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                                    ich«</title><title level="a">Clara Katharina Pollaczek an Arthur Schnitzler, 16. März 1925</title><title type="alternative" when-iso="1925-03-16"/><author ref="#12435">Pollaczek, Clara Katharina</author><editor><name>Müller, Martin Anton</name><name>Untner, Laura</name></editor><funder><name>FWF - Der Wissenschaftsfonds</name><address><street>Sensengasse 1</street><postCode>1090 Wien</postCode><placeName><country>A</country><settlement>Wien</settlement></placeName></address></funder></titleStmt><editionStmt><edition>CKP</edition><respStmt><resp>Transkription</resp><name>Müller, Martin Anton</name><name>Untner, Laura</name><name>Mangel, Michael</name></respStmt></editionStmt><publicationStmt><publisher>Austrian Centre for Digital Humanities and Cultural
                                    Heritage</publisher><pubPlace>Vienna</pubPlace><date when="2023">2023</date><availability><licence target="https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/deed.de"><p>Sie dürfen: Teilen — das Material in jedwedem Format oder
                                            Medium vervielfältigen und weiterverbreiten Bearbeiten —
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                                            solange Sie sich an die Lizenzbedingungen halten. Unter
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                                            Rechteangaben machen, einen Link zur Lizenz beifügen und
                                            angeben, ob Änderungen vorgenommen wurden. Diese Angaben
                                            dürfen in jeder angemessenen Art und Weise gemacht
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                                            der Lizenzgeber unterstütze gerade Sie oder Ihre Nutzung
                                            besonders. Keine weiteren Einschränkungen — Sie dürfen
                                            keine zusätzlichen Klauseln oder technische Verfahren
                                            einsetzen, die anderen rechtlich irgendetwas untersagen,
                                            was die Lizenz erlaubt.</p><p>Hinweise:</p><p>Sie müssen sich nicht an diese Lizenz halten hinsichtlich
                                            solcher Teile des Materials, die gemeinfrei sind, oder
                                            soweit Ihre Nutzungshandlungen durch Ausnahmen und
                                            Schranken des Urheberrechts gedeckt sind. Es werden
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                                            Persönlichkeits- und Datenschutzrechte zu beachten sein,
                                            die Ihre Nutzung des Materials entsprechend
                                            beschränken.</p></licence></availability><idno type="handle"/></publicationStmt><seriesStmt><p>Machine-Readable Transcriptions of the Correspondences of Arthur
                                    Schnitzler</p></seriesStmt><sourceDesc><listWit><witness n="1"><msDesc><msIdentifier><country>A</country><settlement>Wien</settlement><repository>Wienbibliothek</repository><idno>H.I.N. 155550</idno></msIdentifier></msDesc></witness></listWit></sourceDesc></fileDesc><profileDesc><langUsage><language ident="de-AT">German</language></langUsage></profileDesc><revisionDesc status="proposed"><change who="LU" when="2022-12-25">Angelegt</change></revisionDesc></teiHeader><facsimile><graphic url="ckp193"/></facsimile><text><body><div type="writingSession" n="1"><p>
      <lb n="01" type="paragraph-begin"/>Wien 16.3.1925. Hotel Reg.
      <lb n="02" type="paragraph-begin"/>An A.S. nach Berlin.
      <lb n="03" type="paragraph-begin"/>Liebster,
      <lb n="04" type="paragraph-begin"/>heute kam Deine Sonntagskarte und ich erwarte schon mit Un¬
      <lb n="05"/>geduld einen längeren Bericht. Die Zeitungen machen mich ängstlich.
      <lb n="06"/>Bitte gehe womöglich nicht allein auf die Strasse. Hoffentlich nimmt
      <lb n="07"/>der Eisenbahnstreik nicht ernstere Formen an.
      <lb n="08" type="paragraph-begin"/>Ueber gestern und heute ist nachzutragen: Gestern vormittag
      <lb n="09"/>Frieda, der ich die letzte Seite des Novellenentwurfes und den Brief
      <lb n="10"/>an B. diktierte. Mittag des Sonntags wegen im Restaurant gegessen.
      <lb n="11"/>Dann ein bisserl geschlafen und von 3-5 gearbeitet und nachgedacht.
      <lb n="12"/>Um 5 Uhr erschien Cary <hi rend="underline" n="">ohne</hi> Ernst Hellmann, der erkrankt ist. Wir
      <lb n="13"/>plauschten eine Stunde sehr gut und gingen denn ins Votivkino hinüber
      <lb n="14"/>zu den » Wölfen von Alaska«, ein mässiger Genuss. Um 8 Uhr kamen
      <lb n="15"/>Fredi und Anna und blieben bis 11 Uhr. Lange Gespräche über Rudi,
      <lb n="16"/>finanzielle Sorgen etc. Nachher hatte ich noch eine Stunde mit
      <lb n="17"/>dem Reinigen des Geschirrs, Lüften des verrauchten Zimmers etc. zu
      <lb n="18"/>tun und kam erst nach 12 Uhr recht müde und innerlich zerpatscht
      <lb n="19"/>ins Bett. Heute schon einiges geleistet. Zwei Silberaufsätze ver¬
      <lb n="20"/>kauft, von denen ich noch zwei habe. Hery hat diesen Monat Geburtstag
      <lb n="21"/>und ich hatte kein Geld für ein Geschenk. Jetzt bin ich wieder aus dem
      <lb n="22"/>Wasser. Dann war ich in der Neustiftgasse eine Wohnung ansehen,
      <lb n="23"/>schmutzig und ohne Telefon, daher indiskutabel für mich. Im Vorbei¬
      <lb n="24"/>gehen bei Glücksmann die Manuscripte geholt, die er, wie er sagte, dem
      <lb n="25"/>Direktor <hi rend="underline" n="">ungelesen</hi> fortgenommen hat – und schliesslich durch die
      <lb n="26"/>Stadt nachhause. Jetzt habe ich eben ein herrliches, selbstfabri¬
      <lb n="27"/>ziertes Schnitzel (Paradeisschnitzes) verzehrt und werde gleich
      <lb n="28"/>mein Mittagsschläfchen halten. Um 4 Uhr bin ich bei Tedy Bl. und dann
      <lb n="29"/>Gott sei Lob und Dank allein zuhause. Dieser Besuch mit den larmo¬
      <lb n="30"/>yanten Gesprächen über eine Tote ist eine Verpflichtung, aber wahrlich
      <lb n="31"/>kein inneres Bedürfnis für mich. Ich brauchte Aufheiterung, Zerstreu¬</p></div></body></text></TEI>