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                                    ich«</title><title level="a">Clara Katharina Pollaczek an Arthur Schnitzler, 5. August 1926</title><title type="alternative" when-iso="1926-08-05"/><author ref="#12435">Pollaczek, Clara Katharina</author><editor><name>Müller, Martin Anton</name><name>Untner, Laura</name></editor><funder><name>FWF - Der Wissenschaftsfonds</name><address><street>Sensengasse 1</street><postCode>1090 Wien</postCode><placeName><country>A</country><settlement>Wien</settlement></placeName></address></funder></titleStmt><editionStmt><edition>CKP</edition><respStmt><resp>Transkription</resp><name>Müller, Martin Anton</name><name>Untner, Laura</name><name>Mangel, Michael</name></respStmt></editionStmt><publicationStmt><publisher>Austrian Centre for Digital Humanities and Cultural
                                    Heritage</publisher><pubPlace>Vienna</pubPlace><date when="2023">2023</date><availability><licence target="https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/deed.de"><p>Sie dürfen: Teilen — das Material in jedwedem Format oder
                                            Medium vervielfältigen und weiterverbreiten Bearbeiten —
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                                            angeben, ob Änderungen vorgenommen wurden. Diese Angaben
                                            dürfen in jeder angemessenen Art und Weise gemacht
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                                            der Lizenzgeber unterstütze gerade Sie oder Ihre Nutzung
                                            besonders. Keine weiteren Einschränkungen — Sie dürfen
                                            keine zusätzlichen Klauseln oder technische Verfahren
                                            einsetzen, die anderen rechtlich irgendetwas untersagen,
                                            was die Lizenz erlaubt.</p><p>Hinweise:</p><p>Sie müssen sich nicht an diese Lizenz halten hinsichtlich
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                                            soweit Ihre Nutzungshandlungen durch Ausnahmen und
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                                            Persönlichkeits- und Datenschutzrechte zu beachten sein,
                                            die Ihre Nutzung des Materials entsprechend
                                            beschränken.</p></licence></availability><idno type="handle"/></publicationStmt><seriesStmt><p>Machine-Readable Transcriptions of the Correspondences of Arthur
                                    Schnitzler</p></seriesStmt><sourceDesc><listWit><witness n="1"><msDesc><msIdentifier><country>A</country><settlement>Wien</settlement><repository>Wienbibliothek</repository><idno>H.I.N. 155550</idno></msIdentifier></msDesc></witness></listWit></sourceDesc></fileDesc><profileDesc><langUsage><language ident="de-AT">German</language></langUsage></profileDesc><revisionDesc status="proposed"><change who="LU" when="2022-12-25">Angelegt</change></revisionDesc></teiHeader><facsimile><graphic url="ckp372"/></facsimile><text><body><div type="writingSession" n="1"><p>
      <lb n="01" type="paragraph-begin"/>An A.S. nach Adelboden.
      <lb n="02" type="paragraph-begin"/>Wien, 5.8.1926.
      <lb n="03" type="paragraph-begin"/>Guten Morgen, mein Liebes, es ist 17 Uhr Früh und ich schreibe noch im
      <lb n="04"/>Bett liegend. Gestern ohne Brief hoffe ich heute umsomehr -. Ich habe
      <lb n="05"/>bisher 3 Briefe und 2 Karten, es fehlt daher noch auf einige meiner
      <lb n="06"/>Briefe die Reaktion, besonders auf die Antwort für den Sonntagsbrief
      <lb n="07"/>bin ich begierig. Die Post funktioniert sehr ungleichmässig, oft kommt
      <lb n="08"/>eine Nachricht am 2., dann wieder am 4. Tag an. Car<supplied>l</supplied>y geht es mit Magdas
      <lb n="09"/>Briefen auch nicht anders. Denk Dir, gestern habe ich im Morgengrauen
      <lb n="10"/>binnen einer Viertelstunde einen Janningsfilm entworfen und heute
      <lb n="11"/>Früh um 9 Uhr kommt die Frieda zum Diktat. Dann schick ich ihn der
      <lb n="12"/>Hofrätin Eisenmenger, der ich ihn bereits telefonisch angekündigt habe.
      <lb n="13"/>Ich lege eine Kopie des Films bei, sobald ich sie habe, und gebe dieses
      <lb n="14"/>Schreiben dann erst auf. Es liesse sich aus dem Einfall genauso eine
      <lb n="15"/>hübsche, gut erzählte Novelle machen, wie ein Kitschfilm. Aber ich möch¬
      <lb n="16"/>te Geld verdienen, umso ruhiger arbeiten zu können, was mich freut.
      <lb n="17"/>Meine Nerven sind ein bisl überreizt. Ich komme mir oft wie ein Pfeil
      <lb n="18"/>vor, der von einem zu straff gespannten Bogen abgeschwellt wurde – ich
      <lb n="19"/>fliege und fliege, weiss nicht recht wohin und wo ich stecken bleiben
      <lb n="20"/>werde und es ist treibende Kraft, Gehetztheit und sehr viel Angst in
      <lb n="21"/>mir. Ich fürchte mich oft bis zur Atemlosigkeit und weiss nicht recht
      <lb n="22"/>warum.
      <lb n="23" type="paragraph-begin"/>11. Uhr. Zwei Briefe von Dir, den gewöhnlichen vom 3. um
      <lb n="24"/>9 Uhr und den Expressbrief vom 3. um ½11 Uhr. Beide sind sehr sehr lieb
      <lb n="25"/>ich bin sehr froh und möchte Dich hier haben, um Dich zu küssen. Die
      <lb n="26"/>Frieda ist gerade fortgegangen. Sie hat auch heute Brief von Dir und
      <lb n="27"/>hat sich sehr damit gefreut. Ich habe ihr den Film diktiert, den sie aus¬
      <lb n="28"/>gezeichnet findet und sie trägt ihn eben der Hofrätin Eisenmenger hin.
      <lb n="29"/>Ich lege hier einen Durchschlag bei. Man wird mir wohl die Idee ent¬
      <lb n="30"/>wenden und nix zahlen.</p></div></body></text></TEI>