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                                    ich«</title><title level="a">Clara Katharina Pollaczek an Arthur Schnitzler, 10. August 1925</title><title type="alternative" when-iso="1925-08-10"/><author ref="#12435">Pollaczek, Clara Katharina</author><editor><name>Müller, Martin Anton</name><name>Untner, Laura</name></editor><funder><name>FWF - Der Wissenschaftsfonds</name><address><street>Sensengasse 1</street><postCode>1090 Wien</postCode><placeName><country>A</country><settlement>Wien</settlement></placeName></address></funder></titleStmt><editionStmt><edition>CKP</edition><respStmt><resp>Transkription</resp><name>Müller, Martin Anton</name><name>Untner, Laura</name><name>Mangel, Michael</name></respStmt></editionStmt><publicationStmt><publisher>Austrian Centre for Digital Humanities and Cultural
                                    Heritage</publisher><pubPlace>Vienna</pubPlace><date when="2023">2023</date><availability><licence target="https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/deed.de"><p>Sie dürfen: Teilen — das Material in jedwedem Format oder
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                                            einsetzen, die anderen rechtlich irgendetwas untersagen,
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                                    Schnitzler</p></seriesStmt><sourceDesc><listWit><witness n="1"><msDesc><msIdentifier><country>A</country><settlement>Wien</settlement><repository>Wienbibliothek</repository><idno>H.I.N. 155550</idno></msIdentifier></msDesc></witness></listWit></sourceDesc></fileDesc><profileDesc><langUsage><language ident="de-AT">German</language></langUsage></profileDesc><revisionDesc status="proposed"><change who="LU" when="2022-12-25">Angelegt</change></revisionDesc></teiHeader><facsimile><graphic url="ckp247"/></facsimile><text><body><div type="writingSession" n="1"><p>
      <lb n="01"/>ganz nervos und sein Atem auf meinen nackten Schultern (er sass hin-
      <lb n="02"/>ter mir) war mir so lästig, wenn er sich vorneigte, um mit mir zu spre-
      <lb n="03"/>chen, dass ich plötzlich aufstand, erklärte, ich sei müde und trotz allen
      <lb n="04"/>Protest mich von Carli in mein Zimmer bringen liess.
      <lb n="05" type="paragraph-begin"/>Mit wem oder neben wem bist Du auf dem Spaziergang neu-
      <lb n="06"/>lich gegangen? Hat auch Frau Liechtenstern nicht nach mir gefragt? Ich
      <lb n="07"/>sehe Dich auf der grünen Wiese mit all den Leuten, um mit diesen drei
      <lb n="08"/>Frauen, die sich sicherlich immer offenbar laut gebärden und in Szene setzen. Von
      <lb n="09"/>zweien <hi rend="underline" n="">weiss</hi> ich es, und von der dritten <hi rend="underline" n="">ahn</hi> ich  es, denn sie ist eine
      <lb n="10"/>Deutsche und sicher die Aergste in der Richtung. Ich hätte als eine
      <lb n="11"/>winzige Mücke auf einem Sonnenstrahl an Euch vorbeitanzen mögen -
      <lb n="12"/>ob ich mich wohl geärgert oder unterhalten hätten? Keinesfalls hätte
      <lb n="13"/>ich Dich gestochen!
      <lb n="14" type="paragraph-begin"/>Hast Du die Magda (Klein) erblickt? Jetzt ist sie wohl
      <lb n="15"/>schon am Lido und ich bin neugierig, ob sie mir schreiben wird.
      <lb n="16" type="paragraph-begin"/>Bleibt Lili im Herbst länger bei ihrer Mutter oder holst
      <lb n="17"/>du sie ab? Ich höre das alles wohl in Deinem nächsten Brief. Für
      <lb n="18"/>heute schliesse ich, mein Liebes, denn ich bin müde und will mich vor
      <lb n="19"/>Tisch noch ein wenig hinlegen.
      <lb n="20" type="paragraph-begin"/>Hat man Deine zwei neuen Joppen sehr bewundert?
      <lb n="21" type="paragraph-begin"/>Ich küsse Dich, mein liebes kleines Kind, sehr innig.
      <lb n="22" type="paragraph-begin"/>Deine
      <lb n="23" type="paragraph-begin"/>C.K.
      <lb n="24" type="paragraph-begin"/>In meinem Stück »Schwester Peregrina« (Elisabeth Bergner) bin ich über
      <lb n="25"/>Personenverzeichnis noch nicht hinausgekommen, aber ich habe viel da-
      <lb n="26"/>rüber nachgedacht. Kennst Du nicht einen Roman, der in einem Frauen-
      <lb n="27"/>kloster spielt? Ich müsste unbedingt so etwas lesen. Ich glaube der
      <lb n="28"/>Kirchenvater wird mir einen Besuch in einem Kloster vermitteln, wenn
      <lb n="29"/>ich mich nicht vorher mit ihm zerkrache!</p></div></body></text></TEI>