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                                    ich«</title><title level="a">Tagebuch von Clara Katharina Pollaczek, 25.–31. August 1928</title><title type="alternative" when-iso="1928-08-25"/><title type="alternative" when-iso="1928-08-27"/><title type="alternative" when-iso="1928-08-28"/><title type="alternative" when-iso="1928-08-29"/><title type="alternative" when-iso="1928-08-30"/><title type="alternative" when-iso="1928-08-31"/><author ref="#12435">Pollaczek, Clara Katharina</author><editor><name>Müller, Martin Anton</name><name>Untner, Laura</name></editor><funder><name>FWF - Der Wissenschaftsfonds</name><address><street>Sensengasse 1</street><postCode>1090 Wien</postCode><placeName><country>A</country><settlement>Wien</settlement></placeName></address></funder></titleStmt><editionStmt><edition>CKP</edition><respStmt><resp>Transkription</resp><name>Müller, Martin Anton</name><name>Untner, Laura</name><name>Mangel, Michael</name></respStmt></editionStmt><publicationStmt><publisher>Austrian Centre for Digital Humanities and Cultural
                                    Heritage</publisher><pubPlace>Vienna</pubPlace><date when="2023">2023</date><availability><licence target="https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/deed.de"><p>Sie dürfen: Teilen — das Material in jedwedem Format oder
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                                            keine zusätzlichen Klauseln oder technische Verfahren
                                            einsetzen, die anderen rechtlich irgendetwas untersagen,
                                            was die Lizenz erlaubt.</p><p>Hinweise:</p><p>Sie müssen sich nicht an diese Lizenz halten hinsichtlich
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                                            soweit Ihre Nutzungshandlungen durch Ausnahmen und
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                                            Persönlichkeits- und Datenschutzrechte zu beachten sein,
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                                            beschränken.</p></licence></availability><idno type="handle"/></publicationStmt><seriesStmt><p>Machine-Readable Transcriptions of the Correspondences of Arthur
                                    Schnitzler</p></seriesStmt><sourceDesc><listWit><witness n="1"><msDesc><msIdentifier><country>A</country><settlement>Wien</settlement><repository>Wienbibliothek</repository><idno>H.I.N. 155550</idno></msIdentifier></msDesc></witness></listWit></sourceDesc></fileDesc><profileDesc><langUsage><language ident="de-AT">German</language></langUsage></profileDesc><revisionDesc status="proposed"><change who="LU" when="2022-12-25">Angelegt</change></revisionDesc></teiHeader><facsimile><graphic url="ckp591"/></facsimile><text><body><div type="writingSession" n="1"><p>
      <lb n="01" type="paragraph-begin"/>25.8. Mit Emmy am Sonnwendstein. Oben gegessen und gleich wieder herun¬
      <lb n="02"/>ter. Beim Aufstieg Beschwerden und Schmerzen in der Herzgegend.
      <lb n="03" type="paragraph-begin"/>Lieber Brief von Berta Zuckerandl. Sehr herzlicher aber trauriger Brief
      <lb n="04"/>von A. O. und Arnoldo eingetroffen und Dora kommt auch hin. Kuppeln
      <lb n="05"/>wahrscheinlich! Nun man wird ja sehen.
      <lb n="06" type="paragraph-begin"/>27.8. Mit Emmy Johannispromenade, wo ich vor 1½ Jahren mit A. ging.
      <lb n="07"/>Depression. Ich werde wohl Mittwoch nach Wien fahren. Wetter sommerlich.
      <lb n="08" type="paragraph-begin"/>28.8. Vormittag mit Emmy. Von A. 2 Karten, offenbar um Details aus dem
      <lb n="09"/>Weg zu gehen. Dora kommt mit Familie, Frau Schneider mit ihrem Freund
      <lb n="10"/>Biliter. Trauerkongress in Hohenschwangau. Lächerlich und widerlich zu¬
      <lb n="11"/>gleich.
      <lb n="12" type="paragraph-begin"/>29.8. Längerer Brief, sehr liebevoll, aber er kommt erst zwischen 4. und
      <lb n="13"/>6. Er schreibt: »Im Zusa<supplied>m</supplied>menhange mit dir, wage ich heute zum ersten
      <lb n="14"/>Mal wieder das Wort – ich freue mich.« Ich fahre heute Abend um ½ 7
      <lb n="15"/>nach Wien.
      <lb n="16" type="paragraph-begin"/>30.8. Wien. Vormittag Stadt. Fast wohltuend das Getriebe um mich.
      <lb n="17"/>Eine Karte von A. Einige Nummern der Telegrammzeitung vorgefunden
      <lb n="18"/>mit der Novelle »Barspieler«, lächerlich gekürzt.
      <lb n="19" type="paragraph-begin"/>Mittag Cary und Magda. Zum ersten Mal mit Magda nicht ganz einverstan¬
      <lb n="20"/>den, Ihre Wirtschaft interessiert sie nicht, sie möchte einen Beruf.
      <lb n="21"/>Sie langweilt sich, wenn Carry nicht zuhause ist, Wie leicht wollen
      <lb n="22"/>sich diese Frauen das Leben machen! Was hat unsereins ertragen müssen!
      <lb n="23"/>Abend Abend bei Berta Z. Viel von A. gesprochen, von meiner Beziehung
      <lb n="24"/>zu ihm. Ich habe ihr auch erklärt, es muss etwas von den Theatern
      <lb n="25"/>für A. geschehen. Er braucht eine <hi rend="underline" n="">Freude</hi>, um über das Ent¬
      <lb n="26"/>setzliche hinwegzukommen. Etwas, das ihn herauszureissen vermag. Sie
      <lb n="27"/>hat mir versprochen mit Herterich, Beer und »Josefstadt« zu reden. Sie ist
      <lb n="28"/>ein guter und temperamentvoller Mensch.
      <lb n="29" type="paragraph-begin"/>31.8. Vormittag mit Magda spazieren gegangen. Viel über Ehe, Pflicht
      <lb n="30"/>und Liebe gesprochen. Ich glaube, wir sind einander dadurch noch näher</p></div></body></text></TEI>