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                                    ich«</title><title level="a">Arthur Schnitzler an Clara Katharina Pollaczek, 11. September 1927</title><title type="alternative" when-iso="1927-09-11"/><author ref="#12435">Pollaczek, Clara Katharina</author><editor><name>Müller, Martin Anton</name><name>Untner, Laura</name></editor><funder><name>FWF - Der Wissenschaftsfonds</name><address><street>Sensengasse 1</street><postCode>1090 Wien</postCode><placeName><country>A</country><settlement>Wien</settlement></placeName></address></funder></titleStmt><editionStmt><edition>CKP</edition><respStmt><resp>Transkription</resp><name>Müller, Martin Anton</name><name>Untner, Laura</name><name>Mangel, Michael</name></respStmt></editionStmt><publicationStmt><publisher>Austrian Centre for Digital Humanities and Cultural
                                    Heritage</publisher><pubPlace>Vienna</pubPlace><date when="2023">2023</date><availability><licence target="https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/deed.de"><p>Sie dürfen: Teilen — das Material in jedwedem Format oder
                                            Medium vervielfältigen und weiterverbreiten Bearbeiten —
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                                            angeben, ob Änderungen vorgenommen wurden. Diese Angaben
                                            dürfen in jeder angemessenen Art und Weise gemacht
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                                            der Lizenzgeber unterstütze gerade Sie oder Ihre Nutzung
                                            besonders. Keine weiteren Einschränkungen — Sie dürfen
                                            keine zusätzlichen Klauseln oder technische Verfahren
                                            einsetzen, die anderen rechtlich irgendetwas untersagen,
                                            was die Lizenz erlaubt.</p><p>Hinweise:</p><p>Sie müssen sich nicht an diese Lizenz halten hinsichtlich
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                                            soweit Ihre Nutzungshandlungen durch Ausnahmen und
                                            Schranken des Urheberrechts gedeckt sind. Es werden
                                            keine Garantien gegeben und auch keine Gewähr geleistet.
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                                            Persönlichkeits- und Datenschutzrechte zu beachten sein,
                                            die Ihre Nutzung des Materials entsprechend
                                            beschränken.</p></licence></availability><idno type="handle"/></publicationStmt><seriesStmt><p>Machine-Readable Transcriptions of the Correspondences of Arthur
                                    Schnitzler</p></seriesStmt><sourceDesc><listWit><witness n="1"><msDesc><msIdentifier><country>A</country><settlement>Wien</settlement><repository>Wienbibliothek</repository><idno>H.I.N. 155550</idno></msIdentifier></msDesc></witness></listWit></sourceDesc></fileDesc><profileDesc><langUsage><language ident="de-AT">German</language></langUsage></profileDesc><revisionDesc status="proposed"><change who="LU" when="2022-12-25">Angelegt</change></revisionDesc></teiHeader><facsimile><graphic url="ckp482"/></facsimile><text><body><div type="writingSession" n="1"><p>
      <lb n="01"/>pflichtung zu Rechenschaftsberichten kann ich vertragen, <hi rend="underline" n="">so wenig meine Exis</hi>¬
      <lb n="02"/><hi rend="underline" n="">tenz dergleichen zu scheuen hätte</hi>. Aber es ist gewis<supplied>s</supplied> dass diese aussichtslo¬
      <lb n="03"/>sen und überflüssigen Discussionen unbeding<supplied>t</supplied> aufhören müssen, die je öfter
      <lb n="04"/>sie sich wiederholen, immer sicherer in tiefe Zerstörungen und Verstörungen
      <lb n="05"/>für uns Beide auslaufen. Und wenn ich dich bitte mein Kind diese ewigen Ein¬
      <lb n="06"/>griffe in mein Selbstbestimmungsrecht zu unterlassen, bin ich mir in meinem
      <lb n="07"/>Gewissen tief bewus<supplied>s</supplied>t, dass ich damit kein Opfer von dir verlange (und wie
      <lb n="08"/>viel grössere,– wirklichere sind von liebenden Frauen, – um geringerer Werte
      <lb n="09"/>willen gebracht worden) – sondern dass ich damit einfach an deinen gesunden
      <lb n="10"/>Menschenverstand apelliere. Nein ich will nicht gute Stunden mit <hi rend="underline" n="">bösen</hi> erkau¬
      <lb n="11"/>fen, das haben wir Beide nicht nötig, -ich wünschte dass keine bösen mehr kom¬
      <lb n="12"/>men. Ich habe mein Dasein- mehr als je, – und aus immer dringenderen Gründen,
      <lb n="13"/>auf geistige Arbeit zu stellen- mein Herz, meine Seele und mein Kopf müssen
      <lb n="14"/>in reinerer Luft athmen es geht nicht an dass ich immer vor Gewittern und
      <lb n="15"/>Stickluft zu zittern habe- Du musst wissen fühlen dass ich von dem was ich zu
      <lb n="16"/>geben im stande bin (so viel oder so wenig es sei) durchVerkehr mit andern
      <lb n="17"/>Menschen, wer sie auch seien, und auch durch mein gelegentliches Bedürfnis
      <lb n="18"/>nach Einsamkeit, absolut nichts genommen wird und dass ich in keinem Fall
      <lb n="19"/>mehr oder Besseres oder Echteres gebe, wenn ich mich aus Ermüdung aus Be¬
      <lb n="20"/>quehmlichkeit Forderungen oder Ansichten fügte – die in Einzeheiten -
      <lb n="21"/>kaum umschreibbar kaum fassbar, – und in ganzen sinnlos, auf mein Wesen keiner¬
      <lb n="22"/>lei Rücksicht nehmen.
      <lb n="23" type="paragraph-begin"/>Wenn du das fühlst und verstehst, – warum solltest du's denn nicht! und dich
      <lb n="24"/>nicht nur in deinem äussern Verhalten mir gegenüber sondern auch in Deinem
      <lb n="25"/>innersten Verstehen und Fühlen zu mir so einstelltest, dann können dann wer¬
      <lb n="26"/>den sich unsere Bezi<supplied>e</supplied>hungen froher und glücklicher gestalten, als sie zum min¬
      <lb n="27"/>desten in diesem letzten Jahr gewesen sind.
      <lb n="28" type="paragraph-begin"/>Ich will diesem Brief heute nicht mehr beifügen; -nur noch so viel von mir sa¬
      <lb n="29"/>gen dass ich mich im ganzen körperlich mässig; – und keineswegs noch sehr ar¬
      <lb n="30"/>beitstüchtig befinde; an Lily Arnoldo wieder grosse Freude habe, und in gele¬
      <lb n="31"/>gentlicher Gesellschaft von Frieda P. Ihrem Bruder ( auch Frau H. ist da) u.</p></div></body></text></TEI>