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                                    ich«</title><title level="a">Arthur Schnitzler an Clara Katharina Pollaczek, 17. April 1928</title><title type="alternative" when-iso="1928-04-17"/><author ref="#12435">Pollaczek, Clara Katharina</author><editor><name>Müller, Martin Anton</name><name>Untner, Laura</name></editor><funder><name>FWF - Der Wissenschaftsfonds</name><address><street>Sensengasse 1</street><postCode>1090 Wien</postCode><placeName><country>A</country><settlement>Wien</settlement></placeName></address></funder></titleStmt><editionStmt><edition>CKP</edition><respStmt><resp>Transkription</resp><name>Müller, Martin Anton</name><name>Untner, Laura</name><name>Mangel, Michael</name></respStmt></editionStmt><publicationStmt><publisher>Austrian Centre for Digital Humanities and Cultural
                                    Heritage</publisher><pubPlace>Vienna</pubPlace><date when="2023">2023</date><availability><licence target="https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/deed.de"><p>Sie dürfen: Teilen — das Material in jedwedem Format oder
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                                    Schnitzler</p></seriesStmt><sourceDesc><listWit><witness n="1"><msDesc><msIdentifier><country>A</country><settlement>Wien</settlement><repository>Wienbibliothek</repository><idno>H.I.N. 155550</idno></msIdentifier></msDesc></witness></listWit></sourceDesc></fileDesc><profileDesc><langUsage><language ident="de-AT">German</language></langUsage></profileDesc><revisionDesc status="proposed"><change who="LU" when="2022-12-25">Angelegt</change></revisionDesc></teiHeader><facsimile><graphic url="ckp527"/></facsimile><text><body><div type="writingSession" n="1"><p>
      <lb n="01" type="paragraph-begin"/>An Bord der Stella.
      <lb n="02" type="paragraph-begin"/>Dienstag, 17.4.1928. Vormittag.
      <lb n="03" type="paragraph-begin"/>Im Hafen von Katakolon.
      <lb n="04" type="paragraph-begin"/>Mein Liebes, das Schiff liegt still; die Mehrzahl der Passagiere hat
      <lb n="05"/>einen Ausflug nach Olympia unternommen, andertha<supplied>l</supplied>b Stunden Bahnfahrt,
      <lb n="06"/>berühmter Tempel, Museum, Besichtigung, Lunchpackerl, etwa 150 Menschen,
      <lb n="07"/>also lieber nicht, dachte ich, ebenso Lili und Arnoldo.–Die schlafen
      <lb n="08"/>aber noch. Ich habe meine Frühtour auf den Deck gemacht und sitze jetzt
      <lb n="09"/>im Salon, um Dir zu schreiben. Vor allem allgemeines über das Schiff.
      <lb n="10"/>Es ist 24 Jahre alt, war ein Amerikadampfer, hat in Ehren gedient, und
      <lb n="11"/>ist auf seine alten Tage weiss angestrichen und ein Vergnügungsdampfer
      <lb n="12"/>geworden. Ich habe sowohl meine Kajüte – als Lili und Arnoldo ihre
      <lb n="13"/>Kajüte gewechselt – ich bekam sogar eine mit Bad – das vorläufig
      <lb n="14"/>nicht functioniert. – Die Gesellschaftsräume geräumig, aber doch, ins¬
      <lb n="15"/>besondere das Rauchzimmer nicht ausreichend. Essen recht gut, zuweilen
      <lb n="16"/>sehr gut. Tische zu 7-20 Personen. Ich links vom Capitän, Lili rechts.
      <lb n="17"/>Dann von Lili an gerechnet Arnoldo, Prof. Dr. Liepmann und Frau, Bankdi¬
      <lb n="18"/>rektor Sampo aus Mailand. Conversation italienisch, französisch, selten
      <lb n="19"/>deutsch. Das Frühstück ½1 geht leicht vorüber, das Diner leider schon um
      <lb n="20"/>7 zu dem üblichen 7 Gängen, dauert über eine Stunde und ist daher zum
      <lb n="21"/>auswachsen. Nachher lauf ich uns Deck herum, sitze eine Weile im Rauch¬
      <lb n="22"/>zimmer; bis nach 11 wird (auf Deck) getanzt (immer die gleichen Paa¬
      <lb n="23"/>re, 15-20; Arnoldo-Lili sehen nicht am schlechtesten aus). – Dann bin
      <lb n="24"/>ich noch im Freien oder im Rauchsalon. Bekannte von früher und vom
      <lb n="25"/>Schiff. Oberleutnant Krum mit Frau (von Lichtensterns her bekannt);
      <lb n="26"/>ein jüdischer gemütlicher Advokat Sachsel (mir von einer Urheber¬
      <lb n="27"/>rechtconferenz her bekannt), ein Dozent der Theologie und Pfarrer aus
      <lb n="28"/>Breslau Dr. Haacke (?). nicht unangenehm, etwas selbstgefällig; ein
      <lb n="29"/>Dr. Katiz (Dresden) früherer Hospital bei Julius u.a.
      <lb n="30"/>Bisher von meinen Sachen überhaupt noch nichts angesehen; -lese
      <lb n="31"/>Paléologue und Dreyser. Gestern an Land mit Arnoldo und Lili; -Corfu;</p></div></body></text></TEI>