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                                    ich«</title><title level="a">Clara Katharina Pollaczek an Arthur Schnitzler, 2. August 1923</title><title type="alternative" when-iso="1923-08-02"/><author ref="#12435">Pollaczek, Clara Katharina</author><editor><name>Müller, Martin Anton</name><name>Untner, Laura</name></editor><funder><name>FWF - Der Wissenschaftsfonds</name><address><street>Sensengasse 1</street><postCode>1090 Wien</postCode><placeName><country>A</country><settlement>Wien</settlement></placeName></address></funder></titleStmt><editionStmt><edition>CKP</edition><respStmt><resp>Transkription</resp><name>Müller, Martin Anton</name><name>Untner, Laura</name><name>Mangel, Michael</name></respStmt></editionStmt><publicationStmt><publisher>Austrian Centre for Digital Humanities and Cultural
                                    Heritage</publisher><pubPlace>Vienna</pubPlace><date when="2023">2023</date><availability><licence target="https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/deed.de"><p>Sie dürfen: Teilen — das Material in jedwedem Format oder
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                                            besonders. Keine weiteren Einschränkungen — Sie dürfen
                                            keine zusätzlichen Klauseln oder technische Verfahren
                                            einsetzen, die anderen rechtlich irgendetwas untersagen,
                                            was die Lizenz erlaubt.</p><p>Hinweise:</p><p>Sie müssen sich nicht an diese Lizenz halten hinsichtlich
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                                            beschränken.</p></licence></availability><idno type="handle"/></publicationStmt><seriesStmt><p>Machine-Readable Transcriptions of the Correspondences of Arthur
                                    Schnitzler</p></seriesStmt><sourceDesc><listWit><witness n="1"><msDesc><msIdentifier><country>A</country><settlement>Wien</settlement><repository>Wienbibliothek</repository><idno>H.I.N. 155550</idno></msIdentifier></msDesc></witness></listWit></sourceDesc></fileDesc><profileDesc><langUsage><language ident="de-AT">German</language></langUsage></profileDesc><revisionDesc status="proposed"><change who="LU" when="2022-12-25">Angelegt</change></revisionDesc></teiHeader><facsimile><graphic url="ckp096"/></facsimile><text><body><div type="writingSession" n="1"><p>
      <lb n="01" type="paragraph-begin"/>Baden-Baden, 2. August 1923.
      <lb n="02" type="paragraph-begin"/>Erst heute, Liebster, erreichten mich Deine Expresszeilen vom 30. Die
      <lb n="03"/>Post ist unwahrscheinlich schlecht und ich hoffe nur dass Du indess in
      <lb n="04"/>den Besitz meiner beiden Briefe von Sonntag und Montag gelangt bist.
      <lb n="05"/>Denk Dir mein Bruder Fredi kam gestern mich besuchen und bleibt bis
      <lb n="06"/>morgen Früh. Es tut so wohl wieder ein bischen sprechen zu können und
      <lb n="07"/>nicht ganz allein zu sein. Er ist in Griesbach, ein paar Stunden von
      <lb n="08"/>hier im Schwarzwald (ich glaube wegen eines Mädchens) und kam herüber,
      <lb n="09"/>um nach mir zu sehen. Sehr lieb eigentlich. Ich bin wirklich sehr froh,
      <lb n="10"/>dass er da ist, denn sonst würde ich noch mehr an Dich denken und ich
      <lb n="11"/>kann nicht leugnen, dass ich mit einiger Ungeduld auf Dich warte. Ich
      <lb n="12"/>weiss, es wäre klüger, das nicht zu sagen, aber ich bin nicht immer klug
      <lb n="13"/>und schon gar nicht berechnend.
      <lb n="14" type="paragraph-begin"/>Ich verstehe eigentlich nicht, warum Du drei Tage in S.
      <lb n="15"/>bleibst. Die Verbindung hieher war im Vorjahr eine sehr gute. Um 7 Uhr
      <lb n="16"/>Früh ab Salzburg, um 10 Uhr in Mündchen, um 12 Uhr ab München, gegen 8 Uhr
      <lb n="17"/>an Baden-Baden.
      <lb n="18" type="paragraph-begin"/>Wenn ich nichts anderes mehr von Dir höre, erwarte ich Dich am Mittwoch
      <lb n="19"/>Vormittag ab 10 Uhr im Sanatorium selbst, ersten Stock, Nummer 14. (Aber
      <lb n="20"/>ich hoffe, es wird schon einen Tag früher sein). Eine Verabredung im
      <lb n="21"/><hi rend="underline" n="">Freien</hi> schon heute zu treffen ist zu schwer und überhaupt nicht rat¬
      <lb n="22"/>sam, da man nicht wissen kann, wie das Wetter sich gestaltet. Und je¬
      <lb n="23"/>denfalls bin ich <hi rend="underline" n="">jeden</hi> Abend von ½ 8 Uhr telefonisch an erreichbar
      <lb n="24"/>und Vormittag von ½ 9 bis 10. Man holt mich mit dem Lift zum Telefon
      <lb n="25"/>hinunter. Unsere Nummer ist 138. Hier im Hause ist von Bekannten nur die alte
      <lb n="26"/>Feinberg. Aber selbst, wenn sie sieht, dass Du mich besuchst, so ist das
      <lb n="27"/>mir wenigstens ganz egal. Und wenn Du willst gehen wir dann gleich
      <lb n="28"/>in den Wald, der hinter dem Hause liegt und der wundervoll schön und
      <lb n="29"/>still ist, geradezu ein Märchenwald. – Und nun sage ich Dir nur auf Wie¬
      <lb n="30"/>dersehen.
      <lb n="31" type="paragraph-begin"/>Meine »hochmütigen« Hände sehnen sich sehr die Deinen zu streicheln
      <lb n="32"/>und ich küsse Dich in Gedanken.
      <lb n="33" type="paragraph-begin"/>Deine Clara Katharina</p></div></body></text></TEI>