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                                    ich«</title><title level="a">Tagebuch von Clara Katharina Pollaczek, 2. Februar – 22. März 1928</title><title type="alternative" when-iso="1928-02-02"/><title type="alternative" when-iso="1928-02-12"/><title type="alternative" when-iso="1928-03-22"/><author ref="#12435">Pollaczek, Clara Katharina</author><editor><name>Müller, Martin Anton</name><name>Untner, Laura</name></editor><funder><name>FWF - Der Wissenschaftsfonds</name><address><street>Sensengasse 1</street><postCode>1090 Wien</postCode><placeName><country>A</country><settlement>Wien</settlement></placeName></address></funder></titleStmt><editionStmt><edition>CKP</edition><respStmt><resp>Transkription</resp><name>Müller, Martin Anton</name><name>Untner, Laura</name><name>Mangel, Michael</name></respStmt></editionStmt><publicationStmt><publisher>Austrian Centre for Digital Humanities and Cultural
                                    Heritage</publisher><pubPlace>Vienna</pubPlace><date when="2023">2023</date><availability><licence target="https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/deed.de"><p>Sie dürfen: Teilen — das Material in jedwedem Format oder
                                            Medium vervielfältigen und weiterverbreiten Bearbeiten —
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                                            besonders. Keine weiteren Einschränkungen — Sie dürfen
                                            keine zusätzlichen Klauseln oder technische Verfahren
                                            einsetzen, die anderen rechtlich irgendetwas untersagen,
                                            was die Lizenz erlaubt.</p><p>Hinweise:</p><p>Sie müssen sich nicht an diese Lizenz halten hinsichtlich
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                                            soweit Ihre Nutzungshandlungen durch Ausnahmen und
                                            Schranken des Urheberrechts gedeckt sind. Es werden
                                            keine Garantien gegeben und auch keine Gewähr geleistet.
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                                            Persönlichkeits- und Datenschutzrechte zu beachten sein,
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                                            beschränken.</p></licence></availability><idno type="handle"/></publicationStmt><seriesStmt><p>Machine-Readable Transcriptions of the Correspondences of Arthur
                                    Schnitzler</p></seriesStmt><sourceDesc><listWit><witness n="1"><msDesc><msIdentifier><country>A</country><settlement>Wien</settlement><repository>Wienbibliothek</repository><idno>H.I.N. 155550</idno></msIdentifier></msDesc></witness></listWit></sourceDesc></fileDesc><profileDesc><langUsage><language ident="de-AT">German</language></langUsage></profileDesc><revisionDesc status="proposed"><change who="LU" when="2022-12-25">Angelegt</change></revisionDesc></teiHeader><facsimile><graphic url="ckp518"/></facsimile><text><body><div type="writingSession" n="1"><p>
      <lb n="01"/>mir das Geld). Wenn er aber seine Kühle, sein melancholisches Wesen nur
      <lb n="02"/>für einen vorübergehenden Zustand hält, dann will ich alles versuchen,
      <lb n="03"/>damit es wieder schön zwischen uns wird. Er sagt, er habe mich ge¬
      <lb n="04"/>nau so lieb, seine Depression teilweise physisch, teilweise, weil er nicht
      <lb n="05"/>arbeiten kann, woran auch meine durch O. 's Anwesenheit immer wieder her¬
      <lb n="06"/>vorgerufene Verstimmung Schuld trägt. Er verstehe es ja teilweise, aber
      <lb n="07"/>ich müsse einsehen, dass er mir damit nicht das Geringste wegnimmt. Ich
      <lb n="08"/>nehme seinen Kopf zwischen meine Hände, streichle ihn, vielleicht werden
      <lb n="09"/>jetzt bessere Tage kommen.
      <lb n="10" type="paragraph-begin"/>12.2. Olga kommt wieder! Ich ging beim Mondschein zu ihm, dachte, das
      <lb n="11"/>wird einmal ein schöner Abend. Er empfing mich mit der Nachricht. Ich
      <lb n="12"/>wurde schneeweiss im Gesicht, meine Zähne schlugen aufeinander. Dabei
      <lb n="13"/>redete ich ihn fortgesetzt zu, sich nicht aufzuregen. Er behauptet, sie
      <lb n="14"/>komme nur für drei Tage den Abtransport der Möbel überwachen.
      <lb n="15" type="paragraph-begin"/>Olga, Olga – immer sie zwischen uns. Er ist zwar fast jeden Abend mit
      <lb n="16"/>mir, aber sein Haus darf ich nicht betreten. Ich sage nichts, ich klage
      <lb n="17"/>nicht mehr, aber ich bin innerlich müde.
      <lb n="18" type="paragraph-begin"/>Sie ist fast drei Wochen hier. Ich war einmal bei ihm an einem Abend,
      <lb n="19"/>da sie ihm absagte und zu Bett lag. Da war er sicher, dass sie nicht
      <lb n="20"/>plötzlich kommen würde.–Ich war zu müde Nein zu sagen.
      <lb n="21" type="paragraph-begin"/>Was nützt es, dass sie jetzt endlich fort ist. A. klagt fort über Kopf¬
      <lb n="22"/>schmerzen, Verstimmung, es ist nichts mehr, wie es war. Er sagt, er sieht
      <lb n="23"/>sie, wie sie <hi rend="underline" n="">ist</hi>. Sie macht ihn <hi rend="underline" n="">ausschliesslich</hi> nervös und doch hat er
      <lb n="24"/>nicht die Kraft uns Ruhe zu schaffen. -Die Hand liegt längst wieder an
      <lb n="25"/>ihrem Platz, sie war nur in Reparatur. Wie hässlich und unwahr ist alles.
      <lb n="26"/>22.3. Géraldy in Wien. Einer der reizendsten menschen. Sehr hübscher
      <lb n="27"/>Abend bei Hofrätin Z. Anwesend: Géraldy, Hofmannsthal und Frau, Werfel,</p></div></body></text></TEI>