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                                    ich«</title><title level="a">Arthur Schnitzler an Clara Katharina Pollaczek, 22. Januar 1925</title><title type="alternative" when-iso="1925-01-22"/><author ref="#12435">Pollaczek, Clara Katharina</author><editor><name>Müller, Martin Anton</name><name>Untner, Laura</name></editor><funder><name>FWF - Der Wissenschaftsfonds</name><address><street>Sensengasse 1</street><postCode>1090 Wien</postCode><placeName><country>A</country><settlement>Wien</settlement></placeName></address></funder></titleStmt><editionStmt><edition>CKP</edition><respStmt><resp>Transkription</resp><name>Müller, Martin Anton</name><name>Untner, Laura</name><name>Mangel, Michael</name></respStmt></editionStmt><publicationStmt><publisher>Austrian Centre for Digital Humanities and Cultural
                                    Heritage</publisher><pubPlace>Vienna</pubPlace><date when="2023">2023</date><availability><licence target="https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/deed.de"><p>Sie dürfen: Teilen — das Material in jedwedem Format oder
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                                            Persönlichkeits- und Datenschutzrechte zu beachten sein,
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                                    Schnitzler</p></seriesStmt><sourceDesc><listWit><witness n="1"><msDesc><msIdentifier><country>A</country><settlement>Wien</settlement><repository>Wienbibliothek</repository><idno>H.I.N. 155550</idno></msIdentifier></msDesc></witness></listWit></sourceDesc></fileDesc><profileDesc><langUsage><language ident="de-AT">German</language></langUsage></profileDesc><revisionDesc status="proposed"><change who="LU" when="2022-12-25">Angelegt</change></revisionDesc></teiHeader><facsimile><graphic url="ckp172"/></facsimile><text><body><div type="writingSession" n="1"><p>
      <lb n="01"/>Zimmer nicht vielleicht schon morgen statt erst am 21. haben könnte.
      <lb n="02"/>Und richtig – es ging. So fuhr ich denn schon am 20. um ½11 von
      <lb n="03"/>Zürich ab – zur Bahn geleitet von dem »Betreuer« Herbert Steiner,
      <lb n="04"/>der mir noch überdies ein Buch von Paul Valéry, eine Essaysammlung
      <lb n="05"/>» Variété« als Geschenk überreichte. – Schon in Sarganz schwand der
      <lb n="06"/>Nebel, und ich kam um 4 Uhr bei dem üblichen strahlenden Sonnenschein
      <lb n="07"/>in St. Moritz an. Das Parkhotel, das -gleich neben Haselmann – ein
      <lb n="08"/>wenig zurückliegend, – sich sofort nach Eintritt als ein sehr vornehmes
      <lb n="09"/>Gasthöfchen präsentiert. Der Direktor etwas japanisch aussehend na¬
      <lb n="10"/>türlich charmant – der Kurdirektor in höchst eigener Person hatte
      <lb n="11"/>mir das Zimmer reservieren lassen – geräumig, kein eigentliches Hotel¬
      <lb n="12"/>zimmer, wie ja das ganze Hotel aus einem Engadiner Haus erst adaptiert
      <lb n="13"/>wurde, mit schönem Blick nach Süden, auf den See und die Berge, -ich packte
      <lb n="14"/>aus, spazierte, da die Sonne schon untergegangen war, nur ein wenig
      <lb n="15"/>durch die Strassen, ersetzte das versäumte Diner oder Lunch durch eine
      <lb n="16"/>»Ha<supplied>n</supplied>selmann«-Jause, und verbrachte den Rest des Abends zuhause. Heller
      <lb n="17"/>kleiner Speisesaal für circa 30 Personen, mässige Nacht mit Herzklopfen
      <lb n="18"/>und allerlei Träumen,– z.B.; ich werde als Arzt in ein Hotel gerufen-
      <lb n="19"/>unten in der Hall, die aber wie eine Bank aussieht, – sitzt quasi als
      <lb n="20"/>Direktor.-Paul H.; sehr nobel mit grauen Hosen und überschlagenen
      <lb n="21"/>Beinen, äusserst hochmütig, und telefoniert eben mit dem betreffenden
      <lb n="22"/>Kranken wegen des Honorars für mich. Ich zerbreche mir den Kopf, was ich
      <lb n="23"/>verlangen soll.–Ich erwache ziemlich katarrhalisch und warte die
      <lb n="24"/>Sonne ab, um mich auf den Weg nach Campher zu machen. Herrliche Strasse,
      <lb n="25"/>wunderbare Luft (wie Champagner) – nur rutscht man ununterbrochen
      <lb n="26"/>und ich beschliesse meine Schuhe mit Gummi versehen zu lassen. Souvret¬
      <lb n="27"/>ta-Eisplatz – vielleicht der schönste der Welt. – durch die Lage,
      <lb n="28"/>traum- durch die dort befindlichen Menschen-operettenhaft; – ich treffe
      <lb n="29"/>O.; Frau Koppel und irgend eine Berlin Familie. Lili hat eben Skistun¬
      <lb n="30"/>de. Ich sitze eine Stunde in der Sonne und spaziere dann den gleichen</p></div></body></text></TEI>