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                                    ich«</title><title level="a">Arthur Schnitzler an Clara Katharina Pollaczek, 8. Februar 1926</title><title type="alternative" when-iso="1926-02-08"/><author ref="#12435">Pollaczek, Clara Katharina</author><editor><name>Müller, Martin Anton</name><name>Untner, Laura</name></editor><funder><name>FWF - Der Wissenschaftsfonds</name><address><street>Sensengasse 1</street><postCode>1090 Wien</postCode><placeName><country>A</country><settlement>Wien</settlement></placeName></address></funder></titleStmt><editionStmt><edition>CKP</edition><respStmt><resp>Transkription</resp><name>Müller, Martin Anton</name><name>Untner, Laura</name><name>Mangel, Michael</name></respStmt></editionStmt><publicationStmt><publisher>Austrian Centre for Digital Humanities and Cultural
                                    Heritage</publisher><pubPlace>Vienna</pubPlace><date when="2023">2023</date><availability><licence target="https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/deed.de"><p>Sie dürfen: Teilen — das Material in jedwedem Format oder
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                                    Schnitzler</p></seriesStmt><sourceDesc><listWit><witness n="1"><msDesc><msIdentifier><country>A</country><settlement>Wien</settlement><repository>Wienbibliothek</repository><idno>H.I.N. 155550</idno></msIdentifier></msDesc></witness></listWit></sourceDesc></fileDesc><profileDesc><langUsage><language ident="de-AT">German</language></langUsage></profileDesc><revisionDesc status="proposed"><change who="LU" when="2022-12-25">Angelegt</change></revisionDesc></teiHeader><facsimile><graphic url="ckp293"/></facsimile><text><body><div type="writingSession" n="1"><p>
      <lb n="01" type="paragraph-begin"/>Berlin, <date>8.2.1926</date>. Hotel Esplanade.
      <lb n="02" type="paragraph-begin"/>(nach Wien, Pregegring.)
      <lb n="03" type="paragraph-begin"/>Mein Liebes, zur Zeit, da ich Dir sonst telefoniere, setze ich mich,
      <lb n="04"/>während daneben die Badewanne rauscht, an den Tisch und sende Dir
      <lb n="05"/>meine innigsten Grüsse (Küsse nach Schluss) und erstatte Bericht
      <lb n="06"/>über das gestrige Ereignis, das mir in dem selben Augenblick schon
      <lb n="07"/>lächerlich erscheint, da ich es Ereignis nenne. Um aber nichts zu
      <lb n="08"/>vergessen, will ich chronistisch vorgehn, eine Gewohnheit. Samstag also
      <lb n="09"/>6 Uhr zu Georg Engel, woselbst schon der Vereinsekretär Birkenfeld.
      <lb n="10"/>Die Bergner (zu der wir hätten fahren sollen) kam zu uns, – eben von Bar¬
      <lb n="11"/>nowsky, der ihr die Else eben noch von 2½ Stunden auf 1 zusammenge¬
      <lb n="12"/>strichen hatte. Sie tat oder war höchst aufgeregt wegen morgen und
      <lb n="13"/>fügte sich meiner Reihenfolge (Else-Gustl) ohneweiters.– Ich ins
      <lb n="14"/>Schillertheater, Jugend, Heini spielte den Hans sehr gut; die Gesamt¬
      <lb n="15"/>vorstellung etwas laut und nicht ohne provinzielle Atmosphäre. Lili
      <lb n="16"/>und Olga »nach Hause«; – ich mit Heini Esplanade; er auf den »Bösen
      <lb n="17"/>Buben-Ball« (der jetzt auch in Berlin). Ich um 12 Uhr ins Bett und
      <lb n="18"/>nach guter Reiseart fast 8 Stunden »glatt«, wie man hier ununterbro¬
      <lb n="19"/>chen sagt, durchgeschlafen.– Den Sonntag Vormittag mit Telefongesprächen
      <lb n="20"/>und Gustl-Versuchen verbracht.– Nach Dahlem, bei Dora M. und ihren
      <lb n="21"/>zwei Söhnen gegessen (der Gatte ist nach Wien in der Sache Jakob –
      <lb n="22"/>Julie) (der älteste in Hamburg, Secundararzt); dann in Hotel; ein
      <lb n="23"/>französischen Stück von K.... »la nuit est å nous« (theilweise
      <lb n="24"/>hübsch) gelesen. In den Reichstag. Elisabeth Bergner mit Barmowsky;
      <lb n="25"/>in einem entzückenden Else-Kleid; und voll echtem und gespieltem Aber¬
      <lb n="26"/>glauben; von einer Freundin umgeben (jede Schauspielerin hat so
      <lb n="27"/>eine Freundin); – Georg Engel (der Präsident des Erzählverbandes)
      <lb n="28"/>eitel, vereinmeierisch und nicht sehr gescheidt; die nette
      <lb n="29"/>blonde beflissene Sekretärin Birkenfeld. Saal überfüllt. Engel hält
      <lb n="30"/>eine kleine ein- (und an-) führende Rede über die Blüten österreichi¬
      <lb n="31"/>scher Kultur (oder so), die heute  etc. etc.…in diesen Hallen.</p></div></body></text></TEI>