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                                    ich«</title><title level="a">Tagebuch von Clara Katharina Pollaczek, 11.–19. Oktober 1928</title><title type="alternative" when-iso="1928-10-11"/><title type="alternative" when-iso="1928-10-13"/><title type="alternative" when-iso="1928-10-17"/><title type="alternative" when-iso="1928-10-18"/><title type="alternative" when-iso="1928-10-19"/><author ref="#12435">Pollaczek, Clara Katharina</author><editor><name>Müller, Martin Anton</name><name>Untner, Laura</name></editor><funder><name>FWF - Der Wissenschaftsfonds</name><address><street>Sensengasse 1</street><postCode>1090 Wien</postCode><placeName><country>A</country><settlement>Wien</settlement></placeName></address></funder></titleStmt><editionStmt><edition>CKP</edition><respStmt><resp>Transkription</resp><name>Müller, Martin Anton</name><name>Untner, Laura</name><name>Mangel, Michael</name></respStmt></editionStmt><publicationStmt><publisher>Austrian Centre for Digital Humanities and Cultural
                                    Heritage</publisher><pubPlace>Vienna</pubPlace><date when="2023">2023</date><availability><licence target="https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/deed.de"><p>Sie dürfen: Teilen — das Material in jedwedem Format oder
                                            Medium vervielfältigen und weiterverbreiten Bearbeiten —
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                                            solange Sie sich an die Lizenzbedingungen halten. Unter
                                            folgenden Bedingungen:</p><p>Namensnennung — Sie müssen angemessene Urheber- und
                                            Rechteangaben machen, einen Link zur Lizenz beifügen und
                                            angeben, ob Änderungen vorgenommen wurden. Diese Angaben
                                            dürfen in jeder angemessenen Art und Weise gemacht
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                                            der Lizenzgeber unterstütze gerade Sie oder Ihre Nutzung
                                            besonders. Keine weiteren Einschränkungen — Sie dürfen
                                            keine zusätzlichen Klauseln oder technische Verfahren
                                            einsetzen, die anderen rechtlich irgendetwas untersagen,
                                            was die Lizenz erlaubt.</p><p>Hinweise:</p><p>Sie müssen sich nicht an diese Lizenz halten hinsichtlich
                                            solcher Teile des Materials, die gemeinfrei sind, oder
                                            soweit Ihre Nutzungshandlungen durch Ausnahmen und
                                            Schranken des Urheberrechts gedeckt sind. Es werden
                                            keine Garantien gegeben und auch keine Gewähr geleistet.
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                                            Persönlichkeits- und Datenschutzrechte zu beachten sein,
                                            die Ihre Nutzung des Materials entsprechend
                                            beschränken.</p></licence></availability><idno type="handle"/></publicationStmt><seriesStmt><p>Machine-Readable Transcriptions of the Correspondences of Arthur
                                    Schnitzler</p></seriesStmt><sourceDesc><listWit><witness n="1"><msDesc><msIdentifier><country>A</country><settlement>Wien</settlement><repository>Wienbibliothek</repository><idno>H.I.N. 155550</idno></msIdentifier></msDesc></witness></listWit></sourceDesc></fileDesc><profileDesc><langUsage><language ident="de-AT">German</language></langUsage></profileDesc><revisionDesc status="proposed"><change who="LU" when="2022-12-25">Angelegt</change></revisionDesc></teiHeader><facsimile><graphic url="ckp618"/></facsimile><text><body><div type="writingSession" n="1"><p>
      <lb n="01"/>vernehmen. Er sieht so elend aus (Blasenbeschwerden), ist so nervös, dass
      <lb n="02"/>ich mir Sorgen mache. An diesem blossen, verfallenen Gesicht zerschellt
      <lb n="03"/>mein Groll.
      <lb n="04" type="paragraph-begin"/>Harry benimmt sich riesig lieb gegen mich, hilft mir so gut er nur kann.
      <lb n="05"/>Ist überhaupt seit Wochen ein Anderer, bin sehr froh darüber.
      <lb n="06"/>Keine Zeit einzutragen. Sinke jede Nacht wie zerbrochen auf mein Bett.
      <lb n="07"/>A. sieht besser aus, freut sich auf meine Wohnung.
      <lb n="08" type="paragraph-begin"/><hi rend="underline" n="">13.11.</hi> Und jetzt die letzte Nacht in dem Haus, in dem ich geboren bin.
      <lb n="09"/>Ich komme eben von einem pompösen Abendessen bei Ferda. Um 5 Uhr stand
      <lb n="10"/>ich noch am Boden zwischen Trödlern und Packern, die letzten Trümmer von
      <lb n="11"/>einst verschachern, abgehetzt und übermüdet. Um 8 Uhr war ich bei Ferda im
      <lb n="12"/>Ecru-Spitzenkleid und alle fanden mich verblüffend gut aussehend. Wer
      <lb n="13"/>sieht in mich hinein?
      <lb n="14" type="paragraph-begin"/>Hier habe ich zum ersten Mal die Augen aufgeschlagen, hier begann mein
      <lb n="15"/>Leben. Wo wird es sich vollenden? Wird das, was jetzt kommt, ein ruhiges
      <lb n="16"/>Glück sein? -
      <lb n="17" type="paragraph-begin"/>Ich blicke in dieser Stunde eher zurück als vorwärts. Eltern, Grossvater,
      <lb n="18"/>wie nah seid Ihr mir und wie danke ich Euch für alles – alles.
      <lb n="19" type="paragraph-begin"/><hi rend="underline" n="">17.11.</hi> Aus Schmutz und Arbeit schält sich das Wunder meiner neuen Wohnung.
      <lb n="20"/>Drei Tage hier und ich nahezu fertig. Ich habe täglich von 7 Uhr Früh
      <lb n="21"/>bis 11 Unr Abend gearbeitet. A. gestern für 1-2 Tage auf den Semmering.
      <lb n="22"/>Ich war sehr froh alles ungestört fertig machen zu können. Er wird Augen
      <lb n="23"/>machen.
      <lb n="24" type="paragraph-begin"/>18.11. A. zurück. Sehr begeistert. Vormittag bei mir. Am Abend ich bei
      <lb n="25"/>ihm. Kinder und Geschwister von der Wohnung entzückt.
      <lb n="26" type="paragraph-begin"/>19.11. Fader Abend bei Wellesz mit Frau Bachrach, Frieda, Mimi Zuckerkandl.
      <lb n="27"/>So viel Aufwand für diese Langeweile. Ich sehr müde.</p></div></body></text></TEI>