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                                    ich«</title><title level="a">Clara Katharina Pollaczek an Arthur Schnitzler, 29. Juni 1924</title><title type="alternative" when-iso="1924-06-29"/><author ref="#12435">Pollaczek, Clara Katharina</author><editor><name>Müller, Martin Anton</name><name>Untner, Laura</name></editor><funder><name>FWF - Der Wissenschaftsfonds</name><address><street>Sensengasse 1</street><postCode>1090 Wien</postCode><placeName><country>A</country><settlement>Wien</settlement></placeName></address></funder></titleStmt><editionStmt><edition>CKP</edition><respStmt><resp>Transkription</resp><name>Müller, Martin Anton</name><name>Untner, Laura</name><name>Mangel, Michael</name></respStmt></editionStmt><publicationStmt><publisher>Austrian Centre for Digital Humanities and Cultural
                                    Heritage</publisher><pubPlace>Vienna</pubPlace><date when="2023">2023</date><availability><licence target="https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/deed.de"><p>Sie dürfen: Teilen — das Material in jedwedem Format oder
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                                            keine zusätzlichen Klauseln oder technische Verfahren
                                            einsetzen, die anderen rechtlich irgendetwas untersagen,
                                            was die Lizenz erlaubt.</p><p>Hinweise:</p><p>Sie müssen sich nicht an diese Lizenz halten hinsichtlich
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                                            Persönlichkeits- und Datenschutzrechte zu beachten sein,
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                                            beschränken.</p></licence></availability><idno type="handle"/></publicationStmt><seriesStmt><p>Machine-Readable Transcriptions of the Correspondences of Arthur
                                    Schnitzler</p></seriesStmt><sourceDesc><listWit><witness n="1"><msDesc><msIdentifier><country>A</country><settlement>Wien</settlement><repository>Wienbibliothek</repository><idno>H.I.N. 155550</idno></msIdentifier></msDesc></witness></listWit></sourceDesc></fileDesc><profileDesc><langUsage><language ident="de-AT">German</language></langUsage></profileDesc><revisionDesc status="proposed"><change who="LU" when="2022-12-25">Angelegt</change></revisionDesc></teiHeader><facsimile><graphic url="ckp112"/></facsimile><text><body><div type="writingSession" n="1"><p>
      <lb n="01" type="paragraph-begin"/>29.6.1924.
      <lb n="02" type="paragraph-begin"/>Guten Morgen, Liebster. Ich bin heute recht verstimmt und es fehlt
      <lb n="03"/>mir sehr, dass ich Dich nicht anrufen und erzählen kann.
      <lb n="04" type="paragraph-begin"/>Das Vorgehen der Neuen Freien Presse wird immer rätselhafter. Gestern
      <lb n="05"/>den 28. Früh erhielt ich einen Brief vom 26., der sich mit meiner
      <lb n="06"/>Unterredung mit Paul W., am Freitag den 27. gekreuzt hatte und
      <lb n="07"/>vor dieser, wie Du siehst abgegangen ist. »Sehr geehrte gnädige
      <lb n="08"/>Frau. Wie ich Ihnen bereits schrieb, sollen die Géraldy -Dich¬
      <lb n="09"/>tungen Sonntag erscheinen. Ich bitte also nochmals dringendst um das
      <lb n="10"/>durchgesehene Manuscript des langen Gedichts und um einige´andere
      <lb n="11"/>kleine Gedichte. Jedesfalls bitte ich keineswegs anderwärts darüber
      <lb n="12"/>zu verfügen und mir, wenn irgend möglich, damit wir noch etwa über
      <lb n="13"/>Kleinigkeiten sprechen können, morgen das Vergnügen Ihres Besuches zu
      <lb n="14"/>machen. Mit besten Grüssen Ihr ergebener P.W.« Den Inhalt und Resul¬
      <lb n="15"/>tat der Unterredung habe ich Dir bereits gestern berichtet. Gestern
      <lb n="16"/>Vormittag brachte mir bereits ein Bote die Bürstenabzüge. Es waren
      <lb n="17"/>nur winzige Korrekturen zu machen. Der Titel der Gedichte und mein
      <lb n="18"/>Name waren so klein gedruckt, dass ich dem Boten zeigte,dass sie das
      <lb n="19"/>erste Mal viel deutlicher waren und schrieb daneben fett drucken. Zur
      <lb n="20"/>Vorsicht rief ich um 4 die Druckerei an und Herrn Hajek, den mir
      <lb n="21"/>Dr. W. letzthin zu diesem Zweck angegeben hatte. Er sagte mir, er habe
      <lb n="22"/>die Korrekturen schon bekommen und meinte Titel und Namen des Ueber¬
      <lb n="23"/>setzers würden immer so gedruckt, worauf ich erwiderte, er soll es ganz
      <lb n="24"/>so machen, wie er es richtig finde. Er sagte mir dann noch, dass er
      <lb n="25"/>auch einen Roman von mir zu setzen habe und mir in den ersten Tagen
      <lb n="26"/>der Woche die ersten Korrekturbogen schicken wird. Die Gedichte
      <lb n="27"/>sind aber heute Früh <hi rend="underline" n="">nicht</hi> in der Neuen Freien Presse. Das ist
      <lb n="28"/>doch einfach unverständlich. Ich kann natürlich heute kaum jemand
      <lb n="29"/>telefonisch erreichen. Ich habe das Gefühl, dass da doch unbedingt
      <lb n="30"/>irgend eine geheimnisvolle Macht im Spiel ist, denn es ist doch nicht
      <lb n="31"/>zu verstehen dass Gedichte, die um 4 Uhr in der Druckerei sind,</p></div></body></text></TEI>