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                                    ich«</title><title level="a">Arthur Schnitzler an Clara Katharina Pollaczek, 2. Mai 1926</title><title type="alternative" when-iso="1926-05-02"/><author ref="#12435">Pollaczek, Clara Katharina</author><editor><name>Müller, Martin Anton</name><name>Untner, Laura</name></editor><funder><name>FWF - Der Wissenschaftsfonds</name><address><street>Sensengasse 1</street><postCode>1090 Wien</postCode><placeName><country>A</country><settlement>Wien</settlement></placeName></address></funder></titleStmt><editionStmt><edition>CKP</edition><respStmt><resp>Transkription</resp><name>Müller, Martin Anton</name><name>Untner, Laura</name><name>Mangel, Michael</name></respStmt></editionStmt><publicationStmt><publisher>Austrian Centre for Digital Humanities and Cultural
                                    Heritage</publisher><pubPlace>Vienna</pubPlace><date when="2023">2023</date><availability><licence target="https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/deed.de"><p>Sie dürfen: Teilen — das Material in jedwedem Format oder
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                                    Schnitzler</p></seriesStmt><sourceDesc><listWit><witness n="1"><msDesc><msIdentifier><country>A</country><settlement>Wien</settlement><repository>Wienbibliothek</repository><idno>H.I.N. 155550</idno></msIdentifier></msDesc></witness></listWit></sourceDesc></fileDesc><profileDesc><langUsage><language ident="de-AT">German</language></langUsage></profileDesc><revisionDesc status="proposed"><change who="LU" when="2022-12-25">Angelegt</change></revisionDesc></teiHeader><facsimile><graphic url="ckp321"/></facsimile><text><body><div type="writingSession" n="1"><p>
      <lb n="01"/>Spur – es bestand überhaupt keine Möglichkeit in absehbarer Zeit
      <lb n="02"/>von hier nach Madeira zu gelangen; – gewiss nicht auf directem Wege, –
      <lb n="03"/>sondern gelegentlich über Lissabon. Es war also überhaupt keine
      <lb n="04"/>Möglichkeit, den Norddeutschen Lloyd-Dampfer in Madeira zu erwi¬
      <lb n="05"/>schen, abgesehen davon, dass der uns die Plätze nach Bremen erst
      <lb n="06"/>von Lissabon an reserviert hätte! – So nehmen wir morgen ein Schiff
      <lb n="07"/>der Adolf Woermann-Linie (Antonio Delfino) – das glücklicherweise
      <lb n="08"/>(zum ersten Mal!) hier anlegt – das uns aufnimmt, – ohne dass das
      <lb n="09"/>Bureau hier uns schon bestimmte Plätze garantieren kann, denn das
      <lb n="10"/>Schiff kommt (angeblich) überfüllt aus Südamerika – in Lassabon
      <lb n="11"/>aber dürfte es leerer werden. In Lissabon sind wir am 6., in Vigo am
      <lb n="12"/>7.; in Koulogne am 9. -Hoffentlich ist mein Telegramm an die Kolap
      <lb n="13"/>unverstümmelt angelangt und ich habe in einigen dieser Hafennester
      <lb n="14"/>Nachrichten von Dir – die erste und zugleich letzte hab ich, wie Du ja
      <lb n="15"/>weisst, in Lissabon erhalten, – sie stammt vom 19. April, fast 14
      <lb n="16"/>Tage. Ich habe überhaupt keine, die späteren Datums ist. Die letzte
      <lb n="17"/>deutsche Zeitung, die ich sah, ist vom 22., die letzte englische vom
      <lb n="18"/>23. April- Wiener Zeitung sah ich nicht seit Wien; – doch, -eine in
      <lb n="19"/>Neapel (ich entbehre sie nicht). Man ist hier fast weiter von
      <lb n="20"/>Europa als in Amerika. Auf den Schiffen gab es täglich Radiotele¬
      <lb n="21"/>gramme politischen Inhalts; – Wien war nicht vorhanden; – übrigens
      <lb n="22"/>was weiss man hier von Wien. Der Friseur (aus Buenos Aires) hat
      <lb n="23"/>z.B. keine Ahnung von der Existenz dieser Stadt – und war höchst
      <lb n="24"/>erstaunt, als ich ihm eröffnete, dass es eine Stadt von zwei Millio¬
      <lb n="25"/>nen Einwohnern sei; die Hauptstadt von Oesterreich (von dessen
      <lb n="26"/>Existenz er auch nichts wusste – bis ich ihm durch Erwähnung der
      <lb n="27"/>Czechoslowakei einen Begriff zu geben vermochte).
      <lb n="28" type="paragraph-begin"/>- Gestern fuhren wir mit dem Auto nach »Monte«, dem Höhenort der
      <lb n="29"/>Insel (eine Stunde etwa,– am zerklüfteten Strand zuerst, dann eine</p></div></body></text></TEI>