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                                    ich«</title><title level="a">Arthur Schnitzler an Clara Katharina Pollaczek, 16. Oktober 1928</title><title type="alternative" when-iso="1928-10-16"/><author ref="#12435">Pollaczek, Clara Katharina</author><editor><name>Müller, Martin Anton</name><name>Untner, Laura</name></editor><funder><name>FWF - Der Wissenschaftsfonds</name><address><street>Sensengasse 1</street><postCode>1090 Wien</postCode><placeName><country>A</country><settlement>Wien</settlement></placeName></address></funder></titleStmt><editionStmt><edition>CKP</edition><respStmt><resp>Transkription</resp><name>Müller, Martin Anton</name><name>Untner, Laura</name><name>Mangel, Michael</name></respStmt></editionStmt><publicationStmt><publisher>Austrian Centre for Digital Humanities and Cultural
                                    Heritage</publisher><pubPlace>Vienna</pubPlace><date when="2023">2023</date><availability><licence target="https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/deed.de"><p>Sie dürfen: Teilen — das Material in jedwedem Format oder
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                                            einsetzen, die anderen rechtlich irgendetwas untersagen,
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                                    Schnitzler</p></seriesStmt><sourceDesc><listWit><witness n="1"><msDesc><msIdentifier><country>A</country><settlement>Wien</settlement><repository>Wienbibliothek</repository><idno>H.I.N. 155550</idno></msIdentifier></msDesc></witness></listWit></sourceDesc></fileDesc><profileDesc><langUsage><language ident="de-AT">German</language></langUsage></profileDesc><revisionDesc status="proposed"><change who="LU" when="2022-12-25">Angelegt</change></revisionDesc></teiHeader><facsimile><graphic url="ckp610"/></facsimile><text><body><div type="writingSession" n="1"><p>
      <lb n="01"/>16.10.1928. Berlin.
      <lb n="02" type="paragraph-begin"/>Mein Liebes, vor allem bitte ich Dich mach Dir keine Skrupel wegen
      <lb n="03"/>der Wohnung: auch wenn ich sie in diesen Tagen nicht sehe – ich
      <lb n="04"/>trau Deinem Geschmack und Deinem Verstand so vollkommen, dass ich
      <lb n="05"/>einen Fehlgriff für ausgeschlossen halte, wenn Du selbst Gefallen fin¬
      <lb n="06"/>dest. Und ich halte das Risiko nicht einmal für gross, wenn sich ir¬
      <lb n="07"/>gend welche Schäden nachträglich herausstellen sollten. (Wie sollte
      <lb n="08"/>das übrigens möglich sein?) Denn diese Wohnung würde man dann
      <lb n="09"/>loskriegen – auch gegen eine in der gleichen Gegend. Durch den Archi¬
      <lb n="10"/>tekten Siebert hat man ja jetzt schon einen Ueberblick. Das wesent¬
      <lb n="11"/>liche ist, dass Du eine hübsche kleine Wohnung für <hi rend="underline" n="">Dich allein</hi> – und
      <lb n="12"/>eine für <hi rend="underline" n="">uns</hi> in günstigster Lage hast; – dagegen fallen auch die für
      <lb n="13"/>Dich sehr begreiflichen Gefühlsmomente nicht ins Gewicht, umso 
      <lb n="14"/>mehr als es ja wahrhaftig nicht die gleiche Wohnung ist, in der Du
      <lb n="15"/>als Kind gelebt hast; -und die späteren Jahre nicht durchaus schöne
      <lb n="16"/>Erinnerungen für Dich enthalten. Heute kommt wohl ein Brief von Dir
      <lb n="17"/>mit definitiven Mitteilungen. Meine Heimreise von hier wird zwi¬
      <lb n="18"/>schen Samstag und Montag stattfinden – wobei ich keineswegs über¬
      <lb n="19"/>zeugt bin, dass ich bis dahin irgend etwas Bindendes mit den Film¬
      <lb n="20"/>leuten abgemacht haben werde. Sie <hi rend="underline" n="">wollen</hi> sich eben nicht binden -
      <lb n="21"/>oder wie Dr.Bermann sagt, sie wollen zu Reklamzwecken zwar
      <lb n="22"/>einen grossen Namen haben, aber möglichst billig. Das Aufschieben
      <lb n="23"/>geschieht ja mit offenbarer Absicht. Für heute Dienstag war eine
      <lb n="24"/>Conferenz schon vorigen Freitag angesetzt; gestern Vormittag war ich
      <lb n="25"/>im Bureau und fragte Herrn Kohner, ob man sich (da Spiel im Morgen¬
      <lb n="26"/>grauen wegfällt) zu etwas anderem entschlossen habe; – angeblich
      <lb n="27"/>denken sie an Casanovas Heimfahrt; – Herr Biro, ihr Dramaturg, beschäf¬
      <lb n="28"/>tigt sich immer noch mit der Lektüre meiner Werke. Ich schlug ihm
      <lb n="29"/>gestern u.a. Hirtenflöte, Traumnovelle, Kakadu vor – bei aller Vereh¬
      <lb n="30"/>rung für mich – hat er die Sachen noch immer nicht von neuem gelesen.
      <lb n="31"/>Er selbst übrigens findet das Benehmen der Leute (Kohner, Lämmle,</p></div></body></text></TEI>