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<TEI xmlns:xsi="http://www.w3.org/2001/XMLSchema-instance" xmlns="http://www.tei-c.org/ns/1.0" xml:id="ckp160.xml" xml:base="https://id.acdh.oeaw.ac.at.at/ckp" prev="https://id.acdh.oeaw.ac.at.at/ckp/ckp159.xml" next="https://id.acdh.oeaw.ac.at.at/ckp/ckp161.xml"><teiHeader><fileDesc><titleStmt><title level="s">Clara Katharina Pollaczek: »Arthur Schnitzler und
                                    ich«</title><title level="a">Clara Katharina Pollaczek an Arthur Schnitzler, 15. Januar 1925</title><title type="alternative" when-iso="1925-01-15"/><author ref="#12435">Pollaczek, Clara Katharina</author><editor><name>Müller, Martin Anton</name><name>Untner, Laura</name></editor><funder><name>FWF - Der Wissenschaftsfonds</name><address><street>Sensengasse 1</street><postCode>1090 Wien</postCode><placeName><country>A</country><settlement>Wien</settlement></placeName></address></funder></titleStmt><editionStmt><edition>CKP</edition><respStmt><resp>Transkription</resp><name>Müller, Martin Anton</name><name>Untner, Laura</name><name>Mangel, Michael</name></respStmt></editionStmt><publicationStmt><publisher>Austrian Centre for Digital Humanities and Cultural
                                    Heritage</publisher><pubPlace>Vienna</pubPlace><date when="2023">2023</date><availability><licence target="https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/deed.de"><p>Sie dürfen: Teilen — das Material in jedwedem Format oder
                                            Medium vervielfältigen und weiterverbreiten Bearbeiten —
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                                            solange Sie sich an die Lizenzbedingungen halten. Unter
                                            folgenden Bedingungen:</p><p>Namensnennung — Sie müssen angemessene Urheber- und
                                            Rechteangaben machen, einen Link zur Lizenz beifügen und
                                            angeben, ob Änderungen vorgenommen wurden. Diese Angaben
                                            dürfen in jeder angemessenen Art und Weise gemacht
                                            werden, allerdings nicht so, dass der Eindruck entsteht,
                                            der Lizenzgeber unterstütze gerade Sie oder Ihre Nutzung
                                            besonders. Keine weiteren Einschränkungen — Sie dürfen
                                            keine zusätzlichen Klauseln oder technische Verfahren
                                            einsetzen, die anderen rechtlich irgendetwas untersagen,
                                            was die Lizenz erlaubt.</p><p>Hinweise:</p><p>Sie müssen sich nicht an diese Lizenz halten hinsichtlich
                                            solcher Teile des Materials, die gemeinfrei sind, oder
                                            soweit Ihre Nutzungshandlungen durch Ausnahmen und
                                            Schranken des Urheberrechts gedeckt sind. Es werden
                                            keine Garantien gegeben und auch keine Gewähr geleistet.
                                            Die Lizenz verschafft Ihnen möglicherweise nicht alle
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                                            Persönlichkeits- und Datenschutzrechte zu beachten sein,
                                            die Ihre Nutzung des Materials entsprechend
                                            beschränken.</p></licence></availability><idno type="handle"/></publicationStmt><seriesStmt><p>Machine-Readable Transcriptions of the Correspondences of Arthur
                                    Schnitzler</p></seriesStmt><sourceDesc><listWit><witness n="1"><msDesc><msIdentifier><country>A</country><settlement>Wien</settlement><repository>Wienbibliothek</repository><idno>H.I.N. 155550</idno></msIdentifier></msDesc></witness></listWit></sourceDesc></fileDesc><profileDesc><langUsage><language ident="de-AT">German</language></langUsage></profileDesc><revisionDesc status="proposed"><change who="LU" when="2022-12-25">Angelegt</change></revisionDesc></teiHeader><facsimile><graphic url="ckp160"/></facsimile><text><body><div type="writingSession" n="1"><p>
      <lb n="01" type="paragraph-begin"/>15.1.1925.Hotel Regina, Wien.
      <lb n="02" type="paragraph-begin"/>nach
      <lb n="03" type="paragraph-begin"/>Liebster, erhalte soeben Deinen Bericht vom 13. aus Freiburg, freue mich,
      <lb n="04"/>dass Du mit Erfolg, Befinden etc. zufrieden bist.–Ich bin für alle
      <lb n="05"/>Menschen (ausser meinen Sohn Karl) für zwei Tage nach Mödling gefah¬
      <lb n="06"/>ren, nämlich gestern und heute. In Wahrheit aber sitze ich in meinem
      <lb n="07"/>Zimmer und arbeite. Gestern war ich nur eine halbe Stunde fort. Ich bin
      <lb n="08"/>in der neuen Novelle schon recht weit gekommen und glaube in einer
      <lb n="09"/>Woche fertig zu sein. Es ist die erstet Erzählung, die nichts mit mir
      <lb n="10"/>bekannten Wesen, nichts mit Erinnerungen und inneren Erlebnissen zu
      <lb n="11"/>tun hat – nur Erfindung und Gestalt. Es macht mir mehr Vergnügen als
      <lb n="12"/>ich dachte, und ich hoffe, es wird nicht schlecht.
      <lb n="13" type="paragraph-begin"/>Um mich auszuruhen las ich dazwischen Hofmannsthal. »Frau ohne Schatten«
      <lb n="14"/>brachte ich nicht zu Ende, ist mir unverständlich (vielleicht eine Schan¬
      <lb n="15"/>de) und langweilig. Das Erlebnis des »Marschalls von Bassompiere« finde
      <lb n="16"/>ich ausgezeichnet, könnte aber auch von Dir sein.–Heute ist herrliches
      <lb n="17"/>Wetter, Rauhreif auf [D]ächern und Bäumen und ich habe beschlossen in Dei¬
      <lb n="18"/>ner Gegend einen Spaziergang zu machen, um niemand Bekannten zu treffen.
      <lb n="19"/>Mittag kommt Karl zu mir und dann wird bis Abend geschrieben. Am
      <lb n="20"/>Abend kommt meine Nichte die ich für einen Ball schön machen muss und
      <lb n="21"/>dann arbeite ich wohl noch zwei Stunden. Von morgen an kommen wieder
      <lb n="22"/>ein paar mondäne Tage.
      <lb n="23" type="paragraph-begin"/>Ich will mich rasch fertig machen und schliesse für heute. Du hast ja
      <lb n="24"/>indessen meine zwei langen Briefe erhalten. Herzliche Umarmung Deine
      <lb n="25" type="paragraph-begin"/>Clara Katharina.</p></div></body></text></TEI>