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                                    ich«</title><title level="a">Arthur Schnitzler an Clara Katharina Pollaczek, 24. Januar 1925</title><title type="alternative" when-iso="1925-01-24"/><author ref="#12435">Pollaczek, Clara Katharina</author><editor><name>Müller, Martin Anton</name><name>Untner, Laura</name></editor><funder><name>FWF - Der Wissenschaftsfonds</name><address><street>Sensengasse 1</street><postCode>1090 Wien</postCode><placeName><country>A</country><settlement>Wien</settlement></placeName></address></funder></titleStmt><editionStmt><edition>CKP</edition><respStmt><resp>Transkription</resp><name>Müller, Martin Anton</name><name>Untner, Laura</name><name>Mangel, Michael</name></respStmt></editionStmt><publicationStmt><publisher>Austrian Centre for Digital Humanities and Cultural
                                    Heritage</publisher><pubPlace>Vienna</pubPlace><date when="2023">2023</date><availability><licence target="https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/deed.de"><p>Sie dürfen: Teilen — das Material in jedwedem Format oder
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                                            einsetzen, die anderen rechtlich irgendetwas untersagen,
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                                    Schnitzler</p></seriesStmt><sourceDesc><listWit><witness n="1"><msDesc><msIdentifier><country>A</country><settlement>Wien</settlement><repository>Wienbibliothek</repository><idno>H.I.N. 155550</idno></msIdentifier></msDesc></witness></listWit></sourceDesc></fileDesc><profileDesc><langUsage><language ident="de-AT">German</language></langUsage></profileDesc><revisionDesc status="proposed"><change who="LU" when="2022-12-25">Angelegt</change></revisionDesc></teiHeader><facsimile><graphic url="ckp178"/></facsimile><text><body><div type="writingSession" n="1"><p>
      <lb n="01"/>wieder Appetit gehabt. Meine ehrliche Absicht war es Donnstag zu reisen,
      <lb n="02"/>aber Du nimmst es mir nicht Übel, dass ich unter diesen Umständen auf ein
      <lb n="03"/>paar Tage verschoben habe. Und nun hat mir der vortreffliche Herbert
      <lb n="04"/>Steiner in Zürich den bereits vorgemerkten Schlafwagen auf den 1. um¬
      <lb n="05"/>schreiben lassen.–Bis nach Campher bin ich noch nicht gelangt; -
      <lb n="06"/>Souvrettahaus war das weiteste und vorgestern fuhr ich auf die Chantarella.
      <lb n="07"/>Gespräche zu zweit haben überhaupt noch nicht stattgefunden; -
      <lb n="08"/>ein paar Leute aus Berlin, ein Herr Gonzale und Frau, und eine Frau Mendel
      <lb n="09"/>habe ich flüchtig kennen gelernt und mich an den Kunstläufen der Frau
      <lb n="10"/>Thea Preussen ergötzt.–Bei Hanselmann (neben dem Privathotel) trink
      <lb n="11"/>ich nach Tisch meinen Schwarzen; – und nach dem Diner in der Hall, gegen
      <lb n="12"/>meine Gewohnheit den Thee.–Im Hotel niemanden kennen gelernt; die
      <lb n="13"/>Hälfte der Gäste begeben sich nach dem Diner in eines der grossen Hotels,
      <lb n="14"/>ich glaube, in jedem wird getanzt; – hier bei uns ist es ganz still; – nur
      <lb n="15"/>gestern liess der Direktor, der wie ein Japaner aussieht, einige Grammo¬
      <lb n="16"/>phonplatten laufen.–Im übrigen hab ich Correspondenz erledigt, allerlei
      <lb n="17"/>gelesen und bin mit dem Roman beschäftigt.
      <lb n="18" type="paragraph-begin"/>Nun, mein Liebstes, sag ich Dir Adieu für heute. Ich denke, dass
      <lb n="19"/>Duf diesen Brief noch hieher antworten kannst. Das Manuscript be¬
      <lb n="20"/>halt ich aber bei mir. Ich bin sehr begierig über Zsolnay und Glücks¬
      <lb n="21"/>mann baldigst näheres zu erfahren. Und wenn Du auf eine Redoute gehen
      <lb n="22"/>wolltest, Elende, so schreib es mir. (Ich – dies nur nebenbei- verschmähe
      <lb n="23"/>es heute Abend den grossen Kostümball der Saison im Suvrettahaus mit
      <lb n="24"/>meiner Gegenwart zu beehren. Sei zärtlich umarmt. Dein
      <lb n="25" type="paragraph-begin"/>A.</p></div></body></text></TEI>