<?xml version='1.0' encoding='UTF-8'?>
<TEI xmlns:xsi="http://www.w3.org/2001/XMLSchema-instance" xmlns="http://www.tei-c.org/ns/1.0" xml:id="ckp244.xml" xml:base="https://id.acdh.oeaw.ac.at.at/ckp" prev="https://id.acdh.oeaw.ac.at.at/ckp/ckp243.xml" next="https://id.acdh.oeaw.ac.at.at/ckp/ckp245.xml"><teiHeader><fileDesc><titleStmt><title level="s">Clara Katharina Pollaczek: »Arthur Schnitzler und
                                    ich«</title><title level="a">Arthur Schnitzler an Clara Katharina Pollaczek, 9. August 1925</title><title type="alternative" when-iso="1925-08-09"/><author ref="#12435">Pollaczek, Clara Katharina</author><editor><name>Müller, Martin Anton</name><name>Untner, Laura</name></editor><funder><name>FWF - Der Wissenschaftsfonds</name><address><street>Sensengasse 1</street><postCode>1090 Wien</postCode><placeName><country>A</country><settlement>Wien</settlement></placeName></address></funder></titleStmt><editionStmt><edition>CKP</edition><respStmt><resp>Transkription</resp><name>Müller, Martin Anton</name><name>Untner, Laura</name><name>Mangel, Michael</name></respStmt></editionStmt><publicationStmt><publisher>Austrian Centre for Digital Humanities and Cultural
                                    Heritage</publisher><pubPlace>Vienna</pubPlace><date when="2023">2023</date><availability><licence target="https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/deed.de"><p>Sie dürfen: Teilen — das Material in jedwedem Format oder
                                            Medium vervielfältigen und weiterverbreiten Bearbeiten —
                                            das Material remixen, verändern und darauf aufbauen und
                                            zwar für beliebige Zwecke, sogar kommerziell.</p><p>Der Lizenzgeber kann diese Freiheiten nicht widerrufen
                                            solange Sie sich an die Lizenzbedingungen halten. Unter
                                            folgenden Bedingungen:</p><p>Namensnennung — Sie müssen angemessene Urheber- und
                                            Rechteangaben machen, einen Link zur Lizenz beifügen und
                                            angeben, ob Änderungen vorgenommen wurden. Diese Angaben
                                            dürfen in jeder angemessenen Art und Weise gemacht
                                            werden, allerdings nicht so, dass der Eindruck entsteht,
                                            der Lizenzgeber unterstütze gerade Sie oder Ihre Nutzung
                                            besonders. Keine weiteren Einschränkungen — Sie dürfen
                                            keine zusätzlichen Klauseln oder technische Verfahren
                                            einsetzen, die anderen rechtlich irgendetwas untersagen,
                                            was die Lizenz erlaubt.</p><p>Hinweise:</p><p>Sie müssen sich nicht an diese Lizenz halten hinsichtlich
                                            solcher Teile des Materials, die gemeinfrei sind, oder
                                            soweit Ihre Nutzungshandlungen durch Ausnahmen und
                                            Schranken des Urheberrechts gedeckt sind. Es werden
                                            keine Garantien gegeben und auch keine Gewähr geleistet.
                                            Die Lizenz verschafft Ihnen möglicherweise nicht alle
                                            Erlaubnisse, die Sie für die jeweilige Nutzung brauchen.
                                            Es können beispielsweise andere Rechte wie
                                            Persönlichkeits- und Datenschutzrechte zu beachten sein,
                                            die Ihre Nutzung des Materials entsprechend
                                            beschränken.</p></licence></availability><idno type="handle"/></publicationStmt><seriesStmt><p>Machine-Readable Transcriptions of the Correspondences of Arthur
                                    Schnitzler</p></seriesStmt><sourceDesc><listWit><witness n="1"><msDesc><msIdentifier><country>A</country><settlement>Wien</settlement><repository>Wienbibliothek</repository><idno>H.I.N. 155550</idno></msIdentifier></msDesc></witness></listWit></sourceDesc></fileDesc><profileDesc><langUsage><language ident="de-AT">German</language></langUsage></profileDesc><revisionDesc status="proposed"><change who="LU" when="2022-12-25">Angelegt</change></revisionDesc></teiHeader><facsimile><graphic url="ckp244"/></facsimile><text><body><div type="writingSession" n="1"><p>
      <lb n="01" type="paragraph-begin"/>Karerpass, 8.9.1925.
      <lb n="02" type="paragraph-begin"/>(nach Riva, Palacehotel).
      <lb n="03" type="paragraph-begin"/>Liebstes, zu Mittag kam Dein Brief Nr. IV, aus den ich verwundert ent¬
      <lb n="04"/>nehme, dass Du seinen Montagszeilen keine Nachricht von mir hast.
      <lb n="05"/>Nun wird sich das schon geändert haben: ich schrieb Mittwoch vor
      <lb n="06"/>meiner Abreise noch einen kurzen Brief an Dich und Freitag Abend von
      <lb n="07"/>hier aus einen Brief (2 oder 3 Karten nicht gerechnet), so dass dies hier
      <lb n="08"/>Nr. IV ist. Im übrigen war die verstellte Schrift und die Angst vor
      <lb n="09"/>dem Lustigmachen mehr überflüssig; – die Briefe kommen immer in getrennt
      <lb n="10"/>te Fächer, aus denen man sie persönlich holt.
      <lb n="11" type="paragraph-begin"/>Vor allem, mein sehr Liebes, danke ich Dir für Deine Schilderungen und
      <lb n="12"/>Berichte aus Riva.–Man erhält aus ihnen ein so lebendiges Bild – von
      <lb n="13"/>Mosquitos bis Felsenberg (in dem ich allerdings alles eher
      <lb n="14"/>vermutet hätte als einen Kirchenrat und noch dazu von St. Ruprecht).
      <lb n="15"/>Danke auch für Deinen Bericht über das Gardone-Hotel. Man ist hier
      <lb n="16"/>mehr für Lido mit Hinterland Venedig – Alma eingenommen; aber da Alma
      <lb n="17"/>wohl länger auf dem Semmering bleiben wird, dürfte am Ende
      <lb n="18"/>doch Gardone resultieren. Die Reise bis hin ist ungefähr gleich
      <lb n="19"/>weit.–Wir hatten ausser vagen Programmen kaum erst andere als finan-
      <lb n="20"/>zielle Gespräche, die nicht durchaus erfreulich waren.
      <lb n="21" type="paragraph-begin"/>Der gestrige Tag: am Vormittag schweifte ich in den Wäldern herum; -
      <lb n="22"/>die Gegend ist wahrhaft herrlich; und die Lage des Passhotels die
      <lb n="23"/>schönste rings in den Dolomiten. Mein Zimmer ist so angenehm wie mög-
      <lb n="24"/>lich; das Essen leidlich; – aber weder Fett noch Butter auf der für
      <lb n="25"/>mich unerlässlichen Höhe; – auch der Thee mässig. Die andern, d.h.
      <lb n="26"/>Heini, Lili, Frau Lichtenstein und Frau K. spielen Tennis. – Nachmittag
      <lb n="27"/>am Weiher in guter Arbeitsstimmung Gegen Abend mit sämtlichen Lichten-
      <lb n="28"/>steins ins Karerseehotel und zurück. – Heute Heinis 25.Geburtstag;
      <lb n="29"/>er spielte Vormittag mit der gestrigen Partie Tennis; jetzt ist die
      <lb n="30"/>ganze Gesellschaft in Lichtensteins Auto zum Karerseehotel gefahren,
      <lb n="31"/>wo Lili und Frau Lichtenstein mit einem Trainer spielen; ich will</p></div></body></text></TEI>