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                                    ich«</title><title level="a">Arthur Schnitzler an Clara Katharina Pollaczek, 15. Januar 1925</title><title type="alternative" when-iso="1925-01-15"/><author ref="#12435">Pollaczek, Clara Katharina</author><editor><name>Müller, Martin Anton</name><name>Untner, Laura</name></editor><funder><name>FWF - Der Wissenschaftsfonds</name><address><street>Sensengasse 1</street><postCode>1090 Wien</postCode><placeName><country>A</country><settlement>Wien</settlement></placeName></address></funder></titleStmt><editionStmt><edition>CKP</edition><respStmt><resp>Transkription</resp><name>Müller, Martin Anton</name><name>Untner, Laura</name><name>Mangel, Michael</name></respStmt></editionStmt><publicationStmt><publisher>Austrian Centre for Digital Humanities and Cultural
                                    Heritage</publisher><pubPlace>Vienna</pubPlace><date when="2023">2023</date><availability><licence target="https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/deed.de"><p>Sie dürfen: Teilen — das Material in jedwedem Format oder
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                                    Schnitzler</p></seriesStmt><sourceDesc><listWit><witness n="1"><msDesc><msIdentifier><country>A</country><settlement>Wien</settlement><repository>Wienbibliothek</repository><idno>H.I.N. 155550</idno></msIdentifier></msDesc></witness></listWit></sourceDesc></fileDesc><profileDesc><langUsage><language ident="de-AT">German</language></langUsage></profileDesc><revisionDesc status="proposed"><change who="LU" when="2022-12-25">Angelegt</change></revisionDesc></teiHeader><facsimile><graphic url="ckp162"/></facsimile><text><body><div type="writingSession" n="1"><p>
      <lb n="01"/>gab mich noch in ein Restaurant (Schinken, Butter, da man hier in Bern
      <lb n="02"/>um 7 oder ½8 isst und von 10 Uhr an wie es scheint keine warme Küche
      <lb n="03"/>mehr zu haben ist; – und um ½12 im Hotel, wo ich eben in der Hall... sitze
      <lb n="04"/>siehe oben. Das Hotel ist übrigens das meiner, <hi rend="underline" n="">unserer</hi> Träume. Ein herrlicher
      <lb n="05"/>Blick – unter weniger nebligen Umständen sollen bis zu den eisigen Höhen
      <lb n="06"/>reichen; – und der grosse Stil der Führung, ohne Pomp und Protzerei. Ich
      <lb n="07"/>habe mir ein Appartement mit Bad vergönnt; und glaube nicht, dass ich je¬
      <lb n="08"/>mals in einem Hotel ein schöneres und angenehmeres Zimmer und eine
      <lb n="09"/>bessere Bedienung erlebt habe. Telefon natürlich auch im Zimmer – und
      <lb n="10"/>man wird sofort wirklich verbunden. Ich muss dann den Präsidenten der
      <lb n="11"/>hiesigen freien Studentenschaft, den Arrangeur der Vorlesung sprechen
      <lb n="12"/>und besuche Dr. Holzapfel (den Verfasser des Panideals) – der eben
      <lb n="13"/>von einer Grippe auferstanden ist. Seinen Jünger<hi rend="underline" n=""> Zbinden</hi> sprach ich
      <lb n="14"/>gestern in Basel, dort auch unter andern einen jungen, mir durch Michaelis
      <lb n="15"/>empfohlenen Christoph Bernoulli, der irgendwie in die augenblickliche
      <lb n="16"/>Existenz meines Sohnes hineinspielt ein interessanter Mensch; wir wan¬
      <lb n="17"/>delten gestern vor meiner Abreise am Rhein spazieren, sprachen über Psy¬
      <lb n="18"/>choanalyse, Mystik, Mystiker, Architekten, Kritik und einige andere Themen.-
      <lb n="19" type="paragraph-begin"/>Der Abend in Basel verlief sehr gut – der Saal war übervoll,
      <lb n="20"/>»wir hätten einen doppelt so grossen auch gefüllt« (sagte der Präsident
      <lb n="21"/>der »Gurdlibet« (dies der Verein, in dessen Rahmen ich in Basel las).
      <lb n="22"/>Ich war »gut bei Stimme«, verhaspelte mich aber ein paar Mal in der »Gros¬
      <lb n="23"/>sen Szene«, was man kaum bemerkte. Nachher gemütliche Zusammenkunft in
      <lb n="24"/>einem Restaurant, zirka 20 Personen, ich sprach 3 oder 4; einen Arzt, ei¬
      <lb n="25"/>nen Rechtsanwalt mit Frau; es war erträglich.
      <lb n="26" type="paragraph-begin"/>Heute werde ich wahrscheinlich ein anderes Programm lesen,
      <lb n="27"/>eventuell den »Kakadu«, (und die »Masken«) : – vielleicht den »Wurstl«.
      <lb n="28"/>Morgen folgt eine 5 stündige Reise nach St.Gallen, ein Abendvortrag in
      <lb n="29"/>der Museumsgesellschaft. Aus <hi rend="underline" n="">Luzern</hi> bin ich wie zu erwarten war antele¬
      <lb n="30"/>foniert worden – von einem Forstinspektor, der dort der Vorstand des lite¬</p></div></body></text></TEI>