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                                    ich«</title><title level="a">Clara Katharina Pollaczek an Arthur Schnitzler, 9. September 1926</title><title type="alternative" when-iso="1926-09-09"/><author ref="#12435">Pollaczek, Clara Katharina</author><editor><name>Müller, Martin Anton</name><name>Untner, Laura</name></editor><funder><name>FWF - Der Wissenschaftsfonds</name><address><street>Sensengasse 1</street><postCode>1090 Wien</postCode><placeName><country>A</country><settlement>Wien</settlement></placeName></address></funder></titleStmt><editionStmt><edition>CKP</edition><respStmt><resp>Transkription</resp><name>Müller, Martin Anton</name><name>Untner, Laura</name><name>Mangel, Michael</name></respStmt></editionStmt><publicationStmt><publisher>Austrian Centre for Digital Humanities and Cultural
                                    Heritage</publisher><pubPlace>Vienna</pubPlace><date when="2023">2023</date><availability><licence target="https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/deed.de"><p>Sie dürfen: Teilen — das Material in jedwedem Format oder
                                            Medium vervielfältigen und weiterverbreiten Bearbeiten —
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                                            besonders. Keine weiteren Einschränkungen — Sie dürfen
                                            keine zusätzlichen Klauseln oder technische Verfahren
                                            einsetzen, die anderen rechtlich irgendetwas untersagen,
                                            was die Lizenz erlaubt.</p><p>Hinweise:</p><p>Sie müssen sich nicht an diese Lizenz halten hinsichtlich
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                                            Persönlichkeits- und Datenschutzrechte zu beachten sein,
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                                            beschränken.</p></licence></availability><idno type="handle"/></publicationStmt><seriesStmt><p>Machine-Readable Transcriptions of the Correspondences of Arthur
                                    Schnitzler</p></seriesStmt><sourceDesc><listWit><witness n="1"><msDesc><msIdentifier><country>A</country><settlement>Wien</settlement><repository>Wienbibliothek</repository><idno>H.I.N. 155550</idno></msIdentifier></msDesc></witness></listWit></sourceDesc></fileDesc><profileDesc><langUsage><language ident="de-AT">German</language></langUsage></profileDesc><revisionDesc status="proposed"><change who="LU" when="2022-12-25">Angelegt</change></revisionDesc></teiHeader><facsimile><graphic url="ckp392"/></facsimile><text><body><div type="writingSession" n="1"><p>
      <lb n="01"/>Darmbeschwerden, die mich ein bisl hernehmen. Cary hat Tierkohle bei
      <lb n="02"/>Wellesz entwendet und mir eben gebracht. Es bleibt dabei, dass ich
      <lb n="03"/>Samstag Mittag nach Wien fahre und ich hoffe sehr Dich dort bald zu
      <lb n="04"/>umarmen. Dass Du von Fischer noch immer nichts hörst, bringt mich zur
      <lb n="05"/>Rassrei. Hast Du schon an ihn geschrieben? Ueber Deine Frage »wo Dein
      <lb n="06"/>Weizen blüht«, habe ich lachen müssen. Ich glaube, jetzt in erster
      <lb n="07"/>Linie bei der Badener Novelle, von der ich mir sehr viel verspreche.
      <lb n="08"/>Wenn Du den Schluss jetzt dort fertig machst, könnte sie in 3 Wochen
      <lb n="09"/>druckreif sein, im Oktober in einer Zeitung (ich danke Vossische)
      <lb n="10"/>und Weihnachten in Buchform bei Zsolnay erscheinen. Oder Zsolnay
      <lb n="11"/>soll das Diagramm für Weihnachten, die Novelle für das Frühjahr fertig
      <lb n="12"/>stellen. Bitte lache mich nicht aus, aber man <hi rend="underline" n="">muss</hi> diese Dinge tem¬
      <lb n="13"/>peramentvoller betreiben. Ich hätte an Deiner Stelle schon nach drei
      <lb n="14"/>Wochen dem Herrn Fischer meine Meinung gesagt oder eine Antwort ur¬
      <lb n="15"/>giert. Die "Therese" muss spätestens zeitlich im Frühjahr in einer Zei¬
      <lb n="16"/>tung und womöglich noch vor dem Sommer als Buch erscheinen. <hi rend="underline" n="">Filme</hi>, sol¬
      <lb n="17"/>che wie sie das Publikum oder richtiger die Filmgeschäftsleute wollen,
      <lb n="18"/>müsstest Du ganz nebenbei aus dem Aermel schütteln, ohne Zeit und
      <lb n="19"/>Kraft daran zu verschwenden und Dir Einfall und Namen bezahlen lassen.
      <lb n="20"/>So, jetzt habe ich Dir eine menge Ratschläge gegeben, die Du leider alle
      <lb n="21"/><hi rend="underline" n="">nicht</hi> befolgen wirst. Auch wahrscheinlich nicht den – sobald Du mit
      <lb n="22"/>der Badener Novelle und »Therese« fertig bist, Dich dem grossen hi¬
      <lb n="23"/>storischen Drama <hi rend="underline" n="">Kaiser Josef</hi> zuzuwenden – und doch fühle ich ganz
      <lb n="24"/>genau, dass Du Dich darin ganz entfalten würdest, weil es Dir alle
      <lb n="25"/>Möglichkeiten gäbe. Jetzt bin ich aber sehr müde und gehe schlafen.
      <lb n="26"/>Gute Nacht, mein Liebes, auf ein gutes Wiedersehen und einen schönen
      <lb n="27"/>Winter, der dieses Sommers würdig wäre. Ich umarme Dich tausendmal
      <lb n="28" type="paragraph-begin"/>Deine C.K.</p></div></body></text></TEI>