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                                    ich«</title><title level="a">Clara Katharina Pollaczek an Arthur Schnitzler, 10. August 1926</title><title type="alternative" when-iso="1926-08-10"/><author ref="#12435">Pollaczek, Clara Katharina</author><editor><name>Müller, Martin Anton</name><name>Untner, Laura</name></editor><funder><name>FWF - Der Wissenschaftsfonds</name><address><street>Sensengasse 1</street><postCode>1090 Wien</postCode><placeName><country>A</country><settlement>Wien</settlement></placeName></address></funder></titleStmt><editionStmt><edition>CKP</edition><respStmt><resp>Transkription</resp><name>Müller, Martin Anton</name><name>Untner, Laura</name><name>Mangel, Michael</name></respStmt></editionStmt><publicationStmt><publisher>Austrian Centre for Digital Humanities and Cultural
                                    Heritage</publisher><pubPlace>Vienna</pubPlace><date when="2023">2023</date><availability><licence target="https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/deed.de"><p>Sie dürfen: Teilen — das Material in jedwedem Format oder
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                                            keine zusätzlichen Klauseln oder technische Verfahren
                                            einsetzen, die anderen rechtlich irgendetwas untersagen,
                                            was die Lizenz erlaubt.</p><p>Hinweise:</p><p>Sie müssen sich nicht an diese Lizenz halten hinsichtlich
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                                            beschränken.</p></licence></availability><idno type="handle"/></publicationStmt><seriesStmt><p>Machine-Readable Transcriptions of the Correspondences of Arthur
                                    Schnitzler</p></seriesStmt><sourceDesc><listWit><witness n="1"><msDesc><msIdentifier><country>A</country><settlement>Wien</settlement><repository>Wienbibliothek</repository><idno>H.I.N. 155550</idno></msIdentifier></msDesc></witness></listWit></sourceDesc></fileDesc><profileDesc><langUsage><language ident="de-AT">German</language></langUsage></profileDesc><revisionDesc status="proposed"><change who="LU" when="2022-12-25">Angelegt</change></revisionDesc></teiHeader><facsimile><graphic url="ckp377"/></facsimile><text><body><div type="writingSession" n="1"><p>
      <lb n="01" type="paragraph-begin"/>Zürich, 10.8.26.
      <lb n="02" type="paragraph-begin"/>Baur au Lac.
      <lb n="03" type="paragraph-begin"/>An A.S. Adelboden.
      <lb n="04" type="paragraph-begin"/>Mein Liebes, guten Morgen – ich kann nicht sagen, dass ich Dir jetzt
      <lb n="05"/>näher bin, denn ich war Dir diese ganze Zeit sehr sehr nahe. Aber
      <lb n="06"/>es ist ein gutes Gefühl räumlich nicht mehr so getrennt zu sein.
      <lb n="07"/>heute ertönte das Telefon und ich habe Deine liebe Stimme gehört.
      <lb n="08"/>Schade, dass Du mich so schlecht verstanden hast, aber das Wesentlichste
      <lb n="09"/>weisst Du nun doch und alles Uebrige erzähle ich bald mündlich. Ich
      <lb n="10"/>bin <hi rend="underline" n="">so</hi> froh, dass wir uns bald sehen und ich hoffe, es wird eine schöne
      <lb n="11"/>und glückliche Zeit.
      <lb n="12" type="paragraph-begin"/>Die Fahrt hieher war sehr unangenehm. Der Zug durch einen
      <lb n="13"/>Transport amerikanischer Juden, die aus Warschau stammten (der ganze
      <lb n="14"/>Waggon kam aus Warschau) übervoll und die ganze Nacht zu Sechst im
      <lb n="15"/>Coupé. Dafür hier ein entzückendes Zimmer mit eigenem Waschraum, Te¬
      <lb n="16"/>lefon, alle Signale, Türschliesser und Türöffner beim Bett für 12 frcs.
      <lb n="17"/>täglich. Natürlich eine Protektionssache. Die P.'s lieb, amüsant, ein
      <lb n="18"/>bischen dumm und sehr erholend. Und ich hatte Erholung nach den letz¬
      <lb n="19"/>ten Tagen sehr nötig. Und so hoffe ich in leidlich äusserer Verfas¬
      <lb n="20"/>sung zu Dir zu stossen. Gestern nach meiner Ankunft nur das Notwen¬
      <lb n="21"/>digste ausgepackt, getratscht, gelacht, Toilette gemacht, durch die
      <lb n="22"/>Stadt gebummelt. Bei Hughenin geluncht. Ausgezeichnet. Dann geruht,
      <lb n="23"/>um 4 Uhr herrliche Autofahrt über den Alois nach Luzern, nur etwas
      <lb n="24"/>kühl. Beim Luzerner Hughenin die Jause genommen. Luzern ist tausend¬
      <lb n="25"/>mal schöner als Zürich und machte mir wieder, wie vor zwei Jahren ei¬
      <lb n="26"/>nen grossen Eindruck. Wundervolle Heimfahrt über den Zugersee und
      <lb n="27"/>Talville. Um ½9 zuhause. Wir hatten uns schon Nachmittag Schinken
      <lb n="28"/>und Obst besorgt und nachtmahlten im Zimmer, um zu sparen, weil wir
      <lb n="29"/>doch schon bei zwei Hughenins an dem Tag waren und hier im Haus ist
      <lb n="30"/>das Essen noch teuerer. Wir wollen immer eine verschwenderische und
      <lb n="31"/>eine einfache Mahlzeit nehmen. Wie ich Dir sagte, wollen die P.'s
      <lb n="32"/>noch nicht von hier fort und mir ist es sehr recht, umsomehr, da ich</p></div></body></text></TEI>