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                                    ich«</title><title level="a">Arthur Schnitzler an Clara Katharina Pollaczek, 29. Juli 1926</title><title type="alternative" when-iso="1926-07-29"/><author ref="#12435">Pollaczek, Clara Katharina</author><editor><name>Müller, Martin Anton</name><name>Untner, Laura</name></editor><funder><name>FWF - Der Wissenschaftsfonds</name><address><street>Sensengasse 1</street><postCode>1090 Wien</postCode><placeName><country>A</country><settlement>Wien</settlement></placeName></address></funder></titleStmt><editionStmt><edition>CKP</edition><respStmt><resp>Transkription</resp><name>Müller, Martin Anton</name><name>Untner, Laura</name><name>Mangel, Michael</name></respStmt></editionStmt><publicationStmt><publisher>Austrian Centre for Digital Humanities and Cultural
                                    Heritage</publisher><pubPlace>Vienna</pubPlace><date when="2023">2023</date><availability><licence target="https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/deed.de"><p>Sie dürfen: Teilen — das Material in jedwedem Format oder
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                                            einsetzen, die anderen rechtlich irgendetwas untersagen,
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                                    Schnitzler</p></seriesStmt><sourceDesc><listWit><witness n="1"><msDesc><msIdentifier><country>A</country><settlement>Wien</settlement><repository>Wienbibliothek</repository><idno>H.I.N. 155550</idno></msIdentifier></msDesc></witness></listWit></sourceDesc></fileDesc><profileDesc><langUsage><language ident="de-AT">German</language></langUsage></profileDesc><revisionDesc status="proposed"><change who="LU" when="2022-12-25">Angelegt</change></revisionDesc></teiHeader><facsimile><graphic url="ckp347"/></facsimile><text><body><div type="writingSession" n="1"><p>
      <lb n="01" type="paragraph-begin"/>Adelboden, 29.7.1926.
      <lb n="02" type="paragraph-begin"/>(nach Wien).
      <lb n="03" type="paragraph-begin"/>Liebste, kaum hatte sich der Zug in Bewegung gesetzt, fiel mir ein –
      <lb n="04"/>dass ich meine sämtlichen Sporthosen zuhaus vergessen hatte. Ein Herr
      <lb n="05"/>hält mich an der Thüre zum Speisewagen auf, mit jüdischem Lächeln…
      <lb n="06"/>Herr A.S., nicht wahr? Worauf ich: »Ja.« Er; Ich hab Sie gleich nach den
      <lb n="07"/>Photographien erkannt… Sie sehen nämlich Ihren Bildern sehr ähnlich…
      <lb n="08"/>Darauf gibt er sich als ein Schneider namens Grünwald zu erkennen und
      <lb n="09"/>macht sich erbötig wegen der vergessenen Sporthosen in Linz, wo er aus¬
      <lb n="10"/>steigt, ein Telegramm an Hofrätin Kl. aufzugeben; worauf ein längeres
      <lb n="11"/>fachgemässes Gespräch über Toilettefragen anhebt. – Hierauf lese ich
      <lb n="12"/>eine Posse von Nestroy, bearbeitet von Karl Kraus, »Der confuse Zaubrer« –
      <lb n="13"/>u. amüsiere mich.– Ununterbrochener Gussregen.– Sehr mässige Nacht im
      <lb n="14"/>Schlafwagen. Vor 5 (Bu<supplied>chs</supplied>) auf. 7 Uhr Zürich. Wider Erwarten schon hier
      <lb n="15"/>Heini, gebräunt und gut aussehend. Wir fahren gleich weiter nach Bern.
      <lb n="16"/>Von dort nach T..., von dort im Postauto (in stetem Regen) nach
      <lb n="17"/>Adelboden (1 Uhr Mittag), Hotel Nevada. Das übliche nicht sehr comfor¬
      <lb n="18"/>table und nicht billige Schweizer Hotel. O; Lili nicht sehr gut aus¬
      <lb n="19"/>sehend, Frau K. und Tochter. Nach dem Lunch bei Regen in dem Dorf he¬
      <lb n="20"/>rum; nach Hause; auspacken, lesen, Bad. Das übliche zu frühe und zu
      <lb n="21"/>copiöse Diner. Das Hotel kaum zu einem Viertel besetzt – und so an¬
      <lb n="22"/>scheinend der ganze Ort. Publikum, reichgewordene Spiesser Deutschlands
      <lb n="23"/>und unwahrscheinlich aussehende Amerikaner mit Weib, Kind und Kegel.–
      <lb n="24"/>Nach dem Diner die übliche (alles ist wie üblich) Jazzband; Heini
      <lb n="25"/>und ich lassen uns in einem andern Saal von einem braven Grammophon
      <lb n="26"/>Carusoplatten vorspielen– Nachher einige Stimmungsplatten, zu denen
      <lb n="27"/>Heini mit Lili tanzt. Ich ziehe mich früh zurück, schlafe mit Kopfweh
      <lb n="28"/>in dem (geheizten) Zimmer ein, wache ebenso auf.–In der Früh Trübe und
      <lb n="29"/>Regen. Ich mache einen Spaziergang allein bei gebessertem Wetter.
      <lb n="30"/>Auch die Landschaft ist ebenso »üblich«, aber in gutem Sinne; am
      <lb n="31"/>meisten werd ich an Schulz-Tarasp erinnert. Die Höhen der Berge waren</p></div></body></text></TEI>