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                                    ich«</title><title level="a">Arthur Schnitzler an Clara Katharina Pollaczek, 1. Januar 1929</title><title type="alternative" when-iso="1929-01-01"/><author ref="#12435">Pollaczek, Clara Katharina</author><editor><name>Müller, Martin Anton</name><name>Untner, Laura</name></editor><funder><name>FWF - Der Wissenschaftsfonds</name><address><street>Sensengasse 1</street><postCode>1090 Wien</postCode><placeName><country>A</country><settlement>Wien</settlement></placeName></address></funder></titleStmt><editionStmt><edition>CKP</edition><respStmt><resp>Transkription</resp><name>Müller, Martin Anton</name><name>Untner, Laura</name><name>Mangel, Michael</name></respStmt></editionStmt><publicationStmt><publisher>Austrian Centre for Digital Humanities and Cultural
                                    Heritage</publisher><pubPlace>Vienna</pubPlace><date when="2023">2023</date><availability><licence target="https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/deed.de"><p>Sie dürfen: Teilen — das Material in jedwedem Format oder
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                                    Schnitzler</p></seriesStmt><sourceDesc><listWit><witness n="1"><msDesc><msIdentifier><country>A</country><settlement>Wien</settlement><repository>Wienbibliothek</repository><idno>H.I.N. 155550</idno></msIdentifier></msDesc></witness></listWit></sourceDesc></fileDesc><profileDesc><langUsage><language ident="de-AT">German</language></langUsage></profileDesc><revisionDesc status="proposed"><change who="LU" when="2022-12-25">Angelegt</change></revisionDesc></teiHeader><facsimile><graphic url="ckp629"/></facsimile><text><body><div type="writingSession" n="1"><p>
      <lb n="01" type="paragraph-begin"/>Berlin, 1.1.1929.
      <lb n="02" type="paragraph-begin"/>Mein Liebes, der gestrige letzte Tag des Jahres 28 hat so getan, als
      <lb n="03"/>wenn … Der langerwartete Dollarscheck aus Amerika kam – S. F. zahlte
      <lb n="04"/>31.–35. Auflage Therese, – und endlich erschien gar die mehr oder weniger
      <lb n="05"/>heilige Elisabeth – Aber ich will in Ordnung erzählen. Vormittag
      <lb n="06"/>bei S. F., sprach ich ihn, Bermann, Loerke, Kayser und Maril, – ohne dass son¬
      <lb n="07"/>derlich viel neues herauskam. Das wesentlichste, dass das Deutsche Theater
      <lb n="08"/>in den Kammerspielen den Reigen spielen möchte. Ich liess dem Direc¬
      <lb n="09"/>tor Klein (in Firma Reinhardt) sagen, – er möge mich anrufen, – ev. sei ich
      <lb n="10"/>ja bis Sonntag da; – gleiches lass ich den Rotters bestellen (die die
      <lb n="11"/>Komödie der Verführung spielen wollen) – Auch über die Buchausgabe
      <lb n="12"/>Reigen (Harz) gab es eine Unterhaltung, in der S. F. wieder alles, was er
      <lb n="13"/>Tags zuvor gesagt, hatte, zurücknahm.
      <lb n="14" type="paragraph-begin"/>Zu Tisch war ich wieder bei Michaelis. Um 5 zuhause – Da rief Elisabeth
      <lb n="15"/>Bergner an – und 1½ Stunden später erschien sie selbst – nach einer
      <lb n="16"/>10tägigen Grippe blass, sehr charmant und klug.
      <lb n="17" type="paragraph-begin"/>Eben ½11 Vormittag unterbricht der Briefträger mit Deinem lieben
      <lb n="18"/>Sonntagsbrief aufs angenehmste dieses Schreiben, und ich umarme Dich
      <lb n="19"/>in dieser Pause – – – Nun zurück zu E. B.– In Kürze: sie brennt darauf
      <lb n="20"/>en<supplied>d</supplied>lich die Else zu spielen, – hat auch tatsächlich mit Strnad schon ge¬
      <lb n="21"/>sprochen, der auch brennt, um einige Grade niedriger denk ich, aber ver¬
      <lb n="22"/>lässlicher.) – Ich zeigte mich weiter etwas skeptisch; – wir redeten
      <lb n="23"/>über den Film, der sie, wie sie mir sagt, von der Else nicht ganz erlöst
      <lb n="24"/>hat – worauf ich noch einiges über die Gestalt der Else und die Kongruenz
      <lb n="25"/>zwischen ihrer (B.’s) Künstlerschaft und der Elsegestalt sagte. Wir tele¬
      <lb n="26"/>graphi<supplied>e</supplied>rten also Strnad – ob er vor Sonntag kommen könn¬
      <lb n="27"/>te; wenn nicht, so scheint Elisabeth B. entschlossen in allernäch¬
      <lb n="28"/>ster Zeit (so bald sie ganz erholt) nach Wien zu fahren.– Wir rede¬
      <lb n="29"/>ten dann noch sehr viel von Heini, für den sie eine ganz besondere Vor¬
      <lb n="30"/>liebe hat; über ihre »Julie«, über Max Reinhardt, dem sie die Haupt¬
      <lb n="31"/>schuld an dem Echec der Romeovorstellung gibt. Sie behauptet, dass sie</p></div></body></text></TEI>