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                                    ich«</title><title level="a">Clara Katharina Pollaczek an Arthur Schnitzler, 20.–21.5.1927</title><title type="alternative" when-iso="1927-05-21"/><author ref="#12435">Pollaczek, Clara Katharina</author><editor><name>Müller, Martin Anton</name><name>Untner, Laura</name></editor><funder><name>FWF - Der Wissenschaftsfonds</name><address><street>Sensengasse 1</street><postCode>1090 Wien</postCode><placeName><country>A</country><settlement>Wien</settlement></placeName></address></funder></titleStmt><editionStmt><edition>CKP</edition><respStmt><resp>Transkription</resp><name>Müller, Martin Anton</name><name>Untner, Laura</name><name>Mangel, Michael</name></respStmt></editionStmt><publicationStmt><publisher>Austrian Centre for Digital Humanities and Cultural
                                    Heritage</publisher><pubPlace>Vienna</pubPlace><date when="2023">2023</date><availability><licence target="https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/deed.de"><p>Sie dürfen: Teilen — das Material in jedwedem Format oder
                                            Medium vervielfältigen und weiterverbreiten Bearbeiten —
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                                            solange Sie sich an die Lizenzbedingungen halten. Unter
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                                            angeben, ob Änderungen vorgenommen wurden. Diese Angaben
                                            dürfen in jeder angemessenen Art und Weise gemacht
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                                            der Lizenzgeber unterstütze gerade Sie oder Ihre Nutzung
                                            besonders. Keine weiteren Einschränkungen — Sie dürfen
                                            keine zusätzlichen Klauseln oder technische Verfahren
                                            einsetzen, die anderen rechtlich irgendetwas untersagen,
                                            was die Lizenz erlaubt.</p><p>Hinweise:</p><p>Sie müssen sich nicht an diese Lizenz halten hinsichtlich
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                                            Schranken des Urheberrechts gedeckt sind. Es werden
                                            keine Garantien gegeben und auch keine Gewähr geleistet.
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                                            beschränken.</p></licence></availability><idno type="handle"/></publicationStmt><seriesStmt><p>Machine-Readable Transcriptions of the Correspondences of Arthur
                                    Schnitzler</p></seriesStmt><sourceDesc><listWit><witness n="1"><msDesc><msIdentifier><country>A</country><settlement>Wien</settlement><repository>Wienbibliothek</repository><idno>H.I.N. 155550</idno></msIdentifier></msDesc></witness></listWit></sourceDesc></fileDesc><profileDesc><langUsage><language ident="de-AT">German</language></langUsage></profileDesc><revisionDesc status="proposed"><change who="LU" when="2022-12-25">Angelegt</change></revisionDesc></teiHeader><facsimile><graphic url="ckp441"/></facsimile><text><body><div type="writingSession" n="1"><p>
      <lb n="01" type="paragraph-begin"/>Semmering, 20.5.1927. Südbahnhotel.
      <lb n="02" type="paragraph-begin"/>An A.S., Wien.
      <lb n="03" type="paragraph-begin"/>ich war zur Erholung für ein<supplied>i</supplied>ge Tage auf dem
      <lb n="04"/>Semmering, wo mich A. besucht hatte.
      <lb n="05" type="paragraph-begin"/>Liebster,
      <lb n="06" type="paragraph-begin"/>es hat vor meiner Abfahrt entschieden mehr nach Sonne ausge¬
      <lb n="07"/>sehen als eben jetzt, wo wieder dicke schwarze Regenwolken über den
      <lb n="08"/>Bergen stehen. Ich bin ganz langsam Schritt für Schritt nach Hause ge¬
      <lb n="09"/>gangen. Es war mir doch leid um die 4 Schillinge für einen Wagen und
      <lb n="10"/>ich hatte das Bedürfnis noch ein wenig an der Luft zu sein. Nun sitze
      <lb n="11"/>ich in meinem Zimmer, in dem noch ein wenig von dem Duft Deiner Zigarre
      <lb n="12"/>ist. Ich werde jetzt, ohne mich umzukleiden, hinuntergehen, denn ich bin
      <lb n="13"/>müde und hungrig und diesen Brief will ich ohnedies erst morgen been¬
      <lb n="14"/>den und express absenden, bis ich weiss, ob ich schon morgen fahre oder
      <lb n="15"/>noch bleibe.
      <lb n="16" type="paragraph-begin"/>21.5.27.
      <lb n="17" type="paragraph-begin"/>Bei Sonnenschein und blauem Himmel erwacht. So fahre ich
      <lb n="18"/>keinesfalls heute nach Wien und alles Uebrige entscheidet Dein morgi¬
      <lb n="19"/>ger telefonischer Anruf.
      <lb n="20" type="paragraph-begin"/>Ich denke so; Hast Du Zeit und Lust, dann kommst Du Mon¬
      <lb n="21"/>tag Mittag herauf und wir fahren Dienstag mit dem ½7 Uhr-Zug zusammen
      <lb n="22"/>hinunter. Du sagest ja selbst, dass Du solche Ausflüge nicht gerne auf
      <lb n="23"/>länger aus<supplied>d</supplied>ehnst, also wozu von Dienstag auf Donnerstag? Die Frieda kann
      <lb n="24"/>Dir dann den Montag am Mittwoch einbringen und Du versäumst auch den
      <lb n="25"/>Donnerstag nicht. Aber bitte um Himmelswillen zwinge Dich zu gar nichts,
      <lb n="26"/>denn damit ist <hi rend="underline" n="">niemand</hi> geholfen. Heute ist es hier sehr schön, aber ob
      <lb n="27"/>es Dienstag auch noch schön sein wird? -Ich möchte nicht, dass Du wie¬
      <lb n="28"/>der einen Regentag erwischst. Und ist es schliesslich am Dienstag schön,
      <lb n="29"/>so kann es auch in Wien sehr schön sein – am Abend am Sommerheidenweg -
      <lb n="30"/>weisst Du noch? Es kommt ja nicht darauf an wo, sondern <hi rend="underline" n="">wie</hi> man zusammen
      <lb n="31"/>ist. Ich freue mich ja sehr, wenn Du noch heraufkommst, aber ich möchte
      <lb n="32"/>nicht noch 3½ Tage bis Dienstag Mittag allein sein. Du unterschätzt
      <lb n="33"/>glaube ich den Zustand meiner Nerven und ich brauche jetzt ein bischen
      <lb n="34"/>Nachsicht und Schonung. Glaube mir, ich nehme mich ohnedies mehr zusam¬</p></div></body></text></TEI>