<?xml version='1.0' encoding='UTF-8'?>
<TEI xmlns:xsi="http://www.w3.org/2001/XMLSchema-instance" xmlns="http://www.tei-c.org/ns/1.0" xml:id="ckp462.xml" xml:base="https://id.acdh.oeaw.ac.at.at/ckp" prev="https://id.acdh.oeaw.ac.at.at/ckp/ckp461.xml" next="https://id.acdh.oeaw.ac.at.at/ckp/ckp463.xml"><teiHeader><fileDesc><titleStmt><title level="s">Clara Katharina Pollaczek: »Arthur Schnitzler und
                                    ich«</title><title level="a">Clara Katharina Pollaczek an Arthur Schnitzler, 17. August 1927</title><title type="alternative" when-iso="1927-08-17"/><author ref="#12435">Pollaczek, Clara Katharina</author><editor><name>Müller, Martin Anton</name><name>Untner, Laura</name></editor><funder><name>FWF - Der Wissenschaftsfonds</name><address><street>Sensengasse 1</street><postCode>1090 Wien</postCode><placeName><country>A</country><settlement>Wien</settlement></placeName></address></funder></titleStmt><editionStmt><edition>CKP</edition><respStmt><resp>Transkription</resp><name>Müller, Martin Anton</name><name>Untner, Laura</name><name>Mangel, Michael</name></respStmt></editionStmt><publicationStmt><publisher>Austrian Centre for Digital Humanities and Cultural
                                    Heritage</publisher><pubPlace>Vienna</pubPlace><date when="2023">2023</date><availability><licence target="https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/deed.de"><p>Sie dürfen: Teilen — das Material in jedwedem Format oder
                                            Medium vervielfältigen und weiterverbreiten Bearbeiten —
                                            das Material remixen, verändern und darauf aufbauen und
                                            zwar für beliebige Zwecke, sogar kommerziell.</p><p>Der Lizenzgeber kann diese Freiheiten nicht widerrufen
                                            solange Sie sich an die Lizenzbedingungen halten. Unter
                                            folgenden Bedingungen:</p><p>Namensnennung — Sie müssen angemessene Urheber- und
                                            Rechteangaben machen, einen Link zur Lizenz beifügen und
                                            angeben, ob Änderungen vorgenommen wurden. Diese Angaben
                                            dürfen in jeder angemessenen Art und Weise gemacht
                                            werden, allerdings nicht so, dass der Eindruck entsteht,
                                            der Lizenzgeber unterstütze gerade Sie oder Ihre Nutzung
                                            besonders. Keine weiteren Einschränkungen — Sie dürfen
                                            keine zusätzlichen Klauseln oder technische Verfahren
                                            einsetzen, die anderen rechtlich irgendetwas untersagen,
                                            was die Lizenz erlaubt.</p><p>Hinweise:</p><p>Sie müssen sich nicht an diese Lizenz halten hinsichtlich
                                            solcher Teile des Materials, die gemeinfrei sind, oder
                                            soweit Ihre Nutzungshandlungen durch Ausnahmen und
                                            Schranken des Urheberrechts gedeckt sind. Es werden
                                            keine Garantien gegeben und auch keine Gewähr geleistet.
                                            Die Lizenz verschafft Ihnen möglicherweise nicht alle
                                            Erlaubnisse, die Sie für die jeweilige Nutzung brauchen.
                                            Es können beispielsweise andere Rechte wie
                                            Persönlichkeits- und Datenschutzrechte zu beachten sein,
                                            die Ihre Nutzung des Materials entsprechend
                                            beschränken.</p></licence></availability><idno type="handle"/></publicationStmt><seriesStmt><p>Machine-Readable Transcriptions of the Correspondences of Arthur
                                    Schnitzler</p></seriesStmt><sourceDesc><listWit><witness n="1"><msDesc><msIdentifier><country>A</country><settlement>Wien</settlement><repository>Wienbibliothek</repository><idno>H.I.N. 155550</idno></msIdentifier></msDesc></witness></listWit></sourceDesc></fileDesc><profileDesc><langUsage><language ident="de-AT">German</language></langUsage></profileDesc><revisionDesc status="proposed"><change who="LU" when="2022-12-25">Angelegt</change></revisionDesc></teiHeader><facsimile><graphic url="ckp462"/></facsimile><text><body><div type="writingSession" n="1"><p>
      <lb n="01" type="paragraph-begin"/>Schloss Neudorf, 17.8.27.
      <lb n="02" type="paragraph-begin"/>An A.S., Vampiglio.
      <lb n="03" type="paragraph-begin"/>Liebster,
      <lb n="04" type="paragraph-begin"/>Dein Telegramm wurde gestern Abend ins Schloss telefoniert
      <lb n="05"/>(das Original bringt immer erst die Post am nächsten Tag). Also meine
      <lb n="06"/>Ankunft wird erst am Montag gewünscht. Ich gestehe, dass mir das höchst
      <lb n="07"/>peinlich und unangenehm ist. Du hast mir in Wien <hi rend="underline" n="">ausdrücklich</hi> gesagt,
      <lb n="08"/>dass Du ab 18. frei bist und ich kommen kann, wann ich will. Ich hatte
      <lb n="09"/>nie die Absicht hier länger als eine Woche zu bleiben und als ich
      <lb n="10"/>hier ankam und die Situation überblickte habe ich gleich gesagt, dass
      <lb n="11"/>ich Freitag abreise und Dir auch in diesem Sinn geschrieben. Ob Du
      <lb n="12"/>meine drei nach Bolzano adressierten Briefe nicht erhalten oder ihren
      <lb n="13"/>Inhalt nicht zur Kenntnis genommen hast, weiss ich nicht. Jedesfalls
      <lb n="14"/>wird meine Abreise von Dir auf 4 Tage später festgesetzt. Ich habe
      <lb n="15"/>Dir die Gründe, warum ich mich hier nicht sehr wohl fühle und wohl
      <lb n="16"/>fühlen <hi rend="underline" n="">kann</hi> ziemlich angedeutet, aber es hat keinen Sinn mehr darüber
      <lb n="17"/>zu schreiben. Wie ich Dir eben auch telegraphiere, werde ich wunschge¬
      <lb n="18"/>mäss Montag reisen, d.h. wenn das einzige Automobil, das im Umkreis zu
      <lb n="19"/>haben ist, verfügbar sein sollte. Wenn nicht fahre ich nach Wien zu¬
      <lb n="20"/>rück, da ich weder hier um 5 Uhr aufstehen, noch irgendwo übernachten
      <lb n="21"/>will. Wie zuwider mir diese Reise Neudorf-Graz-Bozen ist, kann ich
      <lb n="22"/>gar nicht sagen. Ich habe nun einmal gegen das Alleinreisen eine aus¬
      <lb n="23"/>gesprochene Idiosynkrasie, die sicher mit meinem physischen Befinden
      <lb n="24"/>und meinem Nervenzustand zusammenhängt und durch Uebertauchen keines¬
      <lb n="25"/>wegs gebessert wird. Und die Verbindung Neudorf-Bozen ist, wie man mir
      <lb n="26"/>hier <hi rend="underline" n="">von selbst</hi> sagte, eine besonders unbequeme. Aber es hat keinen
      <lb n="27"/>Zweck durch Debatten und Vorschläge die Situation auf diese Entfernung
      <lb n="28"/>hin noch zu komplizieren. Ich bin auch sehr überrascht, dass Du im
      <lb n="29"/>Stadthotel und nicht im Laurin wohnst, wo Du immer so zufrieden warst.
      <lb n="30"/>Ich habe noch immer keinen Brief von Dir, obwohl der Wagen gestern zwei¬
      <lb n="31"/>mal in Wildon um Post war. Ich bitte Dich zu bedenken, dass ich in ei¬</p></div></body></text></TEI>