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                                    ich«</title><title level="a">Clara Katharina Pollaczek an Arthur Schnitzler, 4. Juli 1924</title><title type="alternative" when-iso="1924-07-04"/><author ref="#12435">Pollaczek, Clara Katharina</author><editor><name>Müller, Martin Anton</name><name>Untner, Laura</name></editor><funder><name>FWF - Der Wissenschaftsfonds</name><address><street>Sensengasse 1</street><postCode>1090 Wien</postCode><placeName><country>A</country><settlement>Wien</settlement></placeName></address></funder></titleStmt><editionStmt><edition>CKP</edition><respStmt><resp>Transkription</resp><name>Müller, Martin Anton</name><name>Untner, Laura</name><name>Mangel, Michael</name></respStmt></editionStmt><publicationStmt><publisher>Austrian Centre for Digital Humanities and Cultural
                                    Heritage</publisher><pubPlace>Vienna</pubPlace><date when="2023">2023</date><availability><licence target="https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/deed.de"><p>Sie dürfen: Teilen — das Material in jedwedem Format oder
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                                            einsetzen, die anderen rechtlich irgendetwas untersagen,
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                                            Persönlichkeits- und Datenschutzrechte zu beachten sein,
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                                    Schnitzler</p></seriesStmt><sourceDesc><listWit><witness n="1"><msDesc><msIdentifier><country>A</country><settlement>Wien</settlement><repository>Wienbibliothek</repository><idno>H.I.N. 155550</idno></msIdentifier></msDesc></witness></listWit></sourceDesc></fileDesc><profileDesc><langUsage><language ident="de-AT">German</language></langUsage></profileDesc><revisionDesc status="proposed"><change who="LU" when="2022-12-25">Angelegt</change></revisionDesc></teiHeader><facsimile><graphic url="ckp123"/></facsimile><text><body><div type="writingSession" n="1"><p>
      <lb n="01" type="paragraph-begin"/>7 Uhr Früh, 4. Juli 1924.
      <lb n="02" type="paragraph-begin"/>Wien. nach Salzburg
      <lb n="03" type="paragraph-begin"/>Guten Morgen, Liebster, nur rasch ein paar Zeilen, denn ich will rasch
      <lb n="04"/>baden, mich anziehn und in die Stadt laufen, eh es gar so heiss wird.
      <lb n="05"/>Ich habe eine schlimme Nacht hinter mir und konnte von ½4 Uhr an über¬
      <lb n="06"/>haupt nicht mehr schlafen. Bei geschlossenem Fenster ist es unerträglich
      <lb n="07"/>schwül und wenn ich es offen lasse hält mich der Strassenlärm wach.
      <lb n="08"/>Ich bin entsetzlich bloss und sehr müde. Der gestrige Nachmittag bei
      <lb n="09"/>Emmy von Tolny war recht gemütlich. Wir tranken herrlichen Eiskaffee
      <lb n="10"/>und plauschten von 5 – ½ 8. Dann ging ich mit Hermine und Tochter zu
      <lb n="11"/>ihnen in die Gusshausstrasse, da Hermine mich sehr bat ihr einen
      <lb n="12"/>Brief an ihre Mutter zu verfassen, mit der sie sich zerstritten hat.
      <lb n="13"/>Um ½ 11 war ich zuhause und dann sassen noch die beiden Buben bei mir
      <lb n="14"/>und wir plauderten bis 11. Sie sind jetzt wirklich beide sehr nett.
      <lb n="15"/>Dieser Tage erschien im Tagblatt ein Einakter von Géraldy, »Die erwach-
      <lb n="16"/>senen Söhne« in der Uebersetzung von E. Goldenberg. Er ist ungemein
      <lb n="17"/>fein und reizvoll, wenn auch kein Stück. Ich hebe ihn für Dich auf,
      <lb n="18"/>denn er dürfte Dich interessieren und ich glaube, Du solltest ihm
      <lb n="19"/>dem Heini irgendwie in die Hände spielen oder direkt geben. Mir ist
      <lb n="20"/>diese kleine Szene lieber wie das ganze »Aimer«. Mit meinen Briefen an
      <lb n="21"/>Reclam und wegen des Honorars an die Neue Freie Presse warte ich
      <lb n="22"/>bis Montag, da ich Dir die Briefe gerne vorlesen will, ehe ich sie ab¬
      <lb n="23"/>sende. Nun bist Du schon in Salzburg und mir wesentlich näher.–Leider
      <lb n="24"/>nicht nah genug. Ich freue mich schon sehr auf die nächste Zeit, die
      <lb n="25"/>hoffentlich eine friedliche, stille und glückliche Zeit für uns Beide
      <lb n="26"/>sein wird.
      <lb n="27" type="paragraph-begin"/>Ob mir die Post wohl heute einige Zeilen bringt? Wenn Du
      <lb n="28"/>mir morgen Samstag schreibst, musst Du express schreiben, da es sonst am
      <lb n="29"/>Sonntag nicht zugestellt wird.
      <lb n="30" type="paragraph-begin"/>Rasch einen Kuss auf Deinen Mund und Deine lieben Augen.
      <lb n="31" type="paragraph-begin"/>Deine
      <lb n="32" type="paragraph-begin"/>Clara Katharina.</p></div></body></text></TEI>