n="07"/>fühle ich mich für diese Stille und Enge zu jung, ich komme mir vor
      <lb n="08"/>wie eine Maus in einer hübschen kleinen Falle mit einem guten Stück¬
      <lb n="09"/>chen Speck darin. Irgendwo ist die weite Welt, das Leben – ich sitze
      <lb n="10"/>und knabbere. Vielleicht werde ich das, was ich schreibe, morgen nicht
      <lb n="11"/>mehr wissen und gewiss nicht mehr fühlen, wenn Du wieder da bist. Aber
      <lb n="12"/>heute Abend ist es nicht anders.
      <lb n="13" type="paragraph-begin"/>Ueber den Herrn »Vermeider« musste ich lächeln. Irgend¬
      <lb n="14"/>wie hat diese Bezeichnung mit Dir und Deinem Wesen zu tun. Uebrigens
      <lb n="15"/>ist mir dieser Tage zu Bewusstsein gekommen, dass beim »Zug der Schat¬
      <lb n="16"/>ten« zwischen Titel und Stück auch noch nicht ganz die richtige Bezie¬
      <lb n="17"/>hung besteht oder richtiger: der wundervolle Titel müsste an irgend
      <lb n="18"/>einer Stelle eine stärkere Begründung finden. Findest Du dumm, was ich
      <lb n="19"/>da sag? Morgen höre ich wohl von Dir. Mit wem gehst Du zu Oedipus? -
      <lb n="20"/>Für heute Schluss. Ich umarme Dich trotz düsterer Stimmung von ganzem
      <lb n="21"/>Herzen.
      <lb n="22" type="paragraph-begin"/>Deine C.K.</p></div></body></text></TEI>