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                                    ich«</title><title level="a">Arthur Schnitzler an Clara Katharina Pollaczek, 19. März 1925</title><title type="alternative" when-iso="1925-03-19"/><author ref="#12435">Pollaczek, Clara Katharina</author><editor><name>Müller, Martin Anton</name><name>Untner, Laura</name></editor><funder><name>FWF - Der Wissenschaftsfonds</name><address><street>Sensengasse 1</street><postCode>1090 Wien</postCode><placeName><country>A</country><settlement>Wien</settlement></placeName></address></funder></titleStmt><editionStmt><edition>CKP</edition><respStmt><resp>Transkription</resp><name>Müller, Martin Anton</name><name>Untner, Laura</name><name>Mangel, Michael</name></respStmt></editionStmt><publicationStmt><publisher>Austrian Centre for Digital Humanities and Cultural
                                    Heritage</publisher><pubPlace>Vienna</pubPlace><date when="2023">2023</date><availability><licence target="https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/deed.de"><p>Sie dürfen: Teilen — das Material in jedwedem Format oder
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                                    Schnitzler</p></seriesStmt><sourceDesc><listWit><witness n="1"><msDesc><msIdentifier><country>A</country><settlement>Wien</settlement><repository>Wienbibliothek</repository><idno>H.I.N. 155550</idno></msIdentifier></msDesc></witness></listWit></sourceDesc></fileDesc><profileDesc><langUsage><language ident="de-AT">German</language></langUsage></profileDesc><revisionDesc status="proposed"><change who="LU" when="2022-12-25">Angelegt</change></revisionDesc></teiHeader><facsimile><graphic url="ckp202"/></facsimile><text><body><div type="writingSession" n="1"><p>
      <lb n="01"/>ich mit den Rotters nicht abgeschlossen hatte! – Plötzlich wird sich
      <lb n="02"/>auch Reinhardt melden.– Heini kam,– (wie immer von der Probe) – Barnowsky
      <lb n="03"/>möchte ihn »vom Fleck weg« auf sein Aussehen hin engagieren; aber Heini
      <lb n="04"/>bleibt lieber bei Jessner und hat Recht.– Auch diesmal wurde es 5.– Und
      <lb n="05"/>ich plauderte dann mit Heini auf meinem Zimmer. Ich habe den Eindruck,
      <lb n="06"/>dass ihm mein Hiersein sehr wohl tut.– Dann erschien noch der Kapell¬
      <lb n="07"/>meister Georg Szell und endlich der Secretär der Bühnengenossenschaft,
      <lb n="08"/>der nicht mit Unrecht <hi rend="underline" n="">Weiss</hi> heisst,– sich entschuldigte, dass <hi rend="underline" n="">Liebelei</hi>
      <lb n="09"/>nicht aufgeführt wird, da die Bergner (die für die <hi rend="underline" n="">Mitzi</hi> wie für die
      <lb n="10"/><hi rend="underline" n="">Christine</hi> vorgesehen war) aus Aerger über ihren eben erlittenen Echec¬
      <lb n="11"/>als Camaliendame abgesagt hat. Die Vorstellung soll im Oktober statt¬
      <lb n="12"/>finden. Das Schillertheater Charlottenburg (diese Entfernungen hier –
      <lb n="13"/>ich fahre immer im Auto) Napoleon von Grabbe, eine recht interessante
      <lb n="14"/>Inszenierung, wie schon von früher bekannt: mässige Darstellung; Heini
      <lb n="15"/>die kleine Rolle des Herzogs von Orleon in guter Haltung. Dann in
      <lb n="16"/>gegenüberliegenden Hotel am Tiergarten mit Heini, Paul Marx und Frau
      <lb n="17"/>Sussin (Schauspielerin, hatte die Herzogin von Angoulemes gespielt, war
      <lb n="18"/>bei Brahm die erste Annie im Abschiedssouper; – ehemalige Kollegin von
      <lb n="19"/>Liesl; hässliche, aber auffallend gescheidte Person) genachtmahlt; – Fri<supplied>e</supplied>¬
      <lb n="20"/>dell kan noch dazu.– Es wurde wieder ½ bis ich ins Bett kam. Ich schlaf
      <lb n="21"/>dann intensiv, aber nicht lang genug. Heute musst ich noch einige aus
      <lb n="22"/>Wien nachgesandte Korrespondenz erledigen, dann fahr ich zu Kerr, speise
      <lb n="23"/>bei Michaelis (mit der Lossen). Abend Wallenstein, mit Heinis Freundin
      <lb n="24"/>und Michaelis! – Für die nächsten Tage stehen noch Besprechungen mit Ma¬
      <lb n="25"/>rill, Wiegler, Barnowsky bevor, und ein Besuch resp. ein Mittag- oder Abend¬
      <lb n="26"/>essen bei Steinrück (in Zehlendorf). Schlafwagen schon vorgemerkt: – für
      <lb n="27"/>Dienstag; Ankunft Mittwoch in den Nachmittagsstunden glaube ich. Halte
      <lb n="28"/>es nicht für eine Napoleoncopie, wenn ich Dir sage, dass ich mich nach
      <lb n="29"/>Dir sehne und mich in Deine, Dich in meine Arme wünsche, mein Schatz. (Aber
      <lb n="30"/>wie kann man das eigentlich niederschreiben?) Bitte,tu’s nur – zu lesen
      <lb n="31"/>ist es sehr schön! – Den Brief an Benedikt hast Du wohl indess abgesandt?</p></div></body></text></TEI>