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                                    ich«</title><title level="a">Clara Katharina Pollaczek an Arthur Schnitzler, 7. Februar 1926</title><title type="alternative" when-iso="1926-02-07"/><author ref="#12435">Pollaczek, Clara Katharina</author><editor><name>Müller, Martin Anton</name><name>Untner, Laura</name></editor><funder><name>FWF - Der Wissenschaftsfonds</name><address><street>Sensengasse 1</street><postCode>1090 Wien</postCode><placeName><country>A</country><settlement>Wien</settlement></placeName></address></funder></titleStmt><editionStmt><edition>CKP</edition><respStmt><resp>Transkription</resp><name>Müller, Martin Anton</name><name>Untner, Laura</name><name>Mangel, Michael</name></respStmt></editionStmt><publicationStmt><publisher>Austrian Centre for Digital Humanities and Cultural
                                    Heritage</publisher><pubPlace>Vienna</pubPlace><date when="2023">2023</date><availability><licence target="https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/deed.de"><p>Sie dürfen: Teilen — das Material in jedwedem Format oder
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                                            einsetzen, die anderen rechtlich irgendetwas untersagen,
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                                    Schnitzler</p></seriesStmt><sourceDesc><listWit><witness n="1"><msDesc><msIdentifier><country>A</country><settlement>Wien</settlement><repository>Wienbibliothek</repository><idno>H.I.N. 155550</idno></msIdentifier></msDesc></witness></listWit></sourceDesc></fileDesc><profileDesc><langUsage><language ident="de-AT">German</language></langUsage></profileDesc><revisionDesc status="proposed"><change who="LU" when="2022-12-25">Angelegt</change></revisionDesc></teiHeader><facsimile><graphic url="ckp291"/></facsimile><text><body><div type="writingSession" n="1"><p>
      <lb n="01" type="paragraph-begin"/>Wien, <date>7.2.1926</date>.
      <lb n="02" type="paragraph-begin"/>An A.S. nach Berlin.
      <lb n="03" type="paragraph-begin"/>Liebster –
      <lb n="04" type="paragraph-begin"/>Es ist Sonntag ½8 Uhr Abend und die Elisabeth Bergner
      <lb n="05"/>beginnt wohl eben die »Else« zu lesen. – <hi rend="underline" n="">Wie</hi> gerne wäre ich dabei.
      <lb n="06"/>Aber lassen wir das lieber – und um meinen Gedanken nicht weiter
      <lb n="07"/>nachzuhängen, will ich lieber vom gestrigen Fest berichten.
      <lb n="08" type="paragraph-begin"/>Es war wirklich sehr schön und ich habe mich sehr gut un¬
      <lb n="09"/>terhalten, wie immer, wenn ich das Gefühl habe sehr gut auszusehen und
      <lb n="10"/>alle menschen so besonders nett zu mir sind. Als ich fertig angezogen
      <lb n="11"/>war tat es mir leid, dass Du mich nicht siehst. Teddy sagte mir noch
      <lb n="12"/>heute telefonisch, dass mein Kleid bezaubernd war etc.
      <lb n="13" type="paragraph-begin"/>Es waren massenhaft Menschen da, ich glaube 140. Die Jugend
      <lb n="14"/>war schon nach dem Souper, als Arthur Kl. und ich kamen, aber es war
      <lb n="15"/>ein Riesenbuffet da mit kleinen Tischen. In zwei dreifenstrigen Zimmern
      <lb n="16"/>wurde abwechselnd bei zwei Kapellen (eine Bachrich und eine aus Dilet¬
      <lb n="17"/>tanten zusammengestellse Salonkapelle) getanzt. Es waren viele, aber
      <lb n="18"/>nur vier hübsche Mädchen. Von Frauen waren anwesend ausser meiner Wenig¬
      <lb n="19"/>keit Frau Generaldirektor Heller, Frau Direktor Weiner, Emmy Ephrussy,
      <lb n="20"/>Vally L., Irene Auernheimer und als zwei graue Fledermäuse, die immer
      <lb n="21"/>beisammen sassen, Else Kuranda und Trude Bien. Ich unterhielt mich sehr
      <lb n="22"/>lang mit dem Sektionschef von Kreuzbruck, den ich ungezählte Jahre
      <lb n="23"/>nicht gesprochen hatte und der auf meine Novellen hin sich sehr ge¬
      <lb n="24"/>wünscht hatte mich wieder zu sehen. Teddy empfing mich gleich beim
      <lb n="25"/>Kommen mit dieser Mitteilung. Längere Zeit sass ich mit Byk, mit dem
      <lb n="26"/>ich hauptsächlich von Dir sprach. Und dann hatte ich einen ganz jungen
      <lb n="27"/>Hofmacher, den Cary Günste, Sohn des früheren Generalobst v. Günste – ich
      <lb n="28"/>glaub, ich hab Dir schon von ihm gesprochen. Er behauptet, schon als
      <lb n="29"/>12jähriger Bub in mich verliebt gewesen zu sein, – er ist etwas älter
      <lb n="30"/>als mein Sohn und ich sagte ihm, er soll sich schämen einer so alten</p></div></body></text></TEI>