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                                    ich«</title><title level="a">Clara Katharina Pollaczek an Arthur Schnitzler, 12. Januar 1925</title><title type="alternative" when-iso="1925-01-12"/><author ref="#12435">Pollaczek, Clara Katharina</author><editor><name>Müller, Martin Anton</name><name>Untner, Laura</name></editor><funder><name>FWF - Der Wissenschaftsfonds</name><address><street>Sensengasse 1</street><postCode>1090 Wien</postCode><placeName><country>A</country><settlement>Wien</settlement></placeName></address></funder></titleStmt><editionStmt><edition>CKP</edition><respStmt><resp>Transkription</resp><name>Müller, Martin Anton</name><name>Untner, Laura</name><name>Mangel, Michael</name></respStmt></editionStmt><publicationStmt><publisher>Austrian Centre for Digital Humanities and Cultural
                                    Heritage</publisher><pubPlace>Vienna</pubPlace><date when="2023">2023</date><availability><licence target="https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/deed.de"><p>Sie dürfen: Teilen — das Material in jedwedem Format oder
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                                    Schnitzler</p></seriesStmt><sourceDesc><listWit><witness n="1"><msDesc><msIdentifier><country>A</country><settlement>Wien</settlement><repository>Wienbibliothek</repository><idno>H.I.N. 155550</idno></msIdentifier></msDesc></witness></listWit></sourceDesc></fileDesc><profileDesc><langUsage><language ident="de-AT">German</language></langUsage></profileDesc><revisionDesc status="proposed"><change who="LU" when="2022-12-25">Angelegt</change></revisionDesc></teiHeader><facsimile><graphic url="ckp155"/></facsimile><text><body><div type="writingSession" n="1"><p>
      <lb n="01" type="paragraph-begin"/>12.1.1925.Wien, Hotel Regina.
      <lb n="02" type="paragraph-begin"/>nach Basel
      <lb n="03" type="paragraph-begin"/>Also erstens will ich über meine Unterredung mit Glücksmann berichten.
      <lb n="04"/>Er denkt sich einen Abend mit »Redoute«, »Seidenstrümpfe« und »Schieber«,
      <lb n="05"/>findet, dass diese drei Stücke, die alle in der Nachkriegszeit spielen,
      <lb n="06"/>sehr gut aneinandergereiht werden können und will diese Zusammenstel¬
      <lb n="07"/>lung dem Direktor unterbreiten und <hi rend="underline" n="">sehr</hi> befürworten. Er sagte von den
      <lb n="08"/>»Schiebern«, dass er diesen Einakter eine <hi rend="underline" n="">unerhört gute</hi> Sache finde.
      <lb n="09"/>Auf meine Frage, ob er denn bei der »Redoute« keinerlei Einwendungen zu
      <lb n="10"/>machen habe, sagte er: »Nein, nicht die geringsten, ich halte das Stück für
      <lb n="11"/>ausserordentlich packend und wirksam«. Ich weiss ja gar nicht, ob er recht
      <lb n="12"/>hat, da Du ja ganz anderer Ansicht bist und ich bin trotz seines Urteils
      <lb n="13"/>weit entfernt zu glaube[n], dass aus der Sache wirklich was wird. Aber es mu¬
      <lb n="14"/>tet mich immer ganz merkwürdig an, wenn ein Fremder meine Arbei¬
      <lb n="15"/>ten so ernst nimmt. Ich bin immer ein bisserl erstaunt und – ungläubig.
      <lb n="16"/>Ich sagte ihm Übrigens, dass mir eine Zusammenstellung von »Redoute«
      <lb n="17"/>mit der dramatisierten Novelle »Spaziergang im Mondenschein« lieber
      <lb n="18"/>wäre. Aber er will zuerst <hi rend="underline" n="">sein</hi> Programm dem Direktor empfehlen.
      <lb n="19"/>Ich soll ihn in einigen Tagen anrufen und ich werde dies heute in einer
      <lb n="20"/>Woche tun.
      <lb n="21" type="paragraph-begin"/>Freitag Mittag esse ich bei Tolnays. Enny T. sagte mir, ich solle zu
      <lb n="22"/>Tisch kommen, damit ihr Mann auch was von mir hat, denn er habe eine
      <lb n="23"/>»heisse Liebe« für mich. Ich habe es nicht sehr gerne, wenn Frauen so
      <lb n="24"/>»grosszügig« sind, da steckt doch immer eine gewisse Gleichgültigkeit
      <lb n="25"/>dahinter. Aber bei mir kann man übrigens unbesorgt sein, ich nehme nie-
      <lb n="26"/>mand was fort. Dagegen werde ich Herrn T. bitten mich bei Paul Zsolnay
      <lb n="27"/>anzumelden, ich will Samstag oder Montag hingehen. Bis Freitag hoffe ich
      <lb n="28"/>das Manuscript, das ich Dir sende, mit Deiner Rückäusserung oder wenig¬
      <lb n="29"/>stens diese zu bekommen.
      <lb n="30" type="paragraph-begin"/>Hermine und Paula hatten jetzt Besuch aus der Schweiz und es ist sehr
      <lb n="31"/>möglich, dass sie am 20. nach Zürich fahren, von dort an die Riviera und
      <lb n="32"/>später nach Paris. Ich hätte heute hin sollen, bin aber zu müde.</p></div></body></text></TEI>